GTD: Kreativität durch Bewegung

Spazierengehen fördert die Kreativität. Das ist für Sie keine neue Erkenntnis? Mag sein, aber nun ist sie wissenschaftlich untermauert. Und zwar in der Studie "Give Your Ideas Some Legs: The Positive Effect of Walking on Creative Thinking" von der Stanford Universität. Die Forscher belegen darin, was schon lange zu vermuten war: Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit und Vorstellungskraft.

Das wussten auch schon früher viele kreative Köpfe und schwörten auf die Kraft des Spaziergangs, um ihren Schreibfluss zu fördern.

  • Charles Dickens etwa war jeden Nachmittag für drei Stunden in der Stadt unterwegs und ließ Beobachtungen seiner Exkursionen in seine Werke einfließen.
  • Sören Kierkegaard setzte ebenfalls auf den gesundheitsfördernden Aspekt des Lustwandelns und war danach oft so inspiriert, dass er im Anschluss noch in kompletter Straßenmontur am Schreibtisch Platz nahm.
  • Ludwig van Beethoven nutzte die Mittagspause, um sich mit Stift, Papier und Spazierstock bewaffnet an der frischen Luft vom Geistesblitz treffen zu lassen.

GTD: Sich auf das Wesentliche konzentrieren

In  der modernen Arbeitswelt lockt die Ablenkung an jeder Ecke. Das gilt vor allem dann, wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz Zugang zum Internet haben ... Aber selbst in Zeiten vor der Digitalisierung kämpften Kreativarbeiter mit weltlichen Verlockungen. Ihre Konzentration auf das Wesentliche sicherten sie sich mit unterschiedlichen Methoden:

  • Der amerikanische Maler Newell Convers Wyeth zum Beispiel befreite sich von der ablenkenden Kulisse vor seinem Arbeitszimmer durch Scheuklappen aus Pappe auf seiner Brille,
  • William Faulkner entfernte während der Arbeitszeit den Türknauf seiner Zimmertür, um ungestört zu arbeiten und
  • der britische Schriftsteller Graham Greene zog sich in die Isolation eines geheimen Büros zurück, von dessen Existenz nur seine Frau wusste.

GTD: Unterstützung von anderen sichern

Wollen Sie Dinge erledigen, aber haben den Kopf mit lauter Nebensächlichkeiten voll? Dann ist es an der Zeit, Aufgaben zu delegieren und sich Hilfe von außen zu holen. Kein Scherz: Durch solche Methoden sind Meilensteine der Weltliteratur entstanden ...

  • Jane Austen beispielsweise fand unter anderem deswegen Zeit zum Schreiben, weil ihre Schwester sich ihrer Haushaltspflichten annahm, während
  • Sigmund Freud einen freien Kopf hatte, wenn ihm seine Frau morgens passende Kleidungsstücke für den Tag raussuchte und sogar die Zahnpasta auf die Zahnbürste strich.

GTD: Über das Geleistete Buch führen

Andere Kreative nutzten GTD-Methoden, bei denen sie über ihre geleistete Arbeit Buch führten und somit nicht den Überblick über ihr Pensum verloren. Was für Literaten von Welt funktioniert hat, kann für Ihr Unternehmen doch nicht schlecht sein. Beispiele gefällig?

  • Ernest Hemingway etwa notierte die Zahl seiner am Tag geschriebenen Worte in einer Tabelle, um sich nicht selbst zu betrügen, wie er sagte, und
  • Anthony Trollope arbeitete lediglich drei Stunden am Tag, hielt sich dabei aber streng an die Vorgabe, in 15 Minuten stets 250 Wörter zu schreiben.

GTD: Den richtigen Fokus setzen

Sie kennen das Problem sicher auch: Sie arbeiten gerade an einem wichtigen Projekt und Ihr E-Mail Postfach macht sich bemerkbar, weil neue elektronische Briefe eingetrudelt sind. "Was tun?", ist die Frage. Auch hier können Sie sich an Methoden prominenter Vorbilder orientieren. Machen Sie es zum Beispiel wie Jane Austen, und ...

  • unterteilen Sie den Tag in Zeitabschnitte, widmen sich zunächst den wichtigen Aufgaben und verschieben das Beantworten von (elektronischen) Schreiben auf einen späteren Zeitpunkt, oder aber
  • Sie nehmen sich immer dann der Post an, wenn der kreative Motor bei Ihrer eigentlichen Tätigkeit stottert. Natürlich gehen wichtige Geschäftsnachrichten dabei trotzdem immer vor ...

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