Die Deutschen hübschen ihre eigenen vier Wände gerne mit neuen Möbeln und Wohnaccessoires auf. Laut Handelsverband Küchen und Möbel lag der Umsatz im Möbelhandel 2019 bei 34 Milliarden Euro. Kunden investieren nicht selten einen vierstelligen Betrag. Dafür erwarten sie besten Service und ein zufriedenstellendes Kauferlebnis. Doch vielen Einrichtungs- und Möbelhäusern gelingt es nicht, ihr Geschäftskonzept auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden. So brechen knapp 60 Prozent der Besucher den Kauf vor Ort aufgrund schlechter Beratungsleistungen ab, bilanzieren die Autoren einer KPMG-Studie zur Zukunft deutscher Möbelmärkte.

Kundenansprüche im Möbelhaus steigen

In Bochum, Senden, Bramsche und Hilden finden Kunden bei Möbel Hardeck alles zum Wohnen, Einrichten und Wohlfühlen. 2018 erweiterte das Traditionsunternehmen seine Reichweite. Seitdem können Interessierte auch im Online-Shop stöbern, neues Mobiliar bestellen und per Videoberatung ihre Traumküche individuell und bequem von zu Hause aus planen. Doch nicht nur mit dem Web-Angebot stellt sich Hardeck digital auf. „Wir treiben unsere Digitalisierungsstrategie in jedem einzelnen Möbelhaus stetig voran“, sagt Olaf Polk, Leiter der IT Consulting bei Möbel Hardeck. „Unser Ziel ist es, das Kundenerlebnis kontinuierlich zu verbessern.“ Schließlich sollen sich Besucher schnell auf den bis zu 40.000 Quadratmeter großen Ausstellungsflächen zurechtfinden, transparente Angaben zu Maßen und Produktionsbedingungen der Einrichtungsstücke erhalten und Berater bei Fragen oder Kaufinteresse direkt ansprechen können.

Dabei wird neben einem detaillierten Informationsangebot auch ein kostenloser Zugang ins WLAN-Netz immer wichtiger. Kunden können online schnell weitere Informationen zu den Produkten einholen, Preise vergleichen oder Schnappschüsse aus dem Einrichtungshaus auf Social-Media-Kanälen teilen. Mitarbeiter haben durch den mobilen Netzwerkzugriff alle Unterlagen auf Smartphone oder Tablet und können nun auch Beratungsgespräche überall in der Möbelausstellung führen und Kaufverträge abschließen.

Dank kostenlosem Zugang ins WLAN-Netz können Kunden vor Ort auch online schnell weitere Informationen zu den Produkten einholen oder Preise vergleichen (© 2020 Möbel Hardeck)

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WLAN-Netz verbessert Serviceangebot

Damit Mitarbeiter und Gäste das mobile Internet zuverlässig nutzen können, suchte Hardeck nach einer Netzwerklösung, die alle Ausstellungsflächen über mehrere Etagen mit einem stabilen WLAN-Signal ausleuchtet und sich zentral administrieren lässt. Überzeugt hat das Traditionsunternehmen eine Cisco-Meraki-Lösung der Telekom, von der Hardeck bereits Festnetz- und Mobilfunkverträge bezieht. Hierbei kann das IT-Team des Möbelhauses das Netzwerk für alle Standorte vom Bochumer Hauptsitz aus administrieren und einzelne Komponenten individuell konfigurieren. Möglich macht das das intuitive Dashboard von Cisco, über das sich die Cloud-Plattform via Internet verwalten lässt. „Die Meraki-Lösung ließ sich zudem nahtlos in die bestehende Infrastruktur integrieren“, sagt Polk. „Und wir bekommen Hard- und Software aus einer Hand.“

Cisco Meraki

Cisco Meraki bietet eine vollständig über die Cloud verwaltete Netzwerklösung. Damit integriert Meraki Hardware, Software und Cloud-Services. WLAN und Geräte wie Switches und Access Points lassen sich zentral über das Internet verwalten. Das Komplettpaket von Cisco ist von kleinen Zweigstellen bis zu großen Netzwerken skalierbar.

Neue WLAN-Lösung schnell installiert und administriert

Die Digitalisierungsexperten der Telekom ermittelten gemeinsam mit Systempartner CompuNet Anzahl und Verteilung der Switches und Access Points in den einzelnen Filialen. Die für den Betrieb notwendigen Kabel verlegte das IT-Team von Hardeck selbst und verbaute auch die Hardware in Eigenregie. Die Netzspezialisten der Telekom unterstützten anschließend bei der Einrichtung der Access Points. Der Vorteil von Meraki: Jedes Gerät lässt sich im Handumdrehen per Fernzugriff einrichten.

Besucher erhalten nun in jedem Hardeck-Möbelhaus eine Push-Nachricht auf ihr Smartphone und können sich mit einem Klick kostenlos ins Gäste-WLAN einwählen. So lesen sie beispielsweise zusätzliche Informationen über verwendete Materialien oder den Herstellungsprozess zu den einzelnen Möbeln über QR-Codes aus. Mitarbeiter können Kunden durch den mobilen Netzwerkzugriff statt am Verkaufsstand nun auch direkt auf der Wunschcouch beraten und Angebote abschließen.

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Analyse der Besucherströme für optimierte Möbelausstellung

Um zu erfahren, welche Ausstellungsstücke sich Kunden anschauen, wie lange sie in den einzelnen Themenwelten verweilen und wie sich Besucher durch das Gebäude bewegen, integrierte Hardeck zudem Indoor-Kameras von Cisco ins Netzwerk. In Kombination mit den Positionsdaten der Kunden aus dem Gäste-WLAN findet aktuell eine Analyse der Laufwege der Kunden statt. Das Ziel: Die Wegeführung besser steuern und Ausstellungsstücke in den Themenwelten noch gezielter planen und platzieren. So will die Möbelhauskette die Kundenbindung stärken und das Kauferlebnis weiter verbessern.

DEUTSCHE TELEKOM UND MÖBEL HARDECK

Die Aufgabe: Für ein besseres Kundenerlebnis will Hardeck WLAN in seinen vier Filialen implementieren. Besucher sollen einen Gratis-Zugang erhalten und sich mit einem Klick im Gäste-WLAN anmelden, Mitarbeiter überall mobil arbeiten können. Außerdem ist eine Analyse der Wegeführung geplant.

Steckbrief

Name: Hardeck Möbel GmbH & Co. KG

Gründung: 1937

Hauptsitz: Bochum

Mitarbeiter: 1.500

Die Lösung: Die Cisco-Meraki-Netzwerklösung der Telekom für eine zentrale Standortverwaltung. Ins System integrierte Kameras analysieren Laufwege und Frequentierung in den Ausstellungsbereichen. Telekom-Systempartner CompuNet konfigurierte Switches und Access Points für die flächendeckende WLAN-Ausleuchtung.

Die Vorteile: Das Netzwerk von Cisco Meraki ließ sich schnell und einfach in die bestehende IT-Landschaft integrieren. Das IT-Team kann alle Standorte zentral administrieren und Hardware per Remote-Zugriff individuell konfigurieren. Durch die Analyse der Laufweg lassen sich Ausstellungsstücke oder Themenwelten noch gezielter planen und platzieren.