Erst schneidet eine Laseranlage Einzelteile aus einem Stahlblech auf den Zehntelmillimeter genau aus. Dann bringen Rundbiegeautomaten die Bleche in Form. Schließlich schweißt ein Roboter die Stücke zu einem Ofen zusammen, der in der Beschichtungsanlage seine feuerfeste Metallfarbe erhält. Ab jetzt ist in der Produktionshalle Handarbeit gefragt: Mitarbeiter montieren die beweglichen Teile, dichten die Feuerraumtür ab, legen den Einsatz aus Stahlguss ein und fügen die Thermosteine in die Fassung. Dann bleibt nur noch ein letzter Schritt: die Qualitätskontrolle.

Diesen Weg nimmt jeder Kaminofen, den Hase Kaminofenbau in Trier fertigt. Seit fast 40 Jahren produziert und entwickelt der Mittelständler Kaminöfen in Deutschland. Das Unternehmen verbindet dabei innovative Technik und cleveres Design: eine Kombination, die dem Mittelständler schon zahlreiche Designpreise wie den German Design Award oder den Red Dot Design Award eingebracht hat. Den Erfolg befeuert nicht zuletzt der Trend zum Heizen mit Holz – das ist nicht nur gemütlich, sondern auch eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zu Öl oder Gas.

Herausforderungen der Branche

Zwei neue Modelle entwickelt Hase Kaminofenbau jedes Jahr – Globalisierung und hoher Preisdruck haben den Wettbewerbsdruck in der Branche zuletzt verschärft. Besonders chinesische Anbieter drängen mit Macht in den Markt. „Unsere Produktentwicklung ist sehr innovativ“, sagt Christian Krebs, IT-Leiter bei Hase Kaminofenbau. „Deswegen möchten wir unsere Daten besonders gut schützen. Niemand soll die Chance haben, an unsere Ideen zu kommen.“ Weil das Unternehmen außerdem wachsen will, braucht Hase Kaminofenbau eine hochverfügbare, ausfallsichere und leistungsstarke IT-Infrastruktur, die Prozesse effizienter machen soll.

Gemeinsam mit Systemhaus Medialine fasst die Telekom die komplette Serverlandschaft des Mittelständlers in einer Managed Private Cloud zusammen und virtualisiert die Server im sogenannten Customer Based Data Center vor Ort. Die Maschinen in der Produktionshalle bekommen ständig Daten von den Servern, eine hohe Verfügbarkeit war deswegen Bedingung für die neue Lösung: „Wir produzieren im 24-Stunden-Betrieb, da müssen auch die Systeme rund um die Uhr zur Verfügung stehen“, sagt Krebs. „Die neue Lösung der Telekom ist ausfallsicher, darum müssen wir uns keine Sorgen mehr machen.“

Im neu aufgesetzten Rechenzentrum kommt die gleiche Technologie zum Einsatz wie in den hochsicheren Rechenzentren der Telekom. Die Daten auf den Servern sind so vor Diebstahl geschützt – und damit zum Beispiel auch die Pläne für neue Ofenmodelle oder Informationen über die von Hase Kaminofenbau erfundenen Thermosteine aus Vermiculit.

Innovative Techniken und cleveres Design: Seit 30 Jahren produziert und entwickelt der Mittelständler Kaminöfen. Innovative Techniken und cleveres Design: Seit fast 40 Jahren entwickelt der Mittelständler Kaminöfen. (© 2017 Telekom)

Die Cloud macht flexibel

Hase Kaminofenbau ergänzt seine virtualisierten Ressourcen vor Ort mit einem Virtual Private Data Center aus der Cloud und verbindet sein Inhouse-Rechenzentrum damit. Da beide Lösungen auf der gleichen Technologie basieren, kann Hase die Daten sicher und zuverlässig in die Cloud verlagern, Abstimmungsprobleme sind ausgeschlossen. „Wir können jederzeit über das Self-Service-Portal zum Beispiel Datenspeicher aus der Cloud hinzubuchen“, sagt IT-Leiter Krebs. „Dadurch fangen wir unser Wachstum It-seitig leicht auf und können neue Märkte erobern.“

Geschäftsunkritische Daten hat das Unternehmen bereits in die Wolke ausgelagert. Mitarbeiter greifen von überall sicher und geräteunabhängig darauf zu. Die digitalen Möglichkeiten vereinfachen besonders die Abstimmung zwischen der Zentrale und den Vertriebsstandorten in der Schweiz und in Frankreich. Aber auch in Deutschland verbessert die Cloud die Zusammenarbeit – Partner und Fachhändler haben darüber ebenfalls Zugriff auf die Geschäftsdaten. „Während wir unsere unternehmenskritischen Daten lieber inhouse behalten, um sie noch besser zu schützen, setzen wir für die Zusammenarbeit auf die flexible Cloud“, sagt Krebs. „Auch für die Zukunft sehen wir dieses Modell als unseren Weg.“

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