Eine Kochinsel mitten im Raum und Fußbodenheizung im Bad: Zwar investieren Bauherren gern in schicke Küchen oder teure Badezimmer – sparen dafür aber beispielsweise an den Fenstern. Die IDEAL Fensterbau Weinstock GmbH will das ändern: Mit einem digitalen Service sorgt das Familienunternehmen für Durchblick bei seinen anspruchsvollen Kundengruppen.

Im Jahr 2019 werden in allen Fensterrahmen des Herstellers NFC-Chips verbaut sein. Halten Fensterbauer oder Verbraucher ihr Smarthone mit App an den Chip, lassen sich Produktdaten, Maße, Pflegehinweise und Zertifizierungen auslesen. Möglich macht das eine Software-as-a-Service-Lösung der Telekom mit dem Partner SYFIT, die den Dienst online bereitstellt, um beispielswese Retouren zu beschleunigen oder Reparaturen an den maßgefertigten Fenstern zu erleichtern.

Auch interessant: Vorschriftsmäßig: Geräte gesetzeskonform prüfen

Qualität setzt sich digital durch

Investition in die Zukunft

Steckbrief

Name: IDEAL Fensterbau Weinstock GmbH
Gründung: 1990
Hauptsitz: Traben-Trarbach
Mitarbeiter: 320
Jahresumsatz: ca. 40 Millionen Euro

Die deutsche Baubranche ist auch im Jahr 2019 auf Wachstumskurs: Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) prognostizieren einen Gesamtumsatz in Höhe von 128 Milliarden Euro – ganze sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gründe: Eine weiterhin gute gesamtwirtschaftliche Lage sowie günstige Finanzierungsbedingungen. Die Freude der Häuslebauer teilen allerdings die Fensterbauer nicht: Billigprodukte aus Osteuropa überschwemmen den Markt.

„Unternehmen aus Polen und Tschechien verkaufen hierzulande Billigfenster, die bis zu 20 Prozent günstiger sind, als hochwertige Produkte deutscher Anbieter“, sagt Stefan Weinstock, Geschäftsführer von IDEAL. Damit sich Qualität durchsetzt, setzt Weinstock auf Digitalisierung. Bereits im Jahr 2017 kam ihm die Idee zu einer smarten Lösung, die seinen Kunden das Leben leichter macht.

Auch interessant: BAU 2019: Digitale Hilfe für die Baubranche

Besserer Service dank NFC-Technologie

NFC-Technologie

Die sogenannte Near Field Communication ist eine Technologie zur drahtlosen Datenübertragung, die besonders schnell und sicher funktioniert. Damit eine Übertragung stattfinden kann, müssen zwei NFC-fähige Geräte mit einem Abstand von wenigen Zentimetern aneinander gehalten werden. In den meisten handelsüblichen Smartphones ist heute ein NFC-Chip integriert.

„Wir fertigen unsere Fenster für jeden Kunden nach Maß“, sagt Weinstock. „So kommt es vor, dass in einem Haus viele unterschiedliche Produkte verbaut werden. Soll später ein Fenster ersetzt, getauscht oder repariert werden, sind Millimeter entscheidend.“ Kataloge wälzen, alte Rechnungen rauskramen oder extra hinfahren und nachmessen: Jeder Servicefall war für die Schreinereien, Fachhändler und Baustofflieferanten bis dato mit viel Hand- und Papierarbeit verbunden. Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Ein NFC-Chip im Fensterrahmen sorgt jederzeit für Durchblick. „Über den Funkchip lässt sich jedes unserer Produkte mit all seinen individuellen Eigenschaften blitzschnell bestimmen“, sagt Weinstock.

Über eine App und eine Software-as-a-Service-Lösung der Telekom lassen sich die Chips mit einem handelsüblichen Smartphone scannen und Informationen zu Maßen, Zertifikaten sowie Pflegehinweisen abrufen. So lassen sich Servicearbeiten und Retouren beschleunigen.

Die Geschäftsführung des Familienunternehmens: Sabine Weinstock, Ludwig Weinstock und Stefan Weinstock. Die Geschäftsführung des Familienunternehmens: Sabine Weinstock, Ludwig Weinstock und Stefan Weinstock. (© Armin Hoehner)

Um seinen Kunden den digitalen, intelligenten Service zu bieten, hat IDEAL Produktionsstraße und ERP-System umgestellt und angepasst. Das Familienunternehmen zielt darauf ab, sich mit dem Service als Qualitätsanbieter im Wettbewerb weiter abzusetzen. So zeigt sich der Betrieb überzeugt, mit dem digitalen Feature den Unterschied ausmachen zu können, der die Kunden von den Fenstern aus Rheinland-Pfalz weiterhin überzeugt.

Was für die Telekom als Partner sprach? Nicht nur Technologie-Know-how, sondern auch das Marketing: „Unsere Kunden kennen die Telekom als etabliertes Unternehmen“, sagt Claudia Otten, Marketing Managerin bei IDEAL. „Mit einer Lösung von der Telekom unterstreichen wir das Vertrauen, das unsere Auftraggeber bereits in uns setzen.“ Darüber hinaus geht die Referenz IDEAL mit gutem Beispiel in der Baubranche voran: So zeigt die Studie Digitalisierungsindex Mittelstand 2018 von der Telekom, dass sich bis bislang nur zwölf Prozent der Bauunternehmen mit Digitalisierung beschäftigt haben. Nicht so IDEAL: Der Mittelständler ist der einzige Hersteller auf dem Markt, der eine digitale NFC-Lösung für Fenster einsetzt.

Im Jahr 2019 werden in allen Fensterrahmen von IDEAL Fensterbau NFC-Chips verbaut sein. Im Jahr 2019 werden in allen Fensterrahmen von IDEAL Fensterbau NFC-Chips verbaut sein. (© Christian Ruppenthal)

DEUTSCHE TELEKOM UND IDEAL FENSTERBAU

Die Aufgabe: Billig produzierte Fenster aus Osteuropa überschwemmen den deutschen Markt. Mit einem digitalen Dienst möchte IDEAL seine Wettbewerbsposition behaupten: Gerade anspruchsvolle Zielgruppen aus dem Fachhandel sollen von den deutschen Qualitätsprodukten aus Rheinland-Pfalz überzeugt bleiben.

 Die Lösung: Im Jahr 2019 werden in allen Fensterrahmen des Herstellers NFC-Chips verbaut sein. Über eine App und eine Software-as-a-Service-Lösung der Deutschen Telekom können Händler und Endkunden die Chips mit einem handelsüblichen Smartphone scannen und Informationen zu Maßen, Zertifikaten sowie Pflegehinweisen abrufen.

Die Vorteile: Alte Kataloge wälzen, vor Ort nachgucken und von Hand nachmessen gehören der Vergangenheit an: Über die App erhalten Händler sofort alle Informationen zu einem Fenster. Defekte lassen sich einfacher reparieren und Retouren schneller abwickeln.