Wollen Unternehmen den digitalen Anschluss nicht verpassen, führt oft kein Weg am Internet of Things (IoT) vorbei – auch nicht für den Mittelstand. Zunehmender Wettbewerbsdruck und steigende Kundenanforderungen setzen sowohl kleinere als auch mittelständische Unternehmen (KMU) unter Zugzwang. Zwar hat ein Großteil von ihnen die Relevanz von IoT erkannt und bereits erste Lösungen wie Remote Monitoring und Remote Control in Betrieb. Doch neue Anwendungsfelder wie Apps und digitale Assistenten, vorausschauende Wartung, Augmented/Virtual Reality oder Energiemanagement werden bisher wenig genutzt. Dabei lassen sich gerade hier Wettbewerbsvorteile ausschöpfen, wie die Ergebnisse der aktuellen PAC-Studie Das Internet der Dinge im Deutschen Mittelstand zeigen. „Der Trend geht langsam weg von einfacheren hin zu komplexeren IoT-Anwendungsfällen“, sagt Studienautor Arnold Vogt, Principal Consultant bei PAC. „Generell gilt: Effizienzgewinne sind der Erfolgsfaktor Nr. 1 bei der Umsetzung von IoT-Projekten.“ Das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen PAC – ein Unternehmen der teknowlogy Group – hat 161 Mittelständler 2018 aus den Branchen verarbeitendes Gewerbe, Handel, Transport. Logistik und Versorgung befragt.

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IoT: Für den Mittestand nicht neu, aber hochrelevant

Definition Internet of Things

 

Das Internet der Dinge (IoT) vernetzt intelligente Geräte in zwei Richtungen: untereinander und mit dem Internet. So kommunizieren Maschinen nicht nur miteinander (Machine-to-Machine-Kommunikation), sondern agieren selbstständig über das Internet. Das IoT bietet dem Mittelstand große Chancen: So stärken IoT-basierte Geschäftsprozesse beispielsweise die Innovationskraft und sparen Kosten und Ressourcen.

 

Positiver Trend: Insgesamt bewerten 94 Prozent der befragten Unternehmen IoT als sehr relevant. Bereits 84 Prozent nutzen mindestens eine IoT-Anwendung, 29 Prozent führen aktuell eine IoT-Lösung ein. Acht von zehn Befragten befinden sich in der Planung. Dabei haben Logistik, Transport und Versorgung die Nase vorn: 90 Prozent der Unternehmen arbeiten bereits mit IoT-Applikationen, genauso viele planen den weiteren Ausbau. Ein Drittel der Unternehmen hat bereits vollautomatisierte Prozesse über das IoT realisiert (36 Prozent).

Auch der Handel setzt auf smarte und vernetzte Lösungen: 83 Prozent der kleinen und mittelständischen Betriebe haben Geschäftsprozesse und IoT-Anwendungen integriert. Nachholbedarf sehen die Studienmacher indes bei der Industrie. Hier nutzen „nur“ 79 Prozent der Betriebe das Internet der Dinge: Vier von zehn führen aber aktuell IoT-Lösungen ein.

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Was treibt das Thema im Mittelstand an?

Triebfeder ist eher nicht das Beispiel der erfolgreichen großen Digitalunternehmen wie Amazon, Google oder Uber, aber sehr wohl der Blick auf die Konkurrenz vor der eigenen Haustür. Was der Wettbewerb macht, interessiert den Mittelständler sehr. Folgende Anwendungsbereiche stehen dabei vor allem im Fokus:

  • Prozesse und Geräte digital steuern und überwachen
  • Daten analysieren, um Abläufe zu automatisieren
  • digitale Services, Produkte und datenbasierte Geschäftsmodelle realisieren

Von Einsatzmöglichkeiten wie diesen versprechen sich die Anwender in erster Linie Effizienzgewinne, um Kosten zu senken und Wettbewerbsvorteile zu generieren, bilanzieren die Studienautoren.

IoT: Zukunftsthema für den Mittelstand

Am Internet der Dinge (IoT) führt kein Weg mehr vorbei. Möchten Mittelständler ihre Fähigkeiten stärken, investieren sie vorrangig in IT-Sicherheit (82 Prozent), Konnektivität (71 Prozent) und neue IoT-Anwendungen (68 Prozent). Höchste Priorität: Interne Prozesse oder Geräte auf Basis von Sensordaten überwachen, analysieren und steuern. Predictive Maintenance spielt dabei eine besondere Rolle.

Spannende Anwendungsfälle finden Sie hier.

Was die Umsetzung von IoT-Projekten betrifft, so sehen sich Unternehmen mit strategischen, technischen und organisatorischen Herausforderungen konfrontiert: Oft sind die benötigten Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen im Betrieb nicht vorhanden. Oder fehlende Standards und Schnittstellen bremsen Nutzer aus. „Die erforderliche ʻManpowerʼ ist schwer zu bekommen und stellt sich gerade für kleinere Unternehmen als Herausforderung dar“, sagt ein Studienteilnehmer. Was da dennoch helfen kann sind Partnerschaften. Sie liefern nicht nur das fehlende IoT-Know-how, sondern halten auch den Zeit- und Kostenaufwand für die technisch komplexe Umsetzung in Zaum. Mit der Telekom Deutschland haben Mittelständler solch einen starken Partner an der Hand, der KMU mit branchenspezifischen IoT-Lösungen und maßgeschneiderten Services innovative Geschäftsmodelle eröffnet.

Sie suchen Handlungsempfehlungen für den IoT-Einstieg oder die Umsetzung von IoT Lösungen? Lesen Sie mehr in der PAC-Studie.

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