Motivierte Mitarbeiter: eine Win-win-Situation

Ein Unternehmen ist immer nur so gut wie seine Mitarbeiter. Daraus resultiert: Je unmotivierter Ihre Mitarbeiter sind, desto geringer die Leistungsfähigkeit. Alles andere als förderlich für den Umsatz der Firma. Glückliche und motivierte Mitarbeiter sind also ganz in Ihrem wirtschaftlichen Interesse.

Extrinsische Motivation: Etwas tun, weil man es muss

Doch wie können sie Ihre Mitarbeiter aus einer Apathie holen? Fakt ist, nicht jeder Job macht Spaß. Hierzu etwas theoretisches Wissen: In der Fachliteratur unterscheidet man zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.

Die extrinsische Motivation wird von etwas Äußerem angeregt. Das legt bereits die Wortbedeutung nahe. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein mit vielen schweren Lasten bepackter Esel soll sich vorwärts bewegen. Schon eine Idee, wie man so ein mitunter störrisches Tier dazu animiert? Na klar, ein kleiner Leckerbissen vor der Nase bringt die Hufe wieder in Schwung. Übertragen Sie dieses Modell nun auf Ihr Unternehmen und stellen Sie Ihren Mitarbeitern eine Prämie oder Gehaltserhöhung in Aussicht, um Sie zu motivieren.

Zuckerbrot und Peitsche: Ein weiteres Instrument der extrinsischen Motivation ist zudem die drohende Bestrafung. Wenn Sie einem Mitarbeiter beispielsweise mit einer Abmahnung drohen, sollte er künftig nicht pünktlich bei der Arbeit erscheinen, motivieren Sie ihn extrinsisch.

Der Nachteil: Die extrinsische Motivation ist nur von kurzer Dauer. Sie verfliegt, sobald der gesteigerte Lohn auf dem Konto des Mitarbeiters eingegangen ist oder der Zwang nicht mehr ausgeübt wird.

Intrinsische Motivation: Etwas tun, weil man es will

Anders die intrinsische Motivation: Hier rührt die Triebkraft von innen her. Ihre Mitarbeiter benötigen keine äußeren Einflüsse, um eine Tätigkeit auszuüben – entweder weil sie Spaß daran haben, es als Herausforderung sehen oder die Handlung als sinnvoll wahrnehmen. Die Motivation bringt die Sache selbst.

Intrinsische Motivation fördern

Soweit so gut – doch wie können Sie Ihre Mitarbeiter zum autonomen Handeln führen? Das Merkmal der intrinsischen Motivation ist schließlich, dass der Mitarbeiter selbst handlungsmotiviert ist. Ihre Aufgabe ist es, für perfekte Rahmenbedingungen zu sorgen, damit sich Ihre Beschäftigten maximal entfalten können. Berücksichtigen Sie folgende Punkte, um die intrinsische Motivation unter Ihren Angestellten zu fördern:

  • Seien Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber authentisch. Klären Sie, welche Haltung Sie gegenüber Motivation besitzen. Nur wenn Sie selbst von der Wichtigkeit des selbstbestimmten Arbeitens überzeugt sind, werden Sie Erfolge erzielen.
  • Räumen Sie Ihren Beschäftigten die Freiheit ein, selbstbestimmend zu arbeiten. Nach den US-Psychologen Ryan und Deci hat zudem jeder Mensch das Bedürfnis nach sozialer Einbindung, Sicherheit und Kompetenz. Erfüllen Sie diese grundlegenden Wünsche, sind Ihre Mitarbeiter von sich aus motiviert.
  • Materielle Anreize hemmen die intrinsische Motivation. Geben Sie Ihren Mitarbeitern stattdessen konstruktive Feedbacks, um ihre Leistungen zu fördern.
  • Verdeutlichen Sie Ihren Mitarbeitern, inwiefern die konkreten Handlungsziele mit den Unternehmenszielen in Zusammenhang stehen. Auf diese Weise heben Sie den Stellenwert der Arbeit eines jeden einzelnen für das Unternehmen hervor.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Nur dann können Sie sie auf Dauer an das Unternehmen binden.

Extrinsische vs. intrinsische Motivation im Unternehmen

Jede Führungskraft wünscht sich für ihr Unternehmen intrinsisch getriebene Mitarbeiter. Diese Art der Motivation ist insbesondere wichtig in Bereichen, in welchen es um Kreativität und Mitdenken geht. Beschäftigte, die nur auf monetäre Anreize reagieren, sind in der Kreativbranche falsch. Der Fokus sollte nicht auf einer Belohnung liegen, sondern auf dem Werk, das geschaffen wird.

Es gibt jedoch Situationen, in welchen die extrinsische Motivation zur Mitarbeitermotivation sinnvoll sein kann. Müssen beispielsweise langweilige Routineaufgaben erledigt werden, die kaum geistige Betätigung verlangen – zum Beispiel Fließbandarbeit – steigert die Aussicht auf eine Belohnung die Motivation.

Weiterführende Links:

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