Investor Relations: Zeigen, was man hat

Investor Relations

Der Begriff Investor Relations (IR) beschreibt im Mittelstand die aktive Pflege der Beziehung zwischen dem Unternehmen und seinen tatsächlichen oder potenziellen Geld- und Auftraggebern sowie die transparente Kommunikation kreditrelevanter Daten.

Finanzkommunikation gewinnt für den Mittelstand zunehmend an Bedeutung und ist nun ein nicht zu unterschätzendes Instrument der Unternehmensfinanzierung.  Das unterstreicht eine aktuelle Befragung des Center for Research in Financial Communication unter 79 Verantwortlichen für Investor Relations und Finanzkommunikation in börsennotierten mittelständischen Unternehmen und Großkonzernen. In mehr als zwei Dritteln der Firmen hat sich Investor Relations als eigenständige Abteilung etabliert. Wer finanziell gut dasteht, will also auch etwas dafür tun, damit dies so wahrgenommen wird. 

Nicht nur die Bilanz spielt für Banken eine Rolle

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Haus- und Förderbanken sind nach wie vor elementare Kapitalgeber für KMU, vor allem in der derzeitigen Niedrigzinsphase. Für diese Geldinstitute zählt nicht nur der Blick auf die Bilanz eines Unternehmens, sondern auch andere Kennzahlen wie der Cashflow, die Eigenkapitalquote oder die Cash Conversion Rate (CCR) spielen bei der Kreditvergabe ebenso eine große Rolle.

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Aufgabe der Investor Relations ist es nun, diese Finanzinformationen und Kennziffern aufzubereiten und an die Banken weiterzuleiten. Denn nur eine klare und offene Informationspolitik sowie ein fundiertes und vollständiges Berichtswesen schafft das nötige gegenseitige Vertrauen, um dauerhaft mit den Banken zusammenarbeiten zu können.

Eine offene Finanzkommunikation kann zu schnelleren Einigungen mit Banken führen. Eine offene Finanzkommunikation kann zu schnelleren Einigungen mit Banken führen. (© 2018 Shutterstock / Jirapong Manustrong)

Finanzkommunikation auch für Geschäftspartner wichtig

Nicht nur Banken, auch andere Geschäftspartner wie Lieferanten, potenzielle Auftraggeber oder Versicherer wollen sichergehen, dass ein Unternehmen wirtschaftlich stabil ist. Dafür können sie sich Bonitätsbewertungen von Auskunfteien einholen. Für eine gute Bewertung ist am Ende zwar die Qualität der Zahlen ausschlaggebend – doch ob das Rating aufgrund mangelnder Informationen so defensiv wie möglich vorgenommen wird oder dank einer proaktiven, zielgerichteten und qualifizierten Finanzkommunikation vorteilhafter ausfällt, liegt oft in den Händen der Investor Relations.

Finanz-Auskunft über den Internetauftritt

Finanzkommunikation sollte im Zuge der Digitalisierung auch online stattfinden. So werden nicht nur Kreditinstitute, sondern auch Lieferanten und Kunden mit für sie interessanten Informationen versorgt. Unternehmen können beispielsweise auf dem firmeneigenen Internetauftritt unter einem Menüpunkt „Finanzkommunikation“ – unter Umständen passwortgeschützt – umfangreiche Informationen zur Verfügung zu stellen.

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Diese sollten über die im Handelsregister ersichtlichen Daten hinausgehen und mit Bonitätsnoten, Finanzkennzahlen oder dem Geschäftsbericht zum Herunterladen angereichert werden. Die Herausforderung dabei: Auch wenn das Unternehmen in eine Krise gerät, sollten die Daten fortlaufend publiziert werden. Aber genau diese Offenheit kann dann auch für sinkendes Vertrauen unter den Geschäftspartnern sorgen.

Offene Finanzkommunikation kann auch online stattfinden. Offene Finanzkommunikation kann auch online stattfinden. (© 2018 Shutterstock / everything possible)

Instrumente der Investor Relations

Wenn Unternehmen aktiv auf der Suche nach institutionellen oder privaten Investoren sind, spielen Investor Relations eine maßgebliche Rolle. Um in den Fokus dieser Geldgeber zu kommen, haben sich bestimmte Instrumente unter Mittelständlern etabliert. Investoren- bzw. Analystenkonferenzen sowie organisierte 1-on-1-Meetings auf Konferenzen sind laut einer aktuellen IR-Umfrage der Finanzberater von GBC die beliebtesten IR-Maßnahmen des deutschen börsennotierten Mittelstands. Auf den Plätzen folgen nationale Roadshows, Telefonkonferenzen sowie Webpräsentationen. Finanzielle Informationsverbreitung über soziale Kanäle wie Twitter & Co. wird erst von gut 20 Prozent aller befragten Unternehmen genutzt.