Unternehmen werden stetig digitaler
  • Laut Digitalisierungsindex 2017 haben 42 Prozent der Unternehmen das Thema Digitalisierung inzwischen fest in ihrer Geschäftsstrategie verankert. Ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr (27 Prozent).
  • Der durchschnittliche Digitalisierungsindex deutscher Unternehmen liegt bei 54 von 100 möglichen Punkten. Im Jahr zuvor waren es 52.
  • Auch die Beziehung zum Kunden wurde für deutsche Mittelständler digitaler. Hier lag der Digitalisierungsindex zuletzt bei 53 Punkten – ein Plus von zwei Punkten im Vergleich zum Vorjahr.
  • Besonders stark legte der Index im Bereich „IT- und Informationssicherheit und Datenschutz“ zu. Hier kletterte der Wert um drei auf jetzt 66 Punkte.

In der 14.500 Quadratmeter großen Halle im hessischen Reichelsheim herrscht geschäftiges Treiben: Fließbänder transportieren Bauteile, Gabelstapler wuseln durch Gänge zwischen den Hochregalen, Mitarbeiter verpacken Waren in Kartons. Die Firma Jäger Direkt produziert und versendet täglich Tausende von Elektronikkomponenten. Das Unternehmen ist schon lange sehr erfolgreich, doch im Vergleich zu früher arbeitet die Kommissionierung heute viermal schneller, die Prozesse in der Produktion wurden um 20 Prozent effizienter, und die Fehlerquote sank um 50 Prozent. Der Grund? Vollständige Vernetzung von Produktion, Warenwirtschaft und Distribution mithilfe von 190 WLAN-Access-Points in der Halle.

Es ist ein eindrucksvolles Beispiel, wie ein Unternehmen im Mittelstand dank Digitalisierung seinen Geschäftserfolg steigerte. Und kein Zufall, wie der Blick in die aktuelle, zweite Auflage des Digitalisierungsindex zeigt, für die Telekom und das Analystenhaus techconsult 2.000 Unternehmen aller Branchen befragt haben: Demnach werden deutsche Firmen im Mittelstand nicht nur zunehmend digital. Sie profitieren von ihrer Transformation auch unmittelbar wirtschaftlich – mit besserem Service und steigenden Umsätzen.

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Digitale Firmen sind zufriedener mit Absatz und Service

Es ist ein wichtiges Thema für die Wirtschaft, und die Ergebnisse sind deutlich: Unternehmen, die 2016 ihren Umsatz steigern konnten, hatten im Vergleich zu anderen auch in Sachen Digitalisierung einen Vorsprung: Sie schaffen einen Indexwert von durchschnittlich 57 von 100 erreichbaren Punkten; Unternehmen mit stagnierenden oder rückläufigen Umsätzen kommen hingegen nur auf durchschnittlich 47 Punkte.

So digitalisierten deutsche Unternehmen 2017
  • Open Telekom Cloud – 2016 gelauncht, 2017 gefragter denn je: Ob Server, Speicher oder Netzwerk – die Open Telekom Cloud bietet IT-Infrastruktur aus den zertifizierten deutschen Rechenzentren der Telekom und erfreute sich im vergangenen Jahr wachsender Beliebtheit bei Startups, Mittelständlern und Großkonzernen.
  • MagentaBusiness POS – wie gemacht für die Bedürfnisse von Gastronomen, Dienstleistern und Einzelhändlern, feierte das digitale Kassensystem mit kostenfreien Softwaremodulen auf der IFA 2017 in Berlin Premiere.
  • Office 365 – immer mehr Unternehmen nutzen Bürosoftware aus der Telekom Cloud. Kein Wunder: Mit Office 365 arbeiten sie jederzeit flexibel von überall aus und nutzen dabei stets die aktuellste Softwareversion der Office-Programme von Microsoft.
  • Salesforce – professionelles Kundenmanagement aus der Open Telekom Cloud wird ebenfalls immer beliebter: Mit Salesforce pflegen Unternehmen den Kontakt zu ihren bestehenden Kunden, finden schneller und zielgerichteter neue und steigern so ihren Umsatz.

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Besonders deutlich fällt der Unterschied in der Wirtschaft bei den sogenannten Digital Leadern aus: jenen Unternehmen also, die einen hohen Digitalisierungsindex von durchschnittlich 89 von möglichen 100 Punkten aufweisen. Weil sie „bereits frühzeitig konsequent in Digitalisierung investiert haben“, wie es in der Auswertung der Studie heißt. Darüber hinaus sind Digital Leader auch zufriedener mit der eigenen Entwicklung – egal, ob beim Blick auf Umsatz, Absatz, Produkt- und Servicequalität, Neukundengewinnung oder der Anzahl neuer Ideen.

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 „Digitale Dividende einfahren“

Schon einzelne digitale Maßnahmen machen sich für Mittelständler bezahlt – etwa Cloud-Computing: 75 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, konnten damit ihre Kosten optimieren und ihre internen Prozesse effizienter gestalten. 72 Prozent gelang es so zudem, ihre IT leistungsfähiger zu machen. Die Digitalisierung macht es möglich.

„Wer digitaler werden will, sollte schrittweise vorgehen. So werden Unternehmen ganz unabhängig von ihrer Größe oder Branche erfolgreicher. Die zweite Auflage des Digitalisierungsindex bestätigt das erneut“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer im Bereich Geschäftskunden der Telekom Deutschland. „Ich bin davon überzeugt, dass jedes Unternehmen seine Digitale Dividende einfahren kann.“

 

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