Strategie im Online-Marketing: Ohne Zahlen keine Einnahmen

KPI

Das Kürzel KPI steht für „Key Performance Indicator“ und bedeutet übersetzt so viel wie „Schlüssel-Leistungsindikator“. Es handelt sich dabei um verschiedene Messwerte, die über Tools ausgewertet werden. Sie zeigen an, ob eine Online-Marketing-Strategie zum gewünschten Erfolg führt oder nachgebessert werden muss.

Eine Content-Marketing-Strategie ist für das Online-Marketing unerlässlich. Nur so lassen sich genügend User auf die Webseite locken. Doch nicht jede ist für jede Plattform geeignet. Je vielseitiger die Strategie, desto schwieriger die Einschätzung ihres Erfolgs.

Sogenannte Key Performance Indicators (KPIs) zeigen, was genau für die jeweilige Seite funktioniert und was eher weggelassen werden kann. Dadurch können Kosten deutlich gesenkt und zusätzliche Gewinne generiert werden.

KPIs lassen sich ganz einfach messen und verraten genau, welche Unterseiten eventuell noch nachgebessert werden müssen und ob bestimmte Call-to-Action-Maßnahmen sinnvoll sind. Wie bei den meisten Dingen gilt auch hier: Die Kennzahlen nützen nur, wenn man sie miteinander ins Verhältnis setzt. Isoliert betrachtet ist ihre Aussagekraft gering.

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Die wichtigsten KPIs im Überblick:

1. Seitenaufrufe – Page Impressions

Die Seitenaufrufe beziehungsweise Page Impressions zeigen an, wie oft eine Webseite und ihre Unterseiten aufgerufen wurden. Dabei geht es zunächst nur um die Quantität. Diese Kennzahl dient erstmal nur als Orientierung und gilt vor allem für Banner- und Display-Werbung als Richtwert.

2. Verweildauer

Fast selbsterklärend verrät die Verweildauer, wie lange sich ein Nutzer auf einer Webseite aufgehalten hat. Dabei gilt: Je länger der User bleibt, desto besser. Dieser KPI misst bereits die Qualität der Seite. Es wird zwischen der Verweildauer der gesamten Webseite und der einzelner URLs unterschieden.

Wie viele Menschen kommen auf die Seite und wie lange bleiben sie? Wichtige KPIs im Online-Marketing. (© 2018 Shutterstock / Foxy burrow)

3. Absprungrate – Bounce Rate

In Kombination mit der Verweildauer spielt die Absprungrate – auch Bounce Rate genannt – eine wichtige Rolle. Sie gibt an, wie hoch der Anteil der Besucher ist, die nur eine einzige Seite aufrufen. Eine hohe Absprungrate kann ein Indiz dafür sein, dass der Nutzer nicht die Informationen findet, die er sich erhofft hatte, oder er allgemein nicht von dem Internetauftritt überzeugt war. Umgekehrt kennzeichnet ein niedriger Wert, dass der User sich intensiv mit dem Inhalt der Seite auseinandergesetzt hat.

Allerdings sollte bei der Betrachtung dieses Wertes auf die Art der Inhalte geachtet werden. Eine Infografik oder Bildergalerie kann alle Informationen enthalten, die der Nutzer sucht und trotzdem zu einer hohen Bounce Rate führen, weil die bildlichen Informationen schneller erfasst werden können als Text.

4. Klickrate – Click-Through-Rate (CTR)

Die CTR ist vor allem bei Aktionen, die einen Call-to-Action – also eine Handlungsaufforderung and die Nutzer – beinhalten, ein wichtiger KPI. Ist die Klickrate besonders hoch, heißt das, dass beispielsweise eine Werbe- oder Gewinnaktion besonders gut angekommen ist.

Aber Achtung: Wird eine hohe CTR in Kombination mit einer hohen Bounce Rate gemessen, kann das auf mögliche Fehlklicks hinweisen. User fühlten sich dann in die Irre geleitet oder eine Anzeige wurde aufgrund ihrer Positionierung auf der Seite versehentlich angeklickt.

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5. Konversionsrate – Conversion Rate

Die Konversionsrate ist eine der wichtigsten KPIs im Online-Marketing. Sie spiegelt den prozentualen Anteil der Nutzer wider, die eine definierte Aktion auch tatsächlich ausgeführt haben. Sie haben sich beispielsweise zu einem Newsletter angemeldet, einen Online-Einkauf getätigt oder ein E-Books heruntergeladen.

Dabei muss aber unbedingt auf das Verhältnis zwischen Conversion Rate und Page Impressions geachtet werden. Hat ein Prozent der User zum Beispiel ein E-Book heruntergeladen, dann sind das bei 10.000 Page Impressions immerhin 100, während zwei Prozent bei nur 100 Besuchern nur zwei Downloads bedeuten.