Knowledge Management: Buzz Word oder Strategie mit Substanz?

Knowledge Management ist kein inhaltsleeres Buzz Word für langweilige Meetings. Mit der Erschließung und Organisation von Wissen nutzen kleine und mittelständische Unternehmen eine ihrer wichtigsten Ressourcen. Das gibt Kraftstoff für die Überholspur, denn mit Wissensmanagement ...

  • steigern Sie Ihre Wettbewerbsfähigkeit,
  • sichern Sie sich wesentliches Know-how und
  • garantieren einen transparenten und raschen Informationsaustausch auf allen Ebenen.

Damit das Knowledge Management mit geringem Aufwand den größtmöglichen Nutzen erzielt, müssen Sie sich vor allem um die richtigen Informationsquellen kümmern …

Informationsquellen: Interne Ressourcen richtig nutzen

Aber welche Informationsquellen können Sie überhaupt ausschöpfen? Die Heinrich Heine Universität Düsseldorf hat in der Untersuchung Wissensmanagement und Informationsbedarfsanalyse in kleinen und mittleren Unternehmen die ausschlaggebenden Punkte zu Papier gebracht.

Die erste der wichtigsten Informationsquellen: Ihr Knowledge Management sollte interne Ressourcen nutzen. Erfolgreiches Wissensmanagement muss daher beispielsweise mit dem Debriefing schlummerndes Potenzial zutage fördern: also unbewusstes Wissen bewusst machen und verborgenes Wissen eines Einzelnen für viele Kollegen nutzbar machen. Übersetzt bedeutet der Begriff Debriefing so viel wie Nachbesprechung. Ganz konkret 'heben' Sie das implizite Wissen einer erfahrenen Fachkraft …

  • Damit klopfen Sie genau das Wissen ab, welches Ihr Experte noch nicht in Worte fassen kann.
  • Sie machen das stille, unbestimmte Know-how zu nachvollziehbarem, expliziten Wissen für jedermann.
  • Ein schöner Nebeneffekt: Sollte die Fachkraft einmal ausfallen, in Rente gehen oder den Job wechseln, behalten Sie einen Teil seines Spezialwissens in Ihrem Unternehmen.

Und wie zapfen Sie diese Quelle an?

  • Sie führen ein Interview mit dem Experten in Ihrem Team,
  • ermitteln sein stilles Wissen,
  • speichern es ab und
  • machen es anderen Beschäftigten zugänglich.

Noch mehr interne Informationsquellen: Communities of Practice und Wikis

Ganz ähnlich nutzen Sie Communities of Practice als eine der reichen Informationsquellen: Das sind eher lockere Mitarbeiter-Gebilde, bei denen sich die Mitglieder freiwillig austauschen. Rein organisatorisch stehen die Gemeinschaften zur Produktion von Wissen unterhalb von definitiv arrangierten Arbeitsgruppen.

Ganz ohne Organisation geht es aber nicht, auch bei den Communities of Practice muss es gutes
Knowledge Management geben. Wie das geht?

  • Schaffen Sie die Grundlage für einen regen Austausch zwischen Fachkräften.
  • Die Gruppen legen dadurch ungenutztes Wissen frei,
    es entstehen Synergien und
  • nützliches Wissen potenziert sich.

Diese Idee der lockeren Expertengruppen können Sie noch etwas weiter spinnen und eine zusätzliche effektive Informationsquelle schaffen. Das funktioniert durch Wikis. Jeder Mitarbeiter darf diese firmeninterne Enzyklopädie selbst befüllen …

  • Dadurch werden Beschäftigte proaktiv und kommunizieren ihr Wissen.
  • Die unterschiedlichen Autoren kontrollieren sich gegenseitig.
  • Erneut wird vorher ungenutztes Wissen kommunizierbar.

Informationsquellen: Welche externen können Sie nutzen?

Wenn Sie Ihre internen Informationsquellen erschlossen haben, richten Sie Ihr Augenmerk den externen zu. Wie das geht? Ihr Knowledge Management greift zum Beispiel auf das Wissen von …

  • Kunden
  • Lieferanten und
  • Teilhabern zurück.

Diese Erschließung und Verwaltung von Informationsquellen wird auch Customer Knowledge Management genannt und damit …

  • integrieren Sie alle relevanten Fakten, Daten und Erfahrungen von Personen und Gruppen außerhalb Ihres Unternehmens,
  • nutzen Sie dieses Wissen, um Ihr Unternehmen weiterzubringen und
  • erhöhen Sie gleichzeitig die Zufriedenheit von Kunden und Lieferanten – weil Sie gezielter auf Bedürfnisse reagieren können.

Das bleibt aber nicht die einzige der externen Informationsquellen, die Sie durch Ihr Wissensmanagement einträglich machen sollten. Es gibt Fachinformationsdienste, durch die Sie ...

  • branchenspezifisches Wissen abfragen,
  • tagesrelevante Infos recherchieren,
  • gezieltes Wissen zu spezifischen Themengebieten erfragen können.

Es gibt zwar unzählige Anbieter, vier wichtigste sind allerdings ...

Wissensmanagement: Wie machen es andere Unternehmen?

Erfolgreiches Wissensmanagement bleibt kein Katalog starrer Regeln, sondern lässt sich funktional in die Praxis übertragen. Die Würth Elektronik ICS macht vor, wie Knowledge Management gelingen kann. Im Interview mit dem Portal "Mittelstand Digital" erklärt Sven Wartenberg, stellvertretender Leiter des Projektmanagements von Würth-Elektronik ICS, welche Informationsquellen das Technologie-Unternehmen erschließt:

  • Ein Wiki dokumentiert wichtiges Wissen.
  • Regelmäßige Team-Besprechungen fördern den transparenten und raschen Informationsaustausch auf allen Ebenen.

Im Ratgeber Debriefing bei Übergabe: So sichern Sie Erfahrungswissen erfahren Sie mehr zum Thema Debriefing für kleine und mittelständische Unternehmen.

Weiterführende Links: