Herr Rickmann, Herr Spreitzer, mal ehrlich: Für Kölner ist Düsseldorf die verbotene Stadt und den Düsseldorfern schmeckt kein Kölsch. Warum heizen Sie die Rivalität der beiden Städte zusätzlich mit einem Digital Derby an?

Rickmann: Wir kommen mit friedlichen Absichten. Und mit einem Augenzwinkern …

Spreitzer: Genau. In Wahrheit ist das weltweit erste Digital Derby ein Event, bei dem das Rheinland in Summe gewinnt, denn wir demonstrieren ja dessen Transformationspower auch über die regionalen Grenzen hinaus. Aber so macht es halt einfach mehr Spaß.

Rickmann: Am unterhaltsamsten klappt das einfach mit einem spannenden Wettstreit. Als Norddeutscher und Wahl-Rheinländer bin ich dabei Düsseldorfs Pate und mein Kollege Spreitzer aus Stuttgart drückt Köln die Daumen.

Welche Stadt wird im Digital Derby die Nase vorn haben?

Rickmann: Grundsätzlich können wir festhalten: Köln und Düsseldorf stehen in Sachen Digitalisierung beide gut da. Ich finde es toll, dass beide Städte ein digitales Klima schaffen, um zukunftsfähig zu bleiben. In digitalen Städte-Rankings landen die beiden traditionell unter den ersten zehn. Wobei die Domstadt dabei in der Regel vor den Düsseldorfern liegt. Für Köln spricht außerdem, dass das Bundeswirtschaftsministerium die Stadt gerade als einen von sieben bundesweiten Digital Hubs ausgewählt hat. Und die Berater von PWC haben Köln sogar zur Siegerin im bundesweiten „Contest“ erkoren.

Warum brauchen wir dann überhaupt einen weiteren Wettstreit?

Spreitzer: Weil wir anders rangehen: Wir wollen das Ganze nicht zu akademisch angehen. Es geht bei der Digitalisierung weniger um Erkenntnisprobleme, sondern mehr um die Frage: Was bringt es mir wirklich und wie fange ich an? Deswegen wollen wir vor allem durch Vorreiter positive Beispiele und Impulse an andere Unternehmen geben und herausstellen, wie es um den digitalen Nachwuchs bestellt ist. Deshalb lassen wir einerseits je dreißig mittelständische Firmen und andererseits je fünf Schulen gegeneinander antreten. Spaß ist jedes Mal garantiert.

Was erwartet Teilnehmer und Zuschauer konkret?

Spreitzer: Bei unserem Wettstreit der Firmen und Schulen geht‘s nicht nur um die „digitalen Muskeln“, sondern auch um analoge Kraft. Hau den Lukas kennen Sie bestimmt. Gibt’s bei uns auch. Nur dass die Hammerschläge unserer Teilnehmer in ein digitales Signal übersetzt werden, was dann virtuell auf dem Colonius bzw. Rheinturm visualisiert wird.

Rickmann: Aber wir wollen nicht nur Muskeln spielen lassen. Der jeweilige Digitalisierungsgrad spielt bei den Unternehmen eine ebenso wichtige Rolle. Wir laden die Unternehmen ein, während der Bewerbungsphase Digitalisierungspunkte zu sammeln. Für die Derby-Wertung werden dann digitale Kompetenz und das Spielergebnis addiert.

Digital Derby. Einfach. Mitmachen

Machen Sie jetzt mit und kämpfen Sie für Ihre Stadt! Unternehmen und Schulen können sich vom 8. bis 17. Mai unter www.digitalderby.de bewerben. Unter den Bewerbern werden für jede Stadt jeweils 30 Unternehmen und fünf Schulen ausgelost, die ihre Städte vertreten. Die Firmen treten am 24. Mai gegeneinander an, die Schulen am 27. Mai. An beiden Tagen finden in beiden Städten große Events statt. Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen: Der Siegerstadt spendiert die Telekom den Glasfaserausbau von drei Gewerbegebieten. In der unterlegenen Stadt schließt der Konzern zwei Gewerbegebiete ans Glasfasernetz an. Unter den teilnehmenden Unternehmen der Gewinnerstadt haben zusätzlich drei Firmen das Glück, spezielle Digitalisierungsworkshops zu besuchen. Unter allen Bewerbern aus Köln und Düsseldorf verlost die Telekom 25 iPad Pro sowie 25 HotSpots pro Stadt. Auch Höchstpunktzahlen bei den Events lohnen sich: Dafür bekommen Schulen wie Betriebe einen HotSpot. Für die Schulen hat die Telekom ein 60.000 Euro-Digitalisierungspaket geschnürt. Alle zehn Schulen, die der Konzern für die Veranstaltung am 27. Mai auswählt, haben 1.000 Euro schon mal sicher. Auf die Schulen der Gewinnerstadt warten dann noch mal jeweils 10.000 Euro, die sie für Digitalisierungsmaßnahmen verwenden können.

Und warum das Ganze?

Spreitzer: Unser Motto heißt: „Digitalisierung.Einfach.Machen.“ Das bedeutet: Wer sich transformieren will, braucht keinen digitalen Masterplan. Sondern sollte einfach mit kleinen Schritten loslegen. Ganz unverkrampft – wie bei unserem Digital Derby.

Rickmann: Wir nehmen der Transformation die Schwere. Wir wissen, dass vielen Unternehmen die Zeit und das Know-how fehlen, um sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Das erste Digital Derby lenkt den Blick auf die vielen Betriebe, die längst von der Transformation profitieren und ihre digitale Dividende einfahren. Bei ihnen kann man den Nutzen sogar schon in den Bilanzen ablesen.

Spreitzer: Stimmt, manche haben im ersten Schritt ihren Absatz verbessert, indem sie z. B. durch einen eShop, SEO oder Social Media-Aktionen neue und mehr Kunden erreicht haben. Wieder andere kümmern sich zunächst um das Thema Sicherheit ihrer Daten.

Rickmann: Aber die Unternehmen brauchen für die Digitalisierung auch die nötigen Experten – heute schon und in Zukunft noch viel mehr. Hier sind die Schulen gefragt. Deshalb pumpt die Bundesregierung mit dem Digitalpakt bis 2021 fünf Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen. Wir sehen uns da auch in der Verantwortung, bieten den Schulen mit unserem Infrastrukturprojekt Telekom@School schon seit 2000 kostenlose Internetzugänge. Ganz klar, dass die Schulen auch bei unserem Derby mit von der Partie sind.

Da treten Sie mit dem Wettkampf ja ziemlich viel los.

Rickmann: Genau. Wir bringen die mittelständischen Unternehmen, Startups und Schulen in beiden Städten so richtig zum Leuchten.

Spreitzer: Das meinen wir ganz wörtlich. Wie erwähnt nutzen wir als Digitalanzeiger die beiden Funktürme, also den Colonius und den Rheinturm. Die internationale Künstlerkooperative Urbanscreen verwandelt die beiden Betonschäfte in eine große interaktive Video-Mapping-Fläche. Das sieht gigantisch aus.

Video-Mapping? Das müssen Sie erklären.

Rickmann: Jeder kennt die Gegensätze: Helau gegen Alaaf, Senf gegen 4711, Alt gegen Kölsch. Aber was verbindet die beiden Städte? Die Liebe zur Kunst. Das Video-Mapping finden wir für unseren Wettbewerb besonders interessant, weil hier die Kunst mit neuen Technologien spielt.

Spreitzer: Unser Digital Derby verwandelt die Türme in „Magenta-Hau-den-Lukas-Stangen“. Diese Illumination wird mit Sicherheit ein einzigartiges Erlebnis – für alle Rheinländer vor Ort. Und der Rest der Welt ist beim Online-Livestream mit dabei.

 

Hagen Rickmann ist Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland GmbH.

Thomas Spreitzer ist bei Telekom Deutschland verantwortlich für Vertrieb Kleine und Mittlere Unternehmen, Partnervertrieb und Marketing.