Ansagen aus der Chefetage lösen keine Konflikte

Wollen Sie Ihre Mitarbeiter und damit auch Ihr Unternehmen erfolgreich führen, sind klare Ansagen und Weisungen natürlich Gold wert. Treten im Team allerdings Konflikte auf, sind Eingriffe aus der Chefetage nicht unbedingt das Mittel der Wahl. Schließlich beschäftigen Sie für gewöhnlich mündige Mitarbeiter und keine ungezogenen Schulkinder. Darüber hinaus ist das autoritäre Einschreiten von oben mit Gefahren verbunden, die für weitere Unruhe sorgen. So könnten etwa ...

  • getroffene Absprachen durch Mitarbeiter missachtet und
  • der schwarze Peter beim Scheitern entsprechender Maßnahmen Ihnen zufallen.

Das Team bei Spannungen einbeziehen

Der weitaus bessere Weg ist, das gesamte Team in den Lösungsprozess einzubeziehen. Ermutigen Sie Mitarbeiter – zum Beispiel durch monatliche Teamtreffen – dazu, Konflikte offen zu kommunizieren. So beugen Sie möglichen Eskalationen vor und verhindern, dass Spannungen die Nerven Ihrer Angestellten dauerhaft strapazieren. Achten Sie dabei darauf, dass ...

  • alle Teammitglieder einbezogen werden und
  • jedes seine Meinung sagen kann.

Nur so beugen Sie neuem Konfliktpotenzial vor und verhindern, dass sich einzelne Mitarbeiter ausgeschlossen fühlen.

Lösen von Konflikten braucht Zeit

Konflikte lassen sich nicht im Hauruckverfahren aus der Welt schaffen.  Das sollte Ihnen klar ein. Planen  Sie also für sich selbst, Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen eine geraume Weile zur Befriedung ein. Denn ...

  • Zeit, die Sie kurzfristig investieren,
  • sparen Sie auf lange Sicht gesehen wieder ein.

Ungelöste Konflikte belasten nämlich nicht nur die Stimmung, sondern vor allem auch die Produktivität in Ihrem Team. Stellen Sie entsprechende Ressourcen zur Verfügung, tragen Sie Ihren Teil zu einer Lösung bei und bringen Sie Ihr Unternehmen wieder auf Kurs.

Hilfe von außen für einen frischen Blick

Werden Spannungen im Team und mit ausreichend Zeit besprochen, haben Sie die Weichen für eine erfolgreiche Lösung gestellt. Dennoch kann es natürlich passieren, dass Ihre Bemühungen nicht zum Ziel, sondern in eine Sackgasse führen. Das kommt vor allem dann vor, wenn ...

  • Konflikte persönlich werden,
  • unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander treffen oder
  • Unstimmigkeiten zwischen Führungsebene und Mitarbeitern bestehen.

In solchen Fällen könnte der Rat eines neutralen Dritten helfen. Ein frischer, unvoreingenommener Blick – zum Beispiel von einem Mediator – wirkt manchmal Wunder.

Kündigung als letzte Option

Führen all diese Maßnahmen nicht zu einer Lösung der Konflikte, stehen schwere Entscheidungen an. Die Kündigung eines oder mehrerer Mitarbeiter sollten Sie immer als letzte Option in Betracht ziehen. Ist die Situation jedoch zu verfahren, stellt Kündigung zuweilen den einzigen Ausweg dar. Dabei sollten Sie unbedingt, ...

  • alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben und im Falle eines Falles
  • Ihre Belegschaft über die Kündigung und deren Grund informieren.

Merke: Transparenz schafft Vertrauen.

Weiterführende Links: