Kreativität braucht seine Zeit

Gestresste Mitarbeiter, die auch noch Überstunden schieben, werden in puncto Kreativität kaum zu Höchstleistungen auflaufen. Verschaffen Sie Ihrer Belegschaft daher mehr Freiräume, damit sich die Ideen überhaupt erst entfalten können. Dann kommen geniale Einfälle vielleicht sogar auf dem Weg zur Toilette oder in der Arbeitspause. Wichtig: Legen Sie am besten einen regelmäßig stattfindenden Termin fest, zu dem sich Ihre Mannschaft versammelt, um Innovatives hervorzubringen.

Kreativität fördern – am besten im Team

Apropos Mannschaft: Geistesblitze können zwar auch jedem Einzelnen kommen, doch fällt es vielen leichter, Ideen im Team zu schmieden. Tipp: Je breiter die Truppe aufgestellt ist, desto zahlreicher die Ideen! Denn Mitarbeiter aus anderen Abteilungen blicken womöglich auf ein und dieselbe Sache aus einer anderen Perspektive. Auch durch kontroverse Diskussionen im interdisziplinären Team kann wertvoller Input generiert werden.

Mitarbeiter auf ein Themengebiet fokussieren

Natürlich sollten die kreativen Schöpfungen relevant für Ihr Unternehmen sein. Grenzen Sie daher am besten ein Themengebiet ein, auf das sich die Ideenfindungs-Truppe fokussiert. Bedenken Sie außerdem, dass sich manche Mitarbeiter durch die Anwesenheit von Vorgesetzten in Ihrem Kreativitätsfluss gehemmt fühlen könnten. Die Zusammensetzung der Teams sollte daher gut durchdacht sein.

Kreativitätstechnik: Die Walt Disney-Methode

Sind alle Voraussetzungen für eine gut geölte Ideenmaschinerie geschaffen, fehlt nur noch eines: na klar, die Ideen! Da diese bekanntlich nicht vom Himmel fallen, können Sie bestimmte Techniken anwenden, um die Kreativität Ihrer Mitarbeiter (und auch Ihre eigene) zu fördern. Darunter fällt beispielsweise die Walt-Disney-Methode. Die Technik basiert auf einem Rollenspiel, bei dem eine Gruppe oder eine einzelne Person eine Sache aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachten soll.

  • Der Träumer. Für den Träumer ist alles möglich. Er spinnt jede Art von Idee – wie unrealistisch sie auch erscheinen mag, denn in seiner Träumernische gibt es keine Grenzen. Die Teilnehmer können sich gegenseitig bei der Ideenfindung unterstützen und inspirieren.
  • Der Realist. Im nächsten Schritt schlüpfen die Mitarbeiter in die Rolle des Realisten. An dieser Stelle sollen die gesammelten Ideen aus einem rationalen Blickwinkel betrachtet werden. Lassen sich die Vorschläge umsetzen und wenn ja, wie?
  • Der Kritiker. Die letzte Station im Kreislauf übernimmt der Kritiker. Hier dreht sich alles um den Worst Case: Warum könnten die vorgeschlagenen Ideen scheitern? Und: Besteht eine Möglichkeit, das Risiko zu minimieren?

Für jede Rolle können Sie eine Mindmap-Software nutzen, um Ihre Ideen zusammenzutragen und zu visualisieren. Abschließend bewertet die Gruppe alle Ideen und bestimmt, welche wann und auf welche Weise umgesetzt werden könnten.

Weiterführende Links:

  • Gelangweilte Mitarbeiter, die mehr an die Decke starren als sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren, sind schlecht fürs Geschäft. Drei Tipps, wie Sie Ihre Beschäftigten motivieren, lesen Sie hier.
  • Vier Ideen für ein kreatives Büro: Fördern Sie die Kreativität Ihrer Mannschaft mit einer angenehmen Umgebung.