Phase 1: Vorbereitung

Um Rechtsstreit und Zank zu vermeiden, bereiten Sie die Kündigung am besten mit Ihrer Personal- oder Rechtsabteilung vor. Prüfen Sie alle Fakten, damit Sie keine juristischen Fehler machen, wenn Sie das Kündigungsgespräch führen. Legen Sie sich alle erforderlichen Dokumente zurecht (Personalakte, Sozialpläne, Betriebsvereinbarungen …) und untersuchen Sie die Handlungsspielräume hinsichtlich Freistellung, Urlaubsansprüchen und Abfindungen.

Phase 2: Gespräch eröffnen

Bleiben Sie freundlich, aber auch direkt und bestimmt. Bieten Sie der Person ein Getränk an und achten Sie bei der Gesprächsführung darauf, dass Sie schnell zur Sache kommen. Schließlich wollen Sie die betroffene Person entlassen und keine Nettigkeiten über die letzte Betriebsfeier austauschen.

Phase 3: Kündigung aussprechen

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Nennen Sie die betroffene Person bei der Gesprächsführung bei ihrem Namen und schrecken Sie nicht davor zurück, unangenehme Begriffe wie Trennung, Kündigung oder Entlassung zu verwenden. Dadurch versteht der Mitarbeiter auch, dass Ihre Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Lassen Sie die Macht der Stille einen Moment wirken und geben Sie dem Mitarbeiter Zeit sich zu sammeln.

Phase 4: Hintergründe erklären

Mitarbeiter fühlen sich bei Kündigungen häufig persönlich verletzt und vor dem Kopf gestoßen. Wenn der größte Schock überwunden ist, wollen sie die Gründe für die Entlassung wissen. Falls Sie die Person wegen schlechtem Verhalten oder persönlichen Fehltritten entlassen, sollten Sie auf dokumentierte Verwarnungen oder Abmahnungen verweisen.

Wenn Sie das Kündigungsgespräch führen, weil Ihr Unternehmen vor einer Sanierung oder Insolvenz steht, dann erläutern Sie die unternehmerischen Sachzwänge. Erklären Sie – falls vorhanden – den Sozialplan und bieten Sie die Unterstützung durch einen Outplacement-Berater an.

Phase 5: Gespräch beenden

Abschließend bieten Sie bei einer betriebsbedingten Kündigung Ihre Hilfe bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz an. Was die meisten Chefs viel zu oft vergessen, wenn Sie ein Kündigungsgespräch führen: Eine Trennung hinterlässt auch bei den "überlebenden" Mitarbeitern Spuren. Sie reagieren mit Angst und fragen sich, ob es sie auch bald trifft.

Vereinbaren Sie deshalb während der Gesprächsführung, wie der Betroffene seinen Abgang kommunizieren will. Fairness und Klarheit sind in diesem Zusammenhang wichtig, um Gerüchte in der Belegschaft zu vermeiden.

Weiterführende Links: