• "Einen Karriereweg erfolgreich zu begehen, ohne zugleich zu große Defizite in anderen Lebensbereichen akzeptieren zu müssen, erfordert es, stets authentisch zu bleiben und das Berufsvorhaben fest in seinem sozialen Umfeld verankert zu wissen",

so  Dr.-Ing Annette Arnold gegenüber dem Portal "Spitzenfrauen"Als Mitglied der Geschäftsführung der Arnold Verladesysteme bewegt sich die Ingenieurin nämlich in einem Berufsfeld, in dem sie dank ihrer Ausbildung authentisch bleiben kann. Darüber hinaus ist ihr Arbeitsfeld fest in ihrem sozialen Umfeld verankert: Familie Arnold scheint Hebe- und Fördertechnik im Blut zu haben - das Familienunternehmen mit etwa 20 Mitarbeitern existiert seit 1972.

  • "Das, was ich mache, mache ich mit ganzem Herzen und innerer Überzeugung",

so Sylvia Dommer-Kronberg, Geschäftsführerin und Inhaberin der Dommer Stuttgarter Fahnenfabrik GmbH. Das Unternehmen für textile Werbesysteme befindet sich seit 160 Jahren im Familienbesitz. Was 1852 als kleines Mützenfachgeschäft begann, hat sich mittlerweile zu einem erfolgreichen mittelständischen Unternehmen mit 50 Mitarbeitern entwickelt. Die Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben – von einer Frau an der Spitze.

  • "Netzwerken! Offen sein für Neues! Zu Fehlern stehen, aber nicht mit Fehlern stehenbleiben!"

Auch Dr. Andrea Dreusch schreibt Erfolgsgeschichte: 1996 gründete sie zusammen mit Andreas Dreusch die MicroMol GmbH, die in der mikro- und molekularbiologischen Auftragsforschung zuhause ist. Dabei bewiesen die beiden ihr gutes Gespür. Dank dem zu jener Zeit herrschenden Biotech-Hype, konnte sich das Unternehmen zu einem der führenden Player in der Auftragsforschung und -entwicklung mausern. Mittlerweile sind über 30 Mitarbeiter bei der MicroMol GmbH beschäftigt. Dr. Andrea Dreusch ist als geschäftsführende Gesellschafterin aktiv.

  • "Heute haben Frauen in unserer Gesellschaft zahlreiche Möglichkeiten, ihr Leben aktiv zu gestalten. Daher ist es von größter Wichtigkeit sich persönlich klar zu machen: 'Was will ich wirklich?' Dann lohnt es sich dafür zu arbeiten, um das eigene Wollen mit den passenden Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dafür wünsche ich Mut, wie auch Gelassenheit und Humor."

Mut, Gelassenheit und Humor hat mit Sicherheit auch Daniela Eberspächer-Roth aufbringen müssen, als sie begann, sich als geschäftsführende Gesellschafterin in der PROFILMETALL GmbH zu behaupten. Denn der Geschäftsbereich rund um Maschinen und Werkzeuge gehört nicht unbedingt zu den klassisch weiblichen - was noch lange nicht bedeutet, dass er nicht für Frauen geeignet ist, wie die diplomierte Betriebswirtin mit zusätzlichem Master-Abschluss beweist. 100 Mitarbeiter sind in ihrem Unternehmen angestellt, das 2013 den Deutschen Bildungspreis in der Kategorie "kleine und mittlere Unternehmen aus Gewerbe und Produktion" erhielt.

  • "Hören Sie nie auf zu lernen und sich weiterzubilden! Konzentrieren Sie sich auf Ihre Arbeit und scheuen Sie sich nicht, unwichtige Dinge abzugeben (auch im privaten Bereich). Knüpfen Sie Kontakte, bilden Sie Netzwerke! Nehmen Sie sich immer auch Zeit nur für sich selbst."

Mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance, Fingerspitzengefühl und dem Blick für das Essenzielle hat sich Heike Ebser seit 2004 als Geschäftsführerin im Familienunternehmen Hermann Ebser Werkzeugbau etabliert. Dabei ist die Diplom Ingenieurin immer auf dem Boden der Tatsachen geblieben: Laut einem Bericht der "Deutschen Handwerks Zeitung" bezeichnet Heike Ebser sich selbst als Mädchen für alles - obwohl sie als Geschäftsführerin natürlich die volle Verantwortung für Ihre Mitarbeiter trägt. Vorbildhaft.

  • "Ein Unternehmen zu führen bedeutet, Entscheidungen zu treffen und zu diesen zu stehen. Unternehmung kommt von 'unternehmen', das heißt stets selbst aktiv zu sein."

Die mittelständische Brauerei Gold Ochsen GmbH und ihre Tochtergesellschaft die Ulmer Getränke Vertrieb GmbH werden ebenfalls von einer Frau geführt: Geschäftsführerin und verantwortlich für Ulms flüssiges Gold ist seit 1991 die gelernte Bankkauffrau Ulrike Freund. Ihre ständige Bereitschaft zum Lernen, die sie gegenüber "Spitzenfrauen" äußert, hat sie dazu befähigt das Familienunternehmen mit etwa 200 Mitarbeitern zu übernehmen.

  • "Netzwerke bilden. Das haben die Männer den Frauen oft voraus - gute funktionierende Netzwerke. Wenn man in eine bestimmte Führungsregion kommen will, geht es fast nicht ohne Netzwerke."

Wie wichtig Vitamin B ist, hat Claudia Gläser, geschäftsführende Gesellschafterin der Gläser GmbH, erkannt. Aus diesem Grund empfiehlt sie Frauen, die in Führungspositionen aufsteigen wollen, zu netzwerken und das Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Offensichtlich hat sie sich selbst an ihre Ratschläge gehalten: Nach einer Ausbildung zur Industriemechanikerin studierte die Mutter von zwei Mädchen Maschinenbau. Mühe, die sich nun auszahlt: Mittlerweile ist sie für das Unternehmen im Bereich Maschinenbau mit etwa 40 bis 50 Mitarbeitern mitverantwortlich und kann das Unternehmen durch eine familienfreundliche Politik mitprägen.

  • "Es ist besonders wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und für die gesteckten Ziele zu kämpfen, Mein Tipp für künftige Spitzenfrauen: nicht zurückhaltend, sondern durchaus fordernd auftreten, die persönliche Qualifikation entsprechend darstellen, niemals das Geschlecht in den Vordergrund rücken."

Ihre eigenen Schwächen und Stärken kannte Angelika Zimmermann anscheinend genau, als sie sich für ein Maschinenbaustudium entschied. Immerhin ist sie mittlerweile Geschäftsführerin der ZIM Flugsitz GmbH. Hier ist sie neben Technik und Qualitätsmanagement auch für das Personal verantwortlich.

  • "Ich kann meine Visionen und Ideen zum Leben erwecken."

So äußert sich Gisela Tscharf, Geschäftsführerin der Königsteiner Agentur im Gespräch mit "yourfirm.de". Also hat sie offensichtlich ihren Traumberuf gefunden. Dabei führte der Weg der Mutter von drei Kindern zunächst über mehrere Stationen: Auf die Anstellung in der Buchhaltung folgten Positionen in der Kundenberatung und in der Umsetzung von IT- und Organisationsprojekten. Mittlerweile leitet sie das Unternehmen für Personalmarketing - ihr Durchhaltevermögen hat sich also bezahlt gemacht.

  •  "Was soll ich machen? Kopf in den Sand stecken? Nein, das geht nicht ..."

Den Kopf in den Sand gesteckt hat Alexandra Bongartz mit Sicherheit nicht. Dabei gab es auf dem mitunter steinigen Weg aus dem Angestelltenverhältnis zur Selbständigkeit das ein oder andere Karriereschlagloch, über das andere vielleicht gestolpert wären. Nicht so die Gründerin und Geschäftsführerin der Firma für 3D-Druck, Freeform4U. Denn ihr Ziel verlor die Unternehmerin zu keinem Zeitpunkt aus den Augen. Wie Alexandra Bongartz Ihr Unternehmen durch das Stellen der richtigen Weichen auf die Erfolgsspur führte, sehen Sie in unserem Video:

Weiterführende Links:

  • Eine Studie zum Schwerpunkt Frauenförderung, die in Zusammenarbeit des Personaldienstleisters Hays und dem Institut für Beschäftigung und Employability entstanden ist, finden Sie bei Hays.
  • Kurzportraits unser ersten acht und weiterer Frauen in Führungspositionen finden Sie auf "Spitzenfrauen".
  • Weitere Informationen zu Frauen in Führungspositionen erhalten Sie in unserem Ratgeber.