Keine Lust, Lebensmittel für das Wochenende im Ferienhaus einzukaufen? Kein Problem: In Zukunft können die Besucher des Marissa Ferienparks den Kühlschrank in ihrer Ferienwohnung per App befüllen lassen und diese Leistung digital bezahlen. Nicht der einzige digitale Service in der Ferienanlage im niedersächsischen Lembruch am Dümmer See: So müssen die Besucher sich schon bei der Ankunft nicht etwa an der Rezeption anstellen, sondern können mit ihrem Smartphone sofort die Tür zu ihrer Wohnung öffnen. Auch auf ihre Lieblingsserien und -filme müssen die Gäste während ihres Urlaubs nicht verzichten. Denn sie können ihr Streaming-Abo auf Smartphone oder Tablet direkt mit dem Fernseher in der Ferienunterkunft verbinden. Geht es nach dem Serienmarathon runter von der Couch, können sie über die Gäste-App Angebote wie einen Stand-up-Paddling-Kurs oder eine Massage buchen und bezahlen.

Auch interessant: Alb-Camping: Urlaubs-Oase punktet mit Gäste-WLAN

Stabiles Internet dank Digitalisierungspartner

So die Vorstellung der Ferienpark-Betreiber, wenn die Anlage Ende 2021 komplett fertig sein soll. Auf dem 180.000 Quadratmeter großen Areal werden seit Mitte 2018 Ferienwohnungen und -häuser, Restaurants, Poolhäuser und ein Konferenzzentrum gebaut. Bereits im Jahr 2016 suchten die Parkbetreiber ein Telekommunikationsunternehmen, das den Park mit einer leistungsstarken Internetleitung versorgen kann. Die Anforderung: Bis zu 3.000 Personen sollten gleichzeitig ohne Einschränkungen surfen und streamen können. Eine Herausforderung, denn 2016 gab es im Landkreis Diepholz noch keinen flächendeckenden Breitbandausbau. Als einziger Anbieter konnte die Telekom eine Glasfaserleitung mit Bandbreiten von 10 Gbit/s bereitstellen. „Eine stabile Internetverbindung ist für Gäste heute fast so wichtig wie fließendes Wasser und Elektrizität. Wir sind begeistert, wie schnell die Telekom eine entsprechende Leitung ermöglichen konnte“, sagt Susanne Rump, Leiterin Tourismus im Ferienpark. Seitdem ist die Telekom Digitalisierungspartner des Marissa Ferienparks und sucht passende Hard- und Software, kümmert sich um die Logistik und schlägt weitere Partner für IT-Projekte vor. Bei Fragen zu oder Problemen mit Partner-Lösungen wenden sich die Parkbetreiber stets direkt an ihren bekannten Ansprechpartner bei der Telekom.

Auch interessant: Hotel 4.0: Digitale Transformation bei Lindner

Durchgehend ausgebucht im Sommer 2020

Bis Ende 2021 soll der Bau mit insgesamt 480 Gebäuden beendet sein. Bereits im Sommer 2020 war die Ferienanlage mit 200 bezugsfertigen Gebäuden geöffnet. Ein optimaler Zeitpunkt für den Start. Denn im Zuge der weltweiten Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Abstandsregeln, waren laut einer Umfrage des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) im Sommer 2020 Ferienwohnungen und -häuser besonders beliebte Unterkünfte. Auch der Marissa Ferienpark war von Juni bis August 2020 fast durchgehend ausgebucht. Ein weiterer Grund für den großen Andrang im Sommer ist, dass sich der Park nicht nur als Ziel für den Jahresurlaub von Familien lohnt. Auch Paare und Besucher über 50 Jahre können den Park für Kurztrips besuchen. Denn die Anlage ist nur wenige Stunden von Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet, dem Rheinland, Hannover, Hamburg, Bremen und den Niederlanden entfernt.

Obwohl der Park noch nicht komplett fertiggestellt war, nutzten die Besucher bereits die schnelle und zuverlässige Internetverbindung auf dem gesamten Gelände sowie eine TV-Lösung, die die Telekom gemeinsam mit einem Partner entwickelt hat. „Unsere Gäste loben die schnelle Internetverbindung im Park, denn zuverlässiges Internet ist noch kein Standard in Ferienparks“, sagt Rump. In Zukunft wird auch 5G auf dem Parkgelände verfügbar sein. Aktuell testen die Parkbetreiber das Netz der Zukunft mit zwei 5G-Routern der Telekom.

Einige Gebäude des neu errichteten Ferienparks müssen noch fertiggestellt werden, die Glasfaserleitung mit Bandbreiten von 10 Gbit/s ist schon einsatzbereit. (© 2020 Wald & Welle GmbH)

Auch interessant: Hotel Caravelle: Digitalisierung von A bis Z

Kontaktloses Bezahlen und digitalisierte Nebenkosten

Der Ferienpark ist noch lange nicht am Ende seiner Digitalisierung angekommen: „Der Sommer 2020 hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch in Zukunft werden wir möglichst viele Prozesse digitalisieren“, sagt Rump. Beispielsweise bildeten sich Schlangen vor der Rezeption beim Check-In und -Out oder weil Gäste ihre Nebenkostenpauschale bezahlen wollten. Das soll im kommenden Jahr nicht mehr vorkommen. Aktuell arbeitet die Telekom gemeinsam mit einem Partner an einer Gäste-App, mit der Urlauber beispielsweise Kosten von der Rückenmassage bis zur Nebenkostenabrechnung kontaktlos bezahlen können. Außerdem digitalisieren sie den gesamten Prozess rund um die Nebenkostenabrechnung: Von der Datenerfassung bis zum kontaktlosen Bezahlen. „Von dieser Lösung erhoffen wir uns, die Pauschale für Strom, Wasser und Gas möglichst genau zu berechnen und Kosten zu sparen“, sagt Rump. In Zukunft messen Sensoren an den Zählern die Werte und senden diese an die Cloud of Things der Telekom. Diese leitet die Zahlen an das Hotelmanagement-System weiter, das die Daten auswertet. Zudem zeigen die Messwerte, wenn beispielsweise Heizung oder Sauna nach der Abreise nicht ausgeschaltet wurden. So können die Betreiber des Parks in Zukunft Stromfresser viel schneller erkennen.

DEUTSCHE TELEKOM UND DER MARISSA FERIENPARK

Die Aufgabe: Während der Planung des Ferienparks suchten die Betreiber einen Telekommunikationsanbieter, der eine stabile Internetleitung realisiert, mit der bis zu 3.000 Nutzer gleichzeitig problemlos streamen, surfen und digitale Services nutzen können.

Steckbrief

Name: Marissa GmbH

Gründung: 2017

Hauptsitz: Lembruch

Mitarbeiter: 50

Die Lösung: Als einziger Anbieter konnte die Telekom eine Glasfaserleitung mit Bandbreiten von 10 Gbit/s bereitstellen. Und dank ihrer digitalen Expertise sowie eines großen Partnernetzwerks zahlreiche weitere digitale Lösungen realisieren.

Die Vorteile: Die Telekom ist Digitalisierungspartner des Marissa Ferienparks und stellt nicht allein die schnelle Internetleitung bereit. Sie sucht auch passende Hard- und Software, kümmert sich um die Logistik und schlägt Partner für IT-Projekte vor. Wenn es mit einer Lösung Probleme gibt, wenden sich die Parkbetreiber stets an ihren Ansprechpartner bei der Telekom.