Mobile Ads: Werbung mit Zukunft

Werben auf mobilen Endgeräten wird immer wichtiger. Diesen  Trend untermauert auch eine Studie der Mediaagentur Zenith. Laut der Untersuchung übersteigt das globale Budget für Reklame via Internet 2017 die Marke von 200 Milliarden US-Dollar. Zudem, so eine weitere Zenith-Erhebung, laufen 75 Prozent des Online-Verkehrs über Smartphone, Tablet und Co. Mobile Ads haben also eine große Zukunft vor sich. Allerdings gilt das nicht für jedes Format. So hat die Coalition for Better Ads (CFBA) herausgefunden, dass einige Formate von Nutzern als besonders störend empfunden werden.

Die fünf nervigsten Formate im Mobile Advertising

  • Pop-up-Ads, die für einige Sekunden auf dem Bildschirm zu sehen sind und dann verschwinden.
  • Prestitial Ads, die sich auf die vom Nutzer gewünschte Internetseite legen, die gesamte Fläche eines Screens einnehmen und zum Teil aktiv weggeklickt werden müssen.
  • Große Ads, die viel Platz auf dem Bildschirm beanspruchen.
  • Animierte Formate, die mit grellen und/oder blinkenden Effekten auf sich aufmerksam machen.
  • Autoplay-Videos mit Ton, die unaufgefordert Werbeclips abspielen.

Weitere abschreckende Mobile Ads sind Postitial Ads mit Countdown, Full-Screen-Scrollover-Ads sowie große Sticky Ads. Von diesen Formen sollte im Mobile Advertising Abstand genommen werden. Doch wie machen es Werbetreibende richtig?

Mobile Ads müssen Mehrwert schaffen

Die wichtigste Regel: in erster Linie an die Bedürfnisse der Zielgruppe denken. Denn die wird sich nur dann für Mobile Advertising interessieren, wenn es ihr einen Mehrwert bietet. Und je größer dieser ist, desto eher rückt der „Nervfaktor“ von Bannern und anderen Formaten in den Hintergrund. Die Werbung auf mobilen Geräten muss also anregend und nützlich für die Rezipienten sein. Gleichzeitig sollte sie auf möglichst vielen Kanälen ausgespielt werden: nicht nur auf der Internetpräsenz eines Unternehmens, sondern auch über dessen Aktivitäten in den sozialen Netzwerken. Einige strategische Tipps zum Thema Mobile Marketing stehen in unserem Ratgeber.

Mobile Ads: Worauf Unternehmen achten sollten Mobile Ads sind ein wichtiger Teil im Marketing-Mix. (© 2017 Shutterstock / Gonzalo Aragon)

Von der inhaltlichen Aufstellung abgesehen, spielen auch noch andere Faktoren für Unternehmen eine Rolle. So ist es sinnvoll, Mobile Ads in den Marketing-Mix einzubinden. Nur mit einem durchdachten und konsequent umgesetzten Gesamtkonzept lässt sich Vertrauen in der Zielgruppe gewinnen und damit langfristig Erfolg erzielen.

Der „Wolf im Schafspelz“: Native Advertising

Ein Schlüsselwort lautet hier Native Advertising oder kurz: Native Ads. Diese Art der (mobilen) Werbung passt sich in ihrer Anmutung der Webseite an, auf der sie platziert ist. So stört sie nicht deren Gesamteindruck und wird von Werbeblockern oft nicht erkannt. Zudem sollte der Inhalt dem Umfeld der Seite angepasst sein. Das heißt, er muss die Neugier der Zielgruppe wecken – obwohl er als Mobile Advertising gekennzeichnet ist, beispielsweise durch Hinweise wie „Sponsored Post“ oder schlicht „Anzeige“. Aber durch die optische Anlehnung an die jeweilige Webseite und auf den Nutzer zugeschnittenen Content verdient die Native Ad sich einen Vertrauensvorschuss. Mehr dazu gibt es im DM-Ratgeber „Native Advertising“.

Mobile Ads: Worauf Unternehmen achten sollten Mobile Advertising ist dann ideal, wenn die Anzeigen nicht stören, sondern die Neugier der Nutzer wecken. (© 2017 Shutterstock / weedezign)

Checkliste: Darauf kommt es bei Mobile Ads an

  • Formate, die die Nutzer stören, sind zu vermeiden.
  • Mobile Ads vermitteln im besten Fall einen Mehrwert für die Zielgruppe.
  • Sie müssen in den Marketing-Mix eines Unternehmen integriert sein.
  • Ein positives Beispiel für Mobile Advertising sind Native Ads.