Das Auswanderermuseum BallinStadt im Hamburger Stadtteil Veddel – und damit direkt im Hafengebiet der Hansestadt gelegen – erinnert an all jene Menschen, die bis 1939 mit der Hamburg-Amerika-Linie gen Westen aufbrachen. Viele Museumsbesucher treiben hier Familienforschung und spüren den Schicksalen ihrer Verwandten nach. Problem: „Manchmal setzen sich gleichzeitig so viele Menschen an unsere Computerterminals, dass das mit unserer bisherigen Netzanbindung eng wird“, sagt Volker Reimers, Geschäftsführender Gesellschafter des Museums. Auch die Muttergesellschaft des Museums, die leisureworkgroup GmbH, die Ausstellungskonzepte für Museen in aller Welt entwickelt, stößt immer wieder an Grenzen. Reimers: „Wenn wir Präsentationen und Druckgrafiken verschicken wollen, dann brauchen wir dafür einfach hohe Bandbreiten.“

Aber Volker Reimers kann geholfen werden. Die Telekom verpasst der digitalen Transformation mittelständischer Unternehmen mit dem forcierten Glasfaserausbau in Gewerbegebieten gerade einen deutlichen Schub. Mit der Initiative „Vollgas für Vollglas“ versorgt der Konzern bis 2022 3000 Gewerbegebiete in ganz Deutschland mit hohen Bandbreiten. Das Glasfaserangebot reicht vom 100 MBit/s-Geschäftskundenanschluss bis hin zum symmetrischen 1 GBit/s-Anschluss.

Wettbewerbsposition der Unternehmen stärken

Die Vorteile von „Vollgas für Vollglas“

 

Bis 2022 will die Telekom 3.000 Gewerbegebiete in ganz Deutschland an ihr Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen.

Was die Unternehmen erwartet:

  • Schnelles Netz mit bis zu 1 GBit/s im Up- und Download
  • Durchgehende Glasfaserinfrastruktur bis ins Unternehmen
  • Bandbreiten nach Wahl – verschiedene Startangebote inklusive kompletter Verkabelung
  • Interne Verkabelung auf Ethernet-/IP-Basis

 

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Und die Hansestadt ist natürlich mit dabei. Hier startet der „Vollgas für Vollglas“ zunächst im Hafengebiet durch. Beim offiziellen Spatenstich, zu dem die Telekom in das Museum BallinStadt geladen hatte, versprach Telekom-Vorstand und Deutschland-Chef Dirk Wössner: „Wir treiben den Ausbau mit einer hochwertigen digitalen Infrastruktur, und die Unternehmen im Hamburger Hafen haben uns gezeigt, dass sie diese Infrastruktur wollen.“ Deshalb freue sich sein Unternehmen, ihnen Glasfaseranschlüsse in bester Qualität anbieten zu können. Der Hamburger Hafen sei als Tor zur Welt ein besonderer Ort mit großer Tradition und vielen erfolgreichen Unternehmern. „Ihre Position wollen wir stärken, gerade im Hinblick auf die Herausforderungen der Zukunft!“

Fast 1000 hier ansässige Betriebe können damit hohe Bandbreiten bis zu 1 Gbit/s nutzen. Die Telekom bindet die Unternehmensstandorte direkt an ihr Glasfasernetz an, verlegt dafür mehr als 80 Kilometer Glasfaserkabel und stellt 28 Netzverteiler auf. Die Unternehmen, die sich früh für einen Anschluss an das Glasfaser-Netz der Telekom in den Hamburger Gewerbegebieten entschieden haben, schließt der Konzern ohne zusätzliche Kosten an. Auch in drei weiteren Gewerbegebieten außerhalb des Hafens rücken demnächst die Bagger der Tiefbaufirmen an; fünf weitere Hamburger Standorte befinden sich in der Vorvermarktung.

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Digital-Bilanz des Hafens

„Hamburg nimmt unter den Ländern schon jetzt eine führende Rolle bei der Versorgung mit digitalen Infrastrukturen ein“, sagte Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Hansestadt. Glasfaser sei für die „Hauptstadt des schnellen Internets“ keine Vision mehr, sondern Realität. Beim weiteren Ausbau, seien die „Gewerbegebiete und der Hafen von besonderer Bedeutung, damit Hamburg ein hochmoderner und der Zukunft zugewandter Wirtschafts- und Industriestandort bleibt.“ Denn die Mittelständler der Hansestadt setzen auf die Cloud, auf Big Data oder das Internet der Dinge und brauchen daher breitbandige Anschlüsse, mit denen sie bei der digitalen Transformation Tempo machen können.

Weiterführende Links

Schon jetzt ist Hamburg in Sachen Digitalisierung gut unterwegs: Jens Meier, CEO Hamburg Port Authority, steuert den Hamburger Hafen längst in Richtung Digitalisierung. Alle Lkw- und Containerbewegungen auf dem Hafengelände können er und seine Experten mit der SmartPORT-Lösung überwachen, und der Hafen testet gerade den neuen Kommunikationsstandard 5G. „Der Megatrend Digitalisierung bietet enorme Chancen und Entwicklungspotenziale für den Hamburger Hafen“, ist Hafenchef Jens Meier überzeugt. Schnelle und sichere Datenverbindungen ermöglichten den Betrieben, die Potenziale in vollem Umfang zu nutzen. „Vom Ausbau des hochmodernen Glasfasernetzes profitiert dann der gesamte Hafen“, so Meier. Den digitalen Aufbruchgeist in ihrer Stadt spüren selbst die Autofahrer: Die „Park and Joy“-App der Telekom zeigt ihnen freie Parkplätze in der City an.

An diesem Nachmittag herrschte kein Zweifel: Glasfaser ist für Hafen wie Stadt selbst die Basisinfrastruktur – und für eine erfolgreiche Zukunft fast so wichtig wie die Elbe selbst.

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Drei Fragen an Hagen Rickmann

„Für die Digitalisierung des Mittelstands verantwortlich“

Für ihre digitale Transformation brauchen Unternehmen ein schnelles Netz, sagt Telekom Manager Hagen Rickmann.

Warum konzentriert sich die Telekom auf den Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten?

Hagen Rickmann: Dort haben sich einfach die meisten Betriebe angesiedelt, daher ist der Bedarf an hohen Bandbreiten und einem verlässlichen und sicheren Netz besonders groß. Denn der Mittelstand richtet sich gerade neu aus und digitalisiert seine erfolgreichen Geschäftsmodelle. Da sehen wir uns in der Verantwortung. Mit unserer „Vollgas für Vollglas“-Initiative docken wir die Unternehmen mit Fiber-To-The-Home – also Glasfaser bis zur Anschlussdose im Büro – direkt ans Glasfasernetz an. Bis 2022 stecken wir bundesweit mehr als zwei Milliarden Euro in den Glasfaserausbau Ausbau von Gewerbegebieten. und verlegen mehr als 40.000 Kilometer Leitung. Wie jetzt auch in Hamburg, wo wir uns – im Gegensatz zum Wettbewerb vor Ort – nicht an unseren Worten, sondern an unseren Taten messen lassen wollen.

Wie wählen Sie die Gewerbegebiete aus?

Hagen Rickmann: Hamburg ist für uns überall: Wir bauen im Norden, Süden, Osten und Westen, in der Stadt und auf dem Land aus. Insgesamt werden wir 3.000 Gewerbegebiete ans schnelle Glasfasernetz anbinden. Unsere Glasfaserinitiative für Gewerbegebiete hat schon die dritte Welle erreicht. Damit befinden sich derzeit 115 Gewerbegebiete in der Vorvermarktung. Sobald sich 30 Prozent der ansässigen Betriebe für die schnelle Glasfaser entscheiden, legen wir los. Unsere erste Bilanz: In 75 Gewerbegebieten ist die Vorvermarktung bereits abgeschlossen – mit einer Erfolgsquote von 69 Prozent.

Wird der Mittelstand die digitalen Chancen nutzen, die ihm ein schnelles Netz bieten?

Hagen Rickmann: Auf jeden Fall. Die Unternehmen digitalisieren sich längst, hat unser Digitalisierungsindex Mittelstand herausgefunden. Die Studie hat sogar einen direkten Zusammenhang zwischen Digitalisierungsgrad und Geschäftserfolg ermittelt. Heißt: Digitalisierung lohnt sich und zahlt sich in Form einer Digitalen Dividende aus. Die Unternehmen machen mehr Umsatz, gewinnen neue Kunden, arbeiten profitabler. Sie wissen, dass sie von Cloud-Lösungen und Big-Data-Analysen, von Künstlicher Intelligenz und maschineller Vernetzung profitieren. Mit „Vollgas für Vollglas“ sorgen wir dafür, dass die Netzinfrastruktur zu ihren Digitalisierungsvorhaben passt. Denn ein schnelles, verlässliches und sicheres Netz ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil – für Betriebe und Städte gleichermaßen.

Hagen Rickmann ist Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland