Eilig nähert sich der Mitarbeiter mit Tasche, Laptop und Kaffeetasse dem geschlossenen Eingangsbereich. Jetzt den Schlüssel herauskramen, nach der Chipkarte suchen oder den Code eintippen? Zur Authentifizierung ist nichts dergleichen nötig: Die Schranken öffnen sich kontaktlos. Möglich macht das die digitale Zutrittskontrolle SEAMLESSme. Türöffner ist eine auf dem Smartphone des Mitarbeiters installierte App, die seine Identität an die Sensoren am Eingang übermittelt. Als zusätzlicher Sicherheitsfaktor lässt sich eine Ganganalyse ergänzen: Hierbei erfasst die App die einzigartigen, nicht manipulierbaren Bewegungen des Nutzers. Eine Lösung, die künftig auch fürs Online-Banking oder den Check-In am Flughafen denkbar ist.

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Verbindung zwischen Forschung und Wirtschaft

Die intelligente Zutrittslösung ist das jüngste Produkt des Start-ups neXenio. Der Name leitet sich ab vom Wort „nexus“, lateinisch für „Verbindung“. Ziel des 2015 aus dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) heraus gegründeten Unternehmens ist es, die Lücke zwischen Forschung und Wirtschaft zu schließen und gemeinsam mit Partnern wie SAP oder der Bundesdruckerei marktreife Produkte zu entwickeln. „Unser Fokus liegt auf dem Security-by-Design-Prinzip: hochsichere IT-Lösungen, die den Umgang mit sensiblen Daten sowie die virtuelle Zusammenarbeit erleichtern,“ sagt Gründer und CEO Patrick Hennig, der wie Mitgründer und CTO Philipp Berger bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter am HPI im Bereich Datenschutz und Datensicherheit tätig war.

Geschäftsideen ausdrücklich erwünscht

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam bietet seinen Studierenden ein gebührenfreies und praxisnahes Informatikstudium. Zum Studienangebot zählen der deutschlandweit einzigartige Studiengang „IT-Systems Engineering" und die neuen Masterstudiengänge „Digital Health", „Data Engineering" und „Cybersecurity". Das HPI ermutigt seine Studenten ausdrücklich, eigene Geschäftsideen zu entwickeln. Hierzu bietet der Studiengang IT-Systems Engineering Angebote im Bereich Entrepreneurship.

Von der Haftnotiz in die Cloud

Auch die anderen Lösungen von neXenio kommen dort zum Einsatz, wo sensible Daten im Spiel sind. Das erste Produkt, welches das Start-up auf den Markt brachte, ist neXboard, ein digitales Whiteboard für die Zusammenarbeit in der Cloud. Es ermöglicht, analog erstellte Skizzen und Schaubilder via Internet zu teilen – ideal für Teams, die mit agilen Arbeitsmethoden und an unterschiedlichen Standorten arbeiten. Höchste Sicherheitsstandards und Hosting in der deutschen Cloud machen neXboard zu einer DSGVO-konformen Lösung, optimal für Berufsgeheimnisträger wie zum Beispiel Anwaltskanzleien. Arbeitsergebnisse abfotografieren und hochladen – schon entsteht auf dem neXboard eine neue digitale Arbeitsumgebung.

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Dateien als verschlüsselte Puzzleteile versenden

Gemeinsam mit der Bundesdruckerei hat neXenio ein weiteres Produkt entwickelt: die Cloud-Storage-Lösung Bdrive. Mit ihr können Unternehmen Daten DSGVO-konform teilen, speichern und synchronisieren sowie in einer sicheren Umgebung zusammenarbeiten. Dateien befinden sich dabei nicht auf einem einzigen Server, sondern werden fragmentiert auf mehrere verteilt. Im Netz sind die einzelnen verschlüsselten Puzzleteile wertlos, erst beim richtigen Adressaten setzen sich die Dokumente wieder zusammen. Der Nutzer bekommt davon nichts mit, die Lösung funktioniert mit wenigen Klicks.

Telekom: Partner für hochsichere Produkte

Als Unternehmen, das für „Security by Design“ steht, ist neXenio auf einen Digitalisierungspartner angewiesen, der Nutzern seiner Produkte eine sichere IT-Landschaft bietet. Seit der Entwicklung von Bdrive arbeitet das Start-up mit der Telekom zusammen. „Kunden wissen es zu schätzen, dass wir unsere Lösungen in der Open Telekom Cloud (OTC) in deutschen Rechenzentren hosten,“ sagt Philipp Berger. „Wenn wir den Namen Telekom nennen, gibt es zum Thema Datenschutz und -sicherheit in der Regel keine weiteren Fragen.“

Räumlich getrennt, in der Cloud vereint - das neXboard ermöglicht es analog erstellte Skizzen via Internet zu teilen (© 2020 )

Lösungen fürs wachsende Geschäft

Auch in anderen Geschäftsbereichen setzt neXenio auf die Expertise der Telekom. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren schnell gewachsen, heute arbeiten 65 Mitarbeiter am Unternehmenssitz am Berliner Gendarmenmarkt, Tendenz steigend. Um den Bedarf an Software flexibel skalieren zu können, beziehen die Gründer Microsoft Office- und Salesforce-Lizenzen über die Telekom. „Auf Empfehlung unserer Ansprechpartner nutzen wir die Marketing Cloud von Salesforce. Damit können wir Customer Journeys optimal planen und haben für jeden Kanal immer die richtige Botschaft parat“, sagt Philipp Berger. Bei Office riet die Telekom zur Nutzung der E-Mail-Archivierung: So ist das Unternehmen optimal vor Datenverlust geschützt. „Wir haben mit der Telekom einen Partner, der uns bei unserer Unternehmensentwicklung rundum begleitet,“ sagt Berger. Das Start-up nutzt neben Mobilfunkverträgen auch die Cloud-Telefonanlage Cloud PBX: So sind alle Mitarbeiter überall erreichbar – und können das Business weiter vorantreiben. Die Zeichen für Wachstum stehen gut: Allein der Umsatz von neXboard hat sich in den letzten Monaten verdreifacht.

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DEUTSCHE TELEKOM UND NEXENIO

Die Aufgabe: neXenio bringt in Kooperation mit Partnern wie dem HPI, SAP oder der Bundesdruckerei hochsichere Produkte für den Arbeitsplatz der Zukunft auf den Markt. Ob digitales Whiteboard, Cloud-Storage-Lösung oder kontaktlose Zutrittskontrolle – für den Betrieb benötigen die Gründer eine DSGVO-konforme Cloud-Lösung.

Steckbrief

Name: neXenio GmbH

Gründung: 2015

Hauptsitz: Berlin

Mitarbeiter: 65

Die Lösung: Das Start-up bietet seinen Kunden „Security by Design“. Dazu gehört es auch, die Lösungen in einer sicheren IT-Landschaft zu hosten. neXenio setzt dafür auf die Open Telekom Cloud (OTC). Zudem bezieht das Unternehmen über die Telekom Microsoft Office- und Salesforce- Lizenzen, Cloud PBX, Mobilfunk sowie Hardware.

Die Vorteile: Mit der Telekom haben die Gründer einen Technologiepartner, der sie bei ihrer Unternehmensentwicklung begleitet und von dem sie alles aus einer Hand beziehen. Als Teilnehmer des TechBoost-Programms profitierte neXenio sowohl vom OTC-Startguthaben als auch vom Kundennetzwerk der Telekom.