Morgens am Frühstückstisch, auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn oder nach Feierabend auf der Couch: Noch vor wenigen Jahren gehörte die klassische Tageszeitung für viele zum Alltag. Schaut man sich heute in Bus oder Bahn um, findet man kaum noch Pendler oder Bahnreisende, die in gedruckten Medien blättern – stattdessen schauen Mitfahrer auf ihre Smartphones und empfangen aktuelle Nachrichten in Echtzeit.

Das veränderte Nutzerverhalten und neue, digitale Medien zwingen Zeitungsverlage, ihr klassisches und viele Jahrzehnte erfolgreiches Geschäft mit gedruckten Tageszeitungen und Zeitschriften zu transformieren. Der Grund: Immer mehr Menschen verzichten auf die Nutzung gedruckter Medien, ziehen digitale Medien vor. Laut Branchenbericht des Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) betrug die verkaufte Gesamtauflage deutscher Tageszeitungen im Jahr 2019 nur noch rund 13,5 Millionen Exemplare und hat sich damit im Vergleich zu 1991 mehr als halbiert. Das schlägt sich auch im Umsatz nieder: Bis zum Jahr 2023 prognostiziert das Beratungsunternehmen PwC einen Umsatzrückgang um mehr als drei Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro. Aus diesen Gründen investieren viele Verlagshäuser mittlerweile in digitale Angebote und neue Geschäftsfelder. So auch die Nordkurier Mediengruppe aus Neubrandenburg.

Vom Zeitungsverlag zum Medienhaus

Steckbrief

Name: Nordkurier Mediengruppe GmbH & Co. KG
Gründung: 1952 als Tageszeitung „Freie Erde“
Hauptsitz: Neubrandenburg
Mitarbeiter: 1600
Jahresumsatz: ca. 50-100 Mio. Euro

Als Herausgeber der Tageszeitungen Nordkurier und Uckermark Kurier mit einer Auflage von mehr als 60.000 Exemplaren ist die Nordkurier Mediengruppe das größte Medienunternehmen im Nordosten Deutschlands. Doch wie viele andere regionalen Zeitungsverlage kämpft auch Nordkurier mit sinkenden Auflagen, rückläufigen Abo-Zahlen und einem schrumpfenden Print-Anzeigengeschäft. „Wir gehen davon aus, dass die Druckauflagen und Werbeeinnahmen weiter sinken. Deshalb bauen wir unsere digitalen Angebote kontinuierlich aus“, sagt Jérôme Lavrut, Geschäftsführer der Nordkurier Mediengruppe. „Doch das allein reicht nicht, um zukunftsfähig zu bleiben. Daher investieren wir vermehrt in neue Geschäftsbereiche.“

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Neben ihrem Kerngeschäft bietet Nordkurier Kunden seit geraumer Zeit digitale Angebote wie das Onlineportal Nordkurier.de, e-Commerce-Dienstleistungen, Postprocessing für Film und Fernsehen, Agenturleistungensowie Veranstaltung von Erlebnis- und Pauschalreisen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen in den Regionen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Pakete und Briefe zu und betreibt erfolgreich ein Fulfillment-Zentrum in Berlin unter der Marke www.good-stock.de.

Die Nordkurier Mediengruppe ist das größte Medienunternehmen im Nordosten Deutschlands. Die Nordkurier Mediengruppe ist das größte Medienunternehmen im Nordosten Deutschlands. (© Nordkurier Mediengruppe )

Mit der Open Telekom Cloud Administrationsaufwände minimieren

Gute Gründe für die Open Telekom Cloud

Höchste Sicherheit: Bereitgestellt aus Rechenzentren in Deutschland, erfüllt die Open Telekom Cloud höchste Standards an Datenschutz und ist mehrfach durch unabhängige Institute zertifiziert.

Maximale Flexibilität: Entwickelt auf dem offenen Standard OpenStack, ermöglicht eine einfache und skalierbare Integration von IT-Projekten und Infrastrukturen in die Open Telekom Cloud.

Persönlicher Support: Kompetente Berater mit hoher Fachexpertise und Produktkenntnissen stehen Kunden als feste Ansprechpartner zur Verfügung.

Der erfolgreiche Einstieg in neue Geschäftsfelder und das digitale Angebot brachten das hausinterne Rechenzentrum allerdings zunehmend an seine Grenzen. Das Einspielen neuer Releases war oft kompliziert und zeitaufwendig. Nicht selten griff das Unternehmen auf externe IT-Dienstleister zurück, um Termine einhalten zu können. Und auch interne Prozesse wie Urlaubsanträge und Kostenfreigaben wurden unstrukturiert in Papierform oder per Mail abgewickelt. Daher suchte das Unternehmen nach passenden IT-Anwendungen, um Prozesse zu digitalisieren. Im Zuge dessen plante das Unternehmen, darüber hinaus eine flexibel skalierbare Infrastruktur aus der Cloud für den Betrieb dieser Anwendungen und zur Modernisierung der eigenen IT einzuführen. Wichtige Anforderungen an die gesuchte Cloud-Lösung: Datensicherheit und Datenschutz sowie offene Standards, um Abhängigkeiten von Produkten und Dienstleistungen einzelner Anbieter zu vermeiden. Fündig wurde der Medienkonzern bei der Telekom, mit der das Unternehmen schon lange zusammenarbeitet. Seit 2018 setzt Nordkurier nun die Open Telekom Cloud ein, eine flexibel skalierbare und kostengünstige Infrastructure-as-a-Service-Lösung (IaaS) auf Basis der Software-Architektur OpenStack. Die Cloud-Lösung wird aus mehrfach zertifizierten und hochsicheren Rechenzentren in Sachsen-Anhalt bereitgestellt und bietet ein hohes Maß an Datenschutz und Datensicherheit.

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Alle Webseiten stellt die Mediengruppe mittlerweile über die Open Telekom Cloud bereit, und auch die ersten Apps laufen in der Public Cloud. Eine dieser Apps kommt beispielsweise im Fulfillment zum Einsatz. Kunden können mithilfe der App die einzelnen Prozessschritte wie Lagerbestand, Versandstatus und Retourenabwicklung in Echtzeit verfolgen. Für Kunden ein echter Mehrwert, für den sie auch zu zahlen bereit sind.

Beim Online-Nachrichtenportal Nordkurier zeigten sich zuletzt deutlich die Vorteile der Open Telekom Cloud: In der Coronakrise informierten sich mehr Menschen online über die aktuelle Entwicklung. Unter Einbezug dieses Zeitraums hat sich die Reichweite des Portals innerhalb der letzten zwei Jahre verzehnfacht. Diesen hohen Zuwachs konnte das Unternehmen dank skalierbarer Ressourcen ohne lastbedingte Einschränkungen verkraften. Der Autoscaling-Dienst der Open Telekom Cloud gleicht die stark schwankende Serverauslastung aus, indem er benötigte Serverkapazitäten flexibel hinzu- und wieder abschalten kann. Dazu verteilt der den Servern vorgeschaltete Elastic Load Balancer (ELB) die Anfragen so, dass kein Server überlastet wird. Aktive Ressourcen und die Auslastung lassen sich einfach über das Dashboard des Monitoring-Dienstes Cloud Eye (CES) einsehen.

Prozesse automatisieren

Um langfristig effektiver in der Cloud zu arbeiten, setzt die Nordkurier Gruppe zudem auf das Container-Orchestrierungs-System Kubernetes. Technisch unterstützt werden sie dabei von der Cloud Container Engine (CCE), die dabei hilft, Cloud-Container bereitzustellen und unkompliziert zu skalieren. Zuvor ausgelagerte Dienstleistungen führt Nordkurier nun selbst durch und spart so knapp 40 Prozent seiner externen Dienstleistungskosten ein.

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Langfristig möchte die Mediengruppe mit möglichst vielen Services in die Cloud gehen und Prozesse weitgehend automatisieren. Aus diesem Grund nutzt das Unternehmen Microsoft 365 für die interne Kommunikation ebenso wie für die Digitalisierung ehemals papierbasierter Aufgaben wie Kostenfreigaben und Urlaubsanträge. Der nächste Schritt: Gemeinsam mit der Telekom plant Nordkurier die gesamte Telefonie vom klassischen Festnetz bis zum Mobilfunk in Microsoft Teams zu integrieren.

DEUTSCHE TELEKOM UND NORDKURIER MEDIENGRUPPE GMBH

Die Aufgabe: Weil das hausinterne Rechenzentrum für digitale Angebote und neue Geschäftsfelder zu unflexibel und teuer ist, suchte die Nordkurier Mediengruppe nach flexibel skalierbaren IT-Ressourcen aus der Cloud. Neben Datensicherheit und DSVGO-Konformität waren offene Standards wichtige Anforderungen.

Die Lösung: Seit 2018 setzt die Nordkurier Mediengruppe auf die Open Telekom Cloud. Diese basiert auf OpenStack und wird aus mehrfach zertifizierten, hochsicheren Rechenzentren in Deutschland bereitgestellt.

Die Vorteile: Mit der Open Telekom Cloud kann die Nordkurier Mediengruppe neue Releases per Knopfdruck ausrollen und mobile Applikationen intern entwickeln. Auf diese Weise spart das Unternehmen rund 40 Prozent externer IT-Dienstleistungskosten. Auch lastbedingte Einschränkungen gehören dank flexibler Skalierbarkeit der Vergangenheit an.