Richtiges Onboarding ist wichtig für die Mitarbeiterbindung

Bewerbungsprozesse sind nicht selten langwierig - und mit allen entsprechenden Kosten verbunden. Die Freude über den Neuankömmling ist daher groß. Um so erstaunlicher aber, dass Arbeitgeber häufig zu wenig Zeit investierenMitarbeiter richtig in Arbeitsprozesse einzuführen:

  • Denn geht der Start schief, sinkt die Motivation des Neulings.
  • Erfüllen sich seine Erwartungen nicht, sieht er sich womöglich schon nach einem anderen Job um.

Im Übrigen kostet Sie die fehlgeschlagene Neubesetzung Geld, denn ...

  • Ihnen kommt eine potenziell wertvolle Arbeitskraft abhanden.
  • Sie müssen den Posten neu besetzen und abermals jemanden einarbeiten.

Damit beide Seiten glücklich werden, ist ein strukturiertes Onboarding – sprich, ein gelungenes 'an-Bord-holen' des Mitarbeiters – wichtig.

Dos and Dont's bei der Mitarbeitereinführung

Oftmals machen Chefs ähnliche Fehler, dabei handelt es sich um folgende Fauxpas:

  • Fehlende Vorbereitung. Keiner der Kollegen begrüßt den Neuen, niemand weiß so recht, was er zu tun hat und ein Arbeitsplatz ist noch nicht existent – ein herzliches Willkommen sieht anders aus. Damit die Anfangsphase nicht gleich zur innerlichen Endphase für den Mitarbeiter wird, sollten Sie auf die kleinen Dinge Wert legen: Informieren Sie die Belegschaft über den Neuankömmling, räumen Sie ihm einen Schreibtisch frei und richten Sie ihm einen E-Mail-Account ein. Ein kleines Willkommensgeschenk muss nicht sein, steigert jedoch sicherlich das Wohlfühlgefühl des neuen Kollegen.
  • Falsch gesteckte Erwartungen. Wenn die Vorstellungen des neuen Angestellten deutlich von Ihren abweichen, startet das Beschäftigungsverhältnis mit bitterem Beigeschmack. Deshalb sollten Sie bereits im Vorstellungsgespräch klar machen, was der Aspirant von dem Job zu erwarten hat und herausfinden, was er von seinem Job erwartet.  Halten Sie nach der Einstellung zeitnah ein Erwartungsgespräch, in dem Sie die konkreten Tätigkeiten des neuen Mitarbeiters darlegen, Ihren Leistungsanspruch klar machen sowie Kommunikationskanäle definieren.
  • Fehlende Führungskraft. Delegieren Sie die Verantwortung nicht an x-beliebige Kollegen. Für ein erfolgreiches Onboarding werden die direkten Vorgesetzten aktiv . Fehlt die Führungskraft bereits am ersten Tag, wird indirekt die Botschaft vermittelt 'die Ankunft des Neuankömmlings ist nicht von großer Bedeutung'.

Checkliste zur Mitarbeitereinführung

Damit Sie alles richtig machen, benötigen Sie einen Fahrplan für eine gelungene Mitarbeitereinführung. Arbeiten Sie am besten eine allgemeine Dokumentation aus, die jedem neuen Mitarbeiter dabei hilft, sich selbst in das neue Unternehmen einzulesen. Das Schriftstück sollte beispielsweise über ...

  • Das Geschäftsmodell,
  • Kundenbeziehungen und
  • Unternehmensziele informieren.

In Ihren Fahrplan gehört zudem eine To-do-Liste mit festen DeadlinesLegen Sie fest, was vor der Ankunft des neuen Beschäftigten erledigt werden muss.

Zu guter Letzt sollten Sie einen Einarbeitungsplan erstellen. Auch dieser muss bereits vor dem ersten Tag des Neulings vorliegen und folgende Überlegungen enthalten:

  • Welche Aufgaben soll der Mitarbeiter wann übernehmen?
  • Wann sollten Feedbackgespräche angesetzt werden, um die Effektivität des Plans zu kontrollieren und diesen gegebenenfalls anzupassen?
  • Wen können Sie dem neuen Kollegen als Pate oder Mentor zur Seite stellen, um die fachliche und soziale Eingliederung zu erleichtern?

Haben Sie diese Punkte geklärt, gelingt das Onboarding mit Leichtigkeit.

Weiterführende Links: