Im Dauerfeuer der Online-Umfragen

Eigentlich sind Online-Umfrage eine gute Idee. Sie lassen sich massenweise ausspielen und erreichen viele Menschen. Nur haben die keine Lust mehr, Auskünfte zu geben, weil neugierige Marketer den Bogen überspannt haben. Die US-Marktforscher von QSample erwähnen in einer Infografik, dass nur zwei Prozent der Zielpersonen an einer Erhebung per Internet teilnehmen. Allein der Software-Anbieter Mindshare Technologies würde 60 Millionen Umfragen pro Jahr abfeuern. Das sind 175.000 am Tag. Wie also machen Sie angesichts dieser Schwemme den Nutzern Ihre Online-Umfragen schmackhaft?

1. Tipp: Was wollen Sie wissen?

Bevor Sie Online-Umfragen starten, müssen Sie sich klar machen, was Sie mit den Antworten anfangen möchten. Zum Beispiel:

  • Geht es um reines Kundenfeedback, mit dem Sie Kritik zu Ihrem Angebot einholen wollen?
  • Soll die Erhebung zeigen, mit welchen Geräten die Nutzer darauf reagieren?
  • Sollen abtrünnige Kunden auf diesem Weg zurückgewonnen werden?

Solche Fragen stehen immer am Anfang einer Kampagne. Und natürlich die nach der gewünschten Zielgruppe. Für die müssen Sie die richtigen Kanäle und die geeignete Ansprache finden. Sonst werden Sie kaum erfolgreich sein.

2. Tipp: Formulieren Sie verständlich

In welchem Stil Sie nachfragen, hängt von der Zielgruppe ab. Schicken Sie Ihre Online-Umfragen an ein Fachpublikum, punkten Sie mit branchenüblichen Begriffen und Formulierungen. Genau die sollten Sie vermeiden, wenn Sie sich an "normale" Personen wenden. Die verstehen oft nicht, was für Sie als Spezialist geläufig ist. Wählen Sie in solchen Fällen eine einfache und präzise Sprache. Sind potenzielle Teilnehmer von Ihren Online-Umfragen irritiert, verlieren sie nämlich schnell die Lust daran.

3. Tipp: Bleiben Sie eindeutig

Verkneifen Sie sich zwei Fragen in einer. Was heißt das? Jede Frage muss für sich stehen und auch so beantwortet werden können. Negativ-Beispiele: "Finden Sie unsere blauen Kugeln besser oder unsere roten?" oder "Sind Sie mit unserem Service zufrieden und mit unserem Newsletter?" Wie soll das jemand im Rahmen von Online-Umfragen beantworten? Splitten Sie also die Fragen auf und machen Sie aus einer zwei.

4. Tipp: Nehmen Sie keinen Einfluss

Ihre Zielpersonen merken es, wenn sie zu einer bestimmten Antwort gedrängt werden sollen. Suggestivfragen führen zu Misstrauen und sind mithin kontraproduktiv. Negativ-Beispiel: "Finden Sie auch, dass ..." Damit werden Sie nur wenige Antworten erhalten, weil die Nutzer schnell den Braten riechen.

5. Tipp: Geben Sie Anreize

Die Zielpersonen müssen Zeit investieren, wenn sie sich für Sie mit demoskopischen Untersuchungen beschäftigen. Warum sollten sie das tun? Wohl kaum aus reiner Nächstenliebe heraus. Bieten Sie ihnen also eine Belohnung an. Am besten – so profan das auch klingen mag – motiviert eine Geldprämie. Können oder wollen Sie sich das nicht leisten, locken Sie mit einem kleinen Produktpräsent aus Ihrer Palette. Oder überlegen Sie sich eine Aktion für Ihre Social-Media-Kanäle. Damit können Sie die Antwortrate um 10 bis 15 Prozent steigern. Doch bedenken Sie: Belohnungen, die Sie unmittelbar gewähren, sind effektiver als lediglich in Aussicht gestellte.

6. Tipp: Denken Sie an Mobile

Immer mehr Menschen sind mit Mobile Devices im Internet unterwegs. Gestalten Sie die Umfragen daher so, dass sie auch auf Smartphones und Tablets gut funktionieren.

7. Machen Sie den Test

Haben Sie Ihren Frage-und-Antwort-Katalog beisammen, lassen Sie ihn von Kollegen begutachten. Die decken womöglich inhaltliche Schwachstellen auf und finden unverständliche Passagen oder logische Fehler. Sie können ihn auch Familienmitgliedern oder Freunden vorlegen. Hauptsache Sie erhalten ein Feedback sowie konstruktive Kritik.

Weiterführende Links:

  • Wissen Sie, wie Ihr typischer Kunde aussieht? Oder Ihr Idealkunde? Das sollten Sie, wenn Ihr Marketing effizienter werden soll. Mit sogenannten Buyer-Personas lernen Sie Ihre Klientel besser kennen.
  • Mit Newslettern können Sie Interessenten zu Kunden machen und letztlich die Bekanntheit Ihres Unternehmens steigern. Leider macht der Spamfilter vieler E-Mail-Anbieter Ihrem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung – ärgerlich. Damit Ihnen das nicht mehr passiert, zeigen wir Wege, wie Sie den Spamfilter umgehen.