Um Verständnis werben: Nutzer erziehen

Ohne Werbung kein Geld und ohne Geld keine Webseite. So einfach sind die Gesetze im Online-Marketing. Versuchen Sie dies auch dem User bestimmt, aber höflich zu vermitteln. Selbst, wenn der Internet-User den Adblocker installiert hat, so kann er Werbung von ausgewählten Internetseiten trotzdem zulassen. Bei AdblockPlus ist es ferner möglich, in den "Einstellungen" den Haken bei "Einige nicht aufdringliche Werbung zulassen" zu setzen. Als akzeptable Online-Werbung gelten für die Software Anzeigen, ...

  • die den Lesefluss auf der Seite nicht negativ beeinträchtigen,
  • die anderen Inhalt nicht verdecken und
  • die als solche gekennzeichnet und klar von redaktionellen Beiträgen unterscheidbar sind.

Knallhart: Nutzer blockieren

Eine drastische Maßnahme, die Sie nur im Notfall ergreifen sollten. Denn wer Nutzern mit Werbeblockern den Zugriff zur Seite verweigert, geht ein hohes Risiko ein: Im besten Fall deinstalliert der User das Add-On und besucht weiterhin Ihre Seite. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass Adblock-Nutzer Ihrer Homepage verärgert den Rücken kehren und Sie empfindliche Traffic-Einbußen erleiden. Ein kluger Kompromiss: User, die Online-Werbung blockieren, bekommen Ihre Webseite nur in abgespeckter Form zu Gesicht. ProSieben zeigte Adblock-Nutzern seine Videos beispielsweise nur noch mit einer schlechteren Qualität.

Adblocker umgehen: Auf technische Lösungen vertrauen

Werbeblocker suchen auf Webseiten nach bestimmten Schlagworten wie "ads" oder "Anzeige". Wenn Sie solche Keywords vermeiden, steigt die Wahrscheinlichkeit, nicht geblockt zu werden. Es gibt eine vollständige Liste mit den unheilvollen Keywords. Ebenso ist es ratsam, auf Standardgrößen für Werbebanner zu verzichten. Ändern Sie die Maße leicht ab, um den Adblocker zu umgehen. Wem das zu kompliziert ist, der kann auch einen Experten beauftragen. Dienstleister wie AdDefend oder Veeseo versprechen, Blockern ein Schnippchen zu schlagen und Online-Werbung verlässlich auszuspielen. Die entblockte Werbefläche wird mit Bilddateien gefüllt, deren Dateinamen per­manent geän­dert werden. Man darf gespannt sein, wie sich das technische Wettrüsten zwischen Adblockern und Adblock-Blockern weiterentwickeln wird.

Adblocker umgehen: Auf andere Werbeformate setzen

Eines lässt sich nur schwer leugnen: Wenn der Nutzer einen Adblocker einsetzt, dann war ihm die bisherige Online-Werbung zu nervig, zu aufdringlich oder schlicht zu uninteressant. Findige Marketingstrategen setzen daher auf die Kraft von Content Marketing. Die Idee dahinter: Der User wird in Texten und Videobeiträgen mit hochwertigen und nützlichen Inhalten versorgt. Die Werbebotschaften werden dabei subtil eingebaut oder kommen wie beim Native Advertising über die Hintertür zum User. Oder Sie lassen Kunden und Fans die Online-Werbung gleich selbst erstellen. Das mag im ersten Moment abwegig klingen. Aber wer das Konzept von User Generated Content richtig anwendet, macht seine Nutzer selbst zu Werbebotschaftern.

Weiterführende Links:

  • Adblocker umgehen: Wie große Medienunternehmen die Werbekiller austricksen, hat "Meedia" recherchiert.
  • Print oder Online? Das sind Deutschlands Werbekönige.