Operativer Einkauf: Darum geht es

Der Herr im Warenstrom sein: Das gelingt nur durch cleveres Management im operativen Einkauf. Im Mittelpunkt steht dabei die optimale Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen beim Lieferanten. Zunächst müssen Unternehmer im strategischen Einkauf Verträge, Preise und Lieferzeiten aushandeln. Im nächsten Schritt wird dann die Bestellung durchgeführt. Und das passiert im Zeitalter der Digitalisierung immer häufiger online. Der entsprechende Fachbegriff dafür heißt E-Procurement.

Die Vorteile für die elektronische Beschaffung der Güter und Dienstleistungen sind unbestritten:

  • Mit der richtige Software sind alle Bestellungen lückenlos nachvollziehbar.
  • Der operative Einkauf geht schneller von der Hand, da Beschaffungen automatisiert werden.
  • Ressourcenplanung, Buchhaltung und Rechnungswesen lassen sich mit Software-Lösungen bequem miteinander verbinden.
  • Bestandskosten und Produktkosten sinken im besten Fall erheblich.

Operativer Einkauf: Nachholbedarf für KMU

Der Bundesverband  für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) hat in einer Studie untersucht, inwieweit E-Procurement bei deutschen Unternehmen schon angekommen ist. Zentrales Ergebnis: Rund 75 Prozent der Firmen nutzen für die Bestellung von Waren elektronische Kataloge. Vor allem bei Großunternehmen gehört die internetbasierte Beschaffung beim Lieferanten längst zum Arbeitsalltag.

Einige Mittelständler sind jedoch skeptisch. Jedes fünfte KMU meint, elektronische Kataloge seien nicht für die eigene Firma relevant. Besonders interessant: Je kleiner der Betrieb, desto kritischer ist die Haltung gegenüber E-Procurement. Keine großen Unterschiede gibt es hingegen bei den Branchen: Elektronische Kataloge sind für Dienstleister und Industrieunternehmen gleichermaßen wichtig.

Die Unternehmer, die per Web ordern, sind damit zufrieden. Knapp 80 Prozent der Befragten schätzen den Reifegrad des Katalog-Systems als hoch ein und sehen nur Raum für punktuelle Verbesserungen.

Weitere Möglichkeiten für die Digitalisierung des operativen Verkaufs sind ...

  • IT-gestützte Ausschreibungen und Einkaufsauktionen sowie
  • internetbasiertes Lieferantenmanagement (E-SRM).

Operativer Einkauf: Software-Lösungen für den Mittelstand

Geld und Personal sind bei mittelständischen Unternehmen begrenzt. Um so wichtiger ist es, bei der Einführung von Procurement-Software, auf die richtigen Lösungen zu setzen. Zur Auswahl stehen unter anderem die Produkte von ...

  • IBMEmptoris Strategic Supply Management V 10 verspricht, die Ausgaben beim Einkauf transparent darzustellen. Auch Verträge und Lieferanteninformationen lassen sich mit der Software leicht kontrollieren.
  • Ariba. Diese Supplier-Management-Software bietet einen guten Überblick über alle Handels- und Lieferantenpartnerschaften. Mittelständler können  mit dem Tool auch neue Lieferquellen problemlos erschließen und in das bestehende System einbinden.

Weiterführende Links: