1. Talentwunder

Talentwunder will Personalern aufwändiges Stöbern in zahlreichen Karriere- und Job-Plattformen ersparen. Es erlaubt ihnen die Suche in mehr als 50 Netzwerken mit rund 1,6 Milliarden Profilen. Das ist eine ganze Menge. Um darin die Auswahl zu schärfen, haben die Berliner Filter entwickelt, die auf Big-Data-Analysen basieren. Damit soll unter anderem die konkrete Fahndung nach wechsel- und umzugsbereiten Kandidaten möglich sein, die selbst noch gar nicht den Wunsch nach einer neuen Stelle in Umlauf gebracht haben. Die Suche lässt sich auch auf einen gewünschten geografischen Umkreis eingrenzen.

Das Recruiting-Tool gibt es in zwei Versionen. Eine heißt "Flex-Sourcing". Neben dem Zugriff auf die verschiedenen Netzwerke bietet sie eine unbegrenzte Suche (mit booleschen Operatoren) sowie unlimitierte Kandidatenprofile. Sie kostet 399 Euro monatlich. Die "Clever-Sourcing"-Variante hat einen identischen Leistungsumfang. Einziger Unterschied: Wer für sie einmal im Jahr 3.900 Euro bezahlt, bekommt einen Preisvorteil von 18,5 Prozent. Umgerechnet auf einen Monat ergibt das jeweils 325 Euro.

2. Recruit'em

Auch diese Software-Lösung für Recruiter greift auf mehrere Quellen zurück. Genauer gesagt sind es folgende Netzwerke:

  • LinkedIn: Anzeige von mehr als 100 Ergebnissen, Suche nach Ausbildung und Arbeitgebern, keine Registrierung notwendig, kostenlos
  • Google Plus: Auswahl unter 350 Millionen Nutzern, Suche nach Position, Arbeitgeber und Standort, keine Registrierung notwendig, kostenlos
  • Github: Suche nach Fähigkeiten oder Position, Auswahl unter mehr als 800.000 Kandidaten, Kontaktaufnahme per E-Mail, keine Registrierung notwendig, kostenlos
  • Xing: Zugriff auf 1,4 Millionen User, Suche nach Position, Arbeitgeber und Standort, keine Registrierung notwendig, kostenlos
  • Stack Overflow: Suche mittels booleschen Operatoren, Fähigkeiten oder Position, Reputationsfilter, Zugriff auf komplette Profile, keine Registrierung notwendig, kostenlos
  • Twitter: Pool von mehr als 500.000 Kandidaten, Suche nach Position und Arbeitgeber, Kontaktaufnahme per Follows, Retweets und DMing, keine Registrierung notwendig, kostenlos

Recruit'em klappert auf Wunsch bis zu 115 Länder nach möglichen neuen Mitarbeitern ab. Das Recruiting-Tool ist englischsprachig.

3. Talentbin

"Die internationale IT-Experten und Webdesigner-Suchmaschine" verlässt sich auf die Datenbank des Karrierenetzwerks Monster – nach eigenen Angaben die größte ihrer Art mit passiven Kandidaten. Suchen können Sie auch hier über boolesche Verknüpfungen. Konkret verspricht Talentbin, 300 Millionen Profile aus mehr als 100 Websites, Blogs oder Foren zu durchforsten. Daraus werden personenbezogene Informationen aus sozialen Medien und Netzwerken gewonnen. Das Recruiting-Tool unterstützt seine Nutzer beispielsweise mit verschiedenen Funktionen, um die Kandidaten zu verwalten, und es erlaubt abteilungsübergreifendes Arbeiten.

Dieser Service kostet pro Jahr und Nutzer 5.745 Euro. Das entspricht einem Monatsbeitrag von 479 Euro. Das sind allerdings Zirka-Angaben. Wer genau wissen will, was ihn Talentbin kostet, der muss sich mit dem Vertrieb in Verbindung setzen. Zum Kennenlernen gibt es von dem Recruiting-Tool eine kostenlose Testversion sowie auf Wunsch eine Produktvorführung.

4. Talentry

Dieses Recruiting-Tool geht einen anderen Weg. Es setzt nämlich auf Mitarbeiterempfehlungen. Das bedeutet, dass die Social-Recruiting-Software Ihre Belegschaft über Vakanzen in Ihrem Unternehmen informiert. Ihre Untergebenen können dann die offenen Stellen über ihre jeweiligen sozialen Netzwerke weiterverbreiten. Dafür empfiehlt ihnen Talentry auf Wunsch, welche ihrer Kontakte sich für eine Neubesetzung anbieten. Die Empfehlungen lassen sich per LinkedIn, Facebook, Twitter, Xing, WhatsApp oder E-Mail posten beziehungsweise verschicken. Das HR-Tool funktioniert mit Desktop-PCs ebenso wie mit Mobile Devices.

Der Service ist skalierbar. Er eignet sich somit für kleine und große Unternehmen. HR-Abteilungen verspricht es viele automatisierte Funktionen, die ihnen die Personalsuche erleichtern. Durchschnittlich sollen sich pro Mitarbeiter 342 aktiv und passiv suchende Menschen erreichen lassen. Der Preis für die Software muss bei Talentry angefragt werden. Wer einen Eindruck von dem Programm gewinnen möchte, vereinbart einen Termin für eine persönliche Demonstration.

Weiterführende Links:

  • In Zeiten der digitalen Transformation sollten Sie sich auch bei der Mitarbeitersuche auf digitale Pfade bewegen – E-Recruiting lautet das Stichwort. Mittlerweile gibt es zahlreiche Onlinestellenbörsen im Netz.
  • Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch ist auch für Chefs wichtig, schließlich gilt es mit den richtigen Fragen den richtigen Kandidaten herauszufinden. Doch Vorsicht: Auch wenn Sie möglichst viele Informationen über Ihren potenziellen Neuzugang sammeln möchten – nicht alle Fragen sind zulässig.