Staatliche Förderung mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Die staatliche Förderung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand, kurz ZIM, greift Ihrem KMU unter die Arme, wenn Sie mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Von dem ZIM sollen kleine und mittelständische Unternehmen aus allen Branchen profitieren: Eingeschlossen sind auch Handwerksbetriebe und die unternehmerisch tätigen freien Berufe.

Die Technologie-Förderung ist als Stärkung der innovativen Kräfte und der Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens gedacht. Denn eine zukunftsweisende Technologie darf nicht als Entwurf in Ihrer Schublade verstauben, sondern muss als fertiges Produkt auf den Markt kommen.

Ziel der nachhaltigen staatlichen Förderung: Ihr KMU soll wachsen und neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Darüber hinaus sollen diese Jobs auch langfristig gesichert werden.

Im Detail werden …

  • einzelne Projekte,
  • Kooperationsprojekte und
  • Kooperationsnetzwerke gefördert.

Die Kooperation der Firma Holzfensterbau Bernau mit dem Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) zeigt den Erfolg des ZIM. Gemeinsam entwickelte das mittelständische Unternehmen mit seinem Projektpartner ein Kastenfenster, mit besserer Schalldämmung und effektiverem Wärmeschutz.

Insgesamt wird eine große Zahl von Projekten gefördert: Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurden für das Programm bis zum Jahresende 2014 3,8 Milliarden Euro für etwa 28.000 Projekte bewilligt. 2015 wird es für die staatliche Förderung völlig neue Richtlinien geben, die sich derzeit noch im Entwurfsstadium befinden.

Exzellente Forschung durch KMU-innovativ

Spitzenforschung ist teuer, zeitaufwendig und damit oft nur von etablierten Großkonzernen oder Forschungseinrichtungen zu leisten. Mithilfe einer staatlichen Förderung können aber auch KMU ihre frischen, neuen und innovativen Produktideen einbringen. Zum Beispiel mit KMU-innovativ.

Wollen Sie ein ambitioniertes Forschungsprojekt auf hohem Niveau durchführen? Dann kann KMU-innovativ Ihr Risiko minimieren. So können kleine und mittelständische Unternehmen mit dem Programm stemmen, was sonst nur den Großen vorbehalten ist.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) macht es Ihrem Unternehmen zudem sehr einfach, sich für KMU-innovativ zu qualifizieren, indem …

  • ein zentraler Lotsendienst eingerichtet wurde, der Ihre Fragen genau beantworten kann und
  • darüber hinaus feste Fristen gelten.

So werden die Anträge der mittelständischen Unternehmen genau zweimal im Jahr, am 15. April und 15. Oktober, mit entsprechendem Feedback bewertet. Dabei richtet sich KMU-innovativ nicht nur an bereits etablierte Unternehmen, sondern ist auch für Förderneulinge geeignet.

Gefördert wird mit dem Programm ein breites Feld von Forschungs- und Entwicklungsthemen. Für eine Förderung kommen zum Beispiel KMU aus den Bereichen …

  • Photonik,
  • Nanotechnologie,
  • Produktionstechnologie,
  • Biotechnologie und
  • Medizintechnik infrage

Die staatliche Förderung KMU-innovativ deckt aber auch Felder ab, die sich mit …

  • Informations- und Kommunikationstechnologien,
  • Ressourcen und Energieeffizienz und
  • ziviler Sicherheit beschäftigen.

Seit dem Launch des Projekts im Jahr 2007 wurde eine Fördersumme von mehr als 750 Millionen Euro gewährt.

Hilfe für mittelständische Unternehmen aus der EU mit Eurostars

  • Mit dem Förderprogramm Eurostars kann Ihr KMU schließlich den internationalen Durchbruch schaffen. Dafür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden. So richtetet sich die Förderung zunächst an kleine und mittelständische Unternehmen, …
  • die ihren Umsatz zu mindestens zehn Prozent in Forschung und Entwicklung investieren,
  • die ihr Personal zu mindestens zehn Prozent in Forschung und Entwicklung zum Einsatz bringen oder
  •  die bei bis zu 100 Mitarbeitern mindestens fünf und bei mehr als 100 Mitarbeitern mindestens zehn Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung beschäftigen.

Außerdem ist im Förderprogramm vorgesehen, dass Sie sich mit einem Kooperationspartner aus einem der Teilnehmerstaaten zusammentun. Dabei lautet die Regel: Ein forschungsaktives KMU, das die Zehnprozenthürden nehmen kann, ist Hauptbeteiligter und kooperiert mit …

  • einem anderen KMU,
  • einem Großkonzern,
  •  einer Forschungseinrichtung oder
  • einer Hochschule aus einem der Teilnehmerländer.

Die maximale Projektlaufzeit von Eurostars ist auf drei Jahre befristet. Anschließend haben Sie noch einmal zwei Jahre Zeit, um Ihr entwickeltes Produkt auf den Markt zu bringen.

Eurostars ist nur indirekt eine staatliche Förderung. Denn das Programm wurde von der Europäischen Kommission und der grenzüberschreitenden Initiative EUREKA ins Leben gerufen. Ansprechpartner für deutsche KMU ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Nächster Stichtag zur Einreichung von Förderanträgen ist der 17. September 2015.

Weiterführende Links:

  • In der Förderdatenbank des Bundes finden Sie alle aktuellen Förderungen der Länder, des Bundes und der Europäischen Union.
  • Einen Überblick zu der Forschungs- und Innovationsförderung für KMU finden Sie bei der Förderberatung des Bundes für Forschung und Innovation.