Ruhiger Sitzplatz im Flugzeug: Spät an Board gehen

Fliegen ist für viele Reisende schon nervenaufreibend genug. Schließlich überlässt man sein Schicksal einer Maschine – ein mulmiges Gefühl. Umso wichtiger ist es, sich während des Flugs entspannen oder in Ruhe auf das bevorstehende Meeting konzentrieren zu können.

Apropos Ruhe: Die möchte so gut wie jeder Passagier während des Fluges haben. Nun weiß man leider nicht im Voraus, wer im Flieger sitzen wird. Erst kurz vor Boarding ist ein Blick auf die potenziellen Sitznachbarn möglich - und es entsteht der dringende Wunsch, nicht nahe der Großfamilie oder mitreisenden Schulklassen zu sitzen. Was also tun?

Die Antwort: Als einer der letzten Passagiere an Board gehen. Klingt ungewöhnlich, birgt auch ein gewisses Risiko. Doch der Vorteil ist: Geschäftsreisende können schnell überblicken, wo noch ein ruhiger Sitzplatz frei geblieben ist – womöglich sogar zwei nebeneinander. Spätestens wenn es heißt "Boarding completed", können sich Passagiere um einen besseren Sitzplatz im Flugzeug bemühen. Einziges Manko: Wer spät einsteigt, wird gegebenenfalls Probleme dabei haben, sein Handgepäck in den überfüllten Gepäckfächern zu verstauen.

Die unbeliebte Dreier-Reihe: Nicht immer die schlechteste Wahl

Wer lieber auf Nummer sicher geht, sollte seinen Sitzplatz clever reservieren. Grundsätzlich gilt, dass der Triebwerkslärm in den vorderen Reihen geringer ist als in den hinteren. Folglich werden die vorderen Plätze häufig gebucht. Das Problem: Geringerer Triebwerkslärm wird im Worst Case gegen lärmende Menschengruppen ausgetauscht.

Es kann sich deshalb lohnen, einen Blick auf die unbeliebten Sitzplätze im Flugzeug zu wagen. Beim Online-Check-In sehen Geschäftsreisende, welche Plätze bereits belegt sind. Sollte die Maschine über Dreierreihen verfügen, sind diese eine gute Wahl, wenn der außenstehende Platz schon reserviert ist. Wer dann den anderen Außenplatz bucht, hat gute Chancen, dass die unbeliebte Mitte frei bleibt.

Sitzplätze am Notausgang sind besonders komfortabel. (© 2017 Jaromir Chalabala/Shutterstock)

Am Notausgang sitzen: Mehr Beinfreiheit und Ruhe

Fast genauso schlimm wie mangelnde Ruhe ist fehlende Beinfreiheit. Stundenlanges, zusammengepferchtes Sitzen im Flieger bringt vor allem eines hervor: Verspannungen. Dem Muskelschmerz kann man vorbeugen, indem man einen Gangplatz belegt. Hier lassen sich die Beine besser ausstrecken.

Außerdem sind Sitzplätze am Notausgang ein Garant für besonders viel Beinfreiheit – das gilt übrigens für alle Flugzeugtypen. Für Kinder ist die Reihe am Notausgang tabu, weshalb es hier auch häufig etwas ruhiger zugeht.

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