Die Warteschlange: Fluggäste analysieren

Die Sicherheitskontrolle am Flughafen kann zur Geduldsprobe werden. Sie möchten endlich im Flieger sitzen – aber die Warteschlange vor Ihnen kommt einfach nicht in Bewegung. Touristen legen umständlich ihre Wertsachen ab, Mütter kramen in den Taschen ihrer Kinder und junge Pärchen wollen unbedingt hintereinander bleiben. Niemand ist auf die Sicherheitskontrolle vorbereitet. Das hält auf! Aber dieses Gewusel können Sie für sich nutzen. Die Wartezeit lässt sich nämlich verkürzen, wenn Sie sich die Warteschlange vor dem Anstellen gut ansehen. Denn: Es kommt nicht auf deren Länge an, sondern auf die, die dort stehen.

Unbedingt anstellen: Reihen Sie sich in jene Warteschlange ein, in der Geschäftsleute stehen. Die sind genauso reiseroutiniert wie Sie. Auch Personen, die nicht viel Handgepäck bei sich tragen, können flinke Reisegäste sein.

Auf keinen Fall anstellen: Sie sollten sich nicht in der kürzeren Warteschlange einreihen, wenn dort viele Personen stehen, die sich fragend oder nervös umsehen. Auch Reisegruppen oder Familien mit kleinen Kindern können dazu beitragen, dass sich die Kontrolle in die Länge zieht.

Vermeiden Sie Familien vor sich in der Warteschlange der Sicherheitskontrolle. (© 2017 Monkey Business Images/Shutterstock)

 

Die Sicherheitskontrolle: Vorbereitet sein

Der erfahrene Geschäftsreisende weiß: Auch er kann dazu beitragen, dass die Sicherheitskontrolle am Flughafen schnell abläuft.

To-dos: Nehmen Sie sich gleich zwei Schalen. In die erste legen Sie Jacke und Gürtel, gegebenenfalls auch die anderen Accessoires wie Uhr oder Schmuck. Aber Schmuck ist sowieso keine gute Idee. Den müssen sie ja ohnehin wieder ausziehen – und das bremst Sie zeitlich erheblich aus.

In die zweite Schale legen Sie Ihren Laptop und eventuell Behälter mit Flüssigkeiten. Alles Flüssige sollten Sie vorab in einem durchsichtigen Beutel sortiert haben. Erst danach folgt das Handgepäck. Auf diese Weise haben Sie beim Einsammeln am Ende des Laufbands alles in der richtigen Reihenfolge griffbereit: Sie ziehen zunächst Kleidung und Accessoires wieder an und greifen sich dann Laptop und Handgepäck. Vergessen Sie außerdem nicht, Ihr Kleingeld aus den Hosentaschen zu nehmen, bevor Sie die Metalldetektoren passieren. Sonst wird es bei Ihnen piepen.

Extra-Tipp: Haben Sie Ihren Personalausweis am Flughafen immer sofort griffbereit. Tragen Sie am besten eine leichte Jacke, selbst dann, wenn es warm ist. In den Jackentaschen können Sie allerlei Kleinkram gut verstauen, zum Beispiel auch Ihren Personalausweis.

Die Flugzeit: Rushhour vermeiden

Pendlerzeiten am Flughafen gleichen denen an Bahnhöfen oder auf Autobahnen. Montagmorgens oder freitagnachmittags sind die meisten Personen innerhalb Europas unterwegs. Frühmorgens zwischen 6 und 8 Uhr und abends zwischen 17 und 20 Uhr sind ebenfalls stark frequentierte Zeiten am Flughafen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, vermeiden Sie diese Zeitlöcher. Denn in der Rushhour wird es in der Sicherheitszone noch stressiger als sonst. Auch die Ferienzeiten tragen dazu bei, dass die Schlangen vor den Kontrollen länger und länger werden. Wer dieses Tohuwabohu vermeiden will, sollte am besten auf einen Flug außerhalb der typischen Pendlerzeiten ausweichen, sofern das möglich ist.

Der frühe Vogel: Der Flieger startet morgens besonders früh? In diesem Fall lohnt sich ein Late-Night-Check-in, den manche Airlines anbieten. Das heißt, Sie können bereits am Vorabend Ihres Fluges einchecken und Ihr Gepäck aufgeben. Online einchecken können Sie übrigens bei einigen Fluglinien schon 24 Stunden zuvor. So sparen Sie am Abreisetag einiges an Zeit und Nerven. Allerdings sollten Sie auch dann nicht zu spät am Flughafen sein, sondern spätestens 75 Minuten vor Abflug.

In diesem Sinne: Guten Flug!