Der erste Versuch schlug noch fehl. Im zweiten Anlauf schweißte Thomas Geisel die Glasfasern perfekt zusammen. Wie es geht, hatte Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden Telekom Deutschland GmbH, dem Oberbürgermeister von Düsseldorf demonstriert. An exponierter Lage vor der Kulisse des Düsseldorfer Rathauses gaben damit Geisel und Rickmann den symbolischen Startschuss für den Glasfaserausbau in sechs Gewerbegebieten in Düsseldorf.

In den Gewerbegebieten in Deutschland sitzen überwiegend kleine und mittlere Betriebe. Egal, ob sie mit der Digitalisierung auf die Cloud, auf Big Data oder das Internet der Dinge setzen: Ihr Bedarf an breitbandigen Anschlüssen und somit ihre Ansprüche an die Netzinfrastruktur steigen stark. „Der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht für die digitale Transformation ein starkes infrastrukturelles Rückgrat. Ein schnelles, verlässliches und sicheres Netz ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“, sagte Hagen Rickmann zum Start der Telekom-Initiative „Vollgas für Vollglas“ in Düsseldorf. „Unternehmen, die jetzt einsteigen, sind für die Zukunft gerüstet.“ Die Telekom wird den Glasfaserausbau in den deutschen Gewerbegebieten in den nächsten Jahren vorantreiben. Derzeit sind in rund 50 Prozent der Gewerbegebiete und in etwa 70 Prozent der Unternehmen Bandbreiten von mehr als 30 Mbit/s verfügbar. Dennoch will die Telekom kräftig nachlegen. Rickmann: „Unsere Glasfaser-Initiative soll der Motor für weitere Digitalisierungsschritte im Mittelstand sein.“

Die Glasfaser sorgt für schnelles Internet in Düsseldorfs Gewerbegebieten. Die Glasfaser sorgt für schnelles Internet in Düsseldorfs Gewerbegebieten. (© 2017 Eric Remann - Photographerwww.e) - Copyright Eric Remann

 

Die Ersten werden die Schnellsten sein

Noch schneller ins Netz: In diesen Städten und Regionen steht die digitale Zukunft schon bald vor der Unternehmenstür. Für die erste Ausbauwelle hat die Telekom 20 Gewerbegebiete in 14 Städten und Gemeinden ausgewählt.

Baden-Württemberg: Neuhausen auf den Fildern

Bayern: Landsberg am Lech, Ismaning, Nürnberg, Würzburg

Hessen: Rödermark

Rheinland-Pfalz: Wittlich, Neunkirchen

Nordrhein-Westfalen: Grafschaft, Lüdingshausen, Düsseldorf

Sachsen: Dresden

Hansestadt Bremen

Niedersachsen: Oyten

Düsseldorfer Gewerbegebiete sind nur der Anfang

Den Auftakt macht Düsseldorf. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt können in der ersten Ausbauwelle ca. 1.900 Betriebe in sechs Ausbaugebieten Internet mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s erhalten. „Die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen ist ein echter Standortfaktor für Hightechunternehmen wie für Handwerksbetriebe“, sagte Geisel. „Breitbandinternet ist daher ein wichtiger Baustein der Infrastruktur und für die Zukunftsfähigkeit unserer Gewerbegebiete unerlässlich.“

Dabei ist Düsseldorf aber nur ein Schwerpunkt der bundesweiten Vermarktungswelle in den kommenden Wochen. Bis Ende November bietet die Telekom bundesweit 20 Gewerbegebieten in 14 Städten und Gemeinden an, die dort ansässigen 5.000 Unternehmen mit Fiber to the Home (FTTH) – also Glasfaser bis zur Anschlussdose im Büro – direkt ans Glasfasernetz anzudocken. Dafür erhalten Unternehmen, die bis zum 30. November 2017 einen Glasfaservertrag mit der Telekom abschließen, Sonderkonditionen: Die einmaligen Kosten für den FTTH-Anschluss entfallen. Deshalb, so Rickmann in Düsseldorf, setze die Telekom jetzt auf die Unterstützung der Kommunen, Vereine und Verbände, um die Unternehmen in der jeweiligen Region von den Vorzügen der Glasfaseranbindung zu überzeugen.

Glasfaseranschluss: Die Vorteile für die Unternehmen
  • Schnelleres Netz mit bis zu 1 GBit/s im Up- und Download
  • Durchgehende Glasfaserinfrastruktur bis ins Unternehmen
  • Bedarfsgerechte Bandbreiten nach Wahl: drei Startangebote mit kompletter Verkabelung
  • Gewohnte interne Verkabelung auf Ethernet-/IP-Basis

Highspeed-Internet als Digitalisierungsmotor

Mit der Glasfaser-Initiative stärke die Telekom ganz gezielt den Mittelstand. „Denn für unsere Kunden ist die Digitalisierung nicht eine Kür für morgen, sondern heute schon ein Muss.“ Schließlich gehe es darum, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, produktiver zu arbeiten und mehr Absatz zu erzielen, den Service zu verbessern und die Zusammenarbeit zu erleichtern. Wer die digitale Transformation mit gezielten Schritten angehe, könne schon bald mit einer digitalen Dividende rechnen, erklärte der Telekom Manager. Sein Konzern stelle dafür nicht nur die notwendigen Bandbreiten zur Verfügung, sondern auch sein digitales Know-how und Lösungsangebot.

Vor dem Düsseldorfer Rathaus kam die schnelle Verbindung problemlos zustande. Die Unternehmen in den bundesdeutschen Gewerbegebieten können in Kürze folgen.

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