Den Wegweiser nicht verstecken

Immer ist die Website-Navigation am selben Platz zu finden: oben auf der Seite oder am linken Bildschirmrand. Zeit für etwas Neues, mag mancher denken, etwa der Produktmanager: Unser Produkt ist anders, wir machen das individuell. Doch die Navigation irgendwo anders unterzubringen, ist selten eine gute Idee. Was die Navigationsstruktur und den Platz für die Website-Navigation angeht, ist Verlässlichkeit das wichtigste Kriterium. Die Navigation ist der falsche Ort für halb gare Experimente, nicht nur bei der Platzierung, sondern auch in Sachen Design. Wenn diese Punkte nicht erfüllt werden, kann die Bounce-Rate steigen. Die Navigation sollte dabei möglichst eng an die Nutzergewohnheiten angepasst werden:

  • Ohne Nutzerfreundlichkeit geht es nicht. Vermeiden Sie, dass beim Nutzer Verwirrung oder gar Genervtheit aufkommen. Die einzelnen Elemente der Website-Navigation sollten präzise bezeichnet werden, (auch mobil) leicht zu bedienen sein und auf einen Blick klar machen, wo es was gibt.
  • Der Nutzer erwartet die Navigation oben oder auf der linken Seite. Diese Erwartung sollten Sie erfüllen, wenn Sie nicht wollen, dass er überfordert die Seite verlässt. Hauptaufgabe der Navigation ist es immer, dem Nutzer Orientierung zu bieten.
  • Der Nutzer muss jederzeit wissen, wo auf der Seite er sich befindet. Daher sollte die Website-Navigation auch immer zu sehen sein, unabhängig von der Unterseite, auf der sich der Nutzer befindet.

Website-Navigation: Weniger ist mehr

Eine klare Navigationsstruktur will gut geplant sein. Sie sollte jeden Nutzer mit ihren Links dorthin leiten können, wo er hin will. Die Übersichtlichkeit leidet, je verwinkelter und verzweigter die Website-Navigation wird. Je weniger Ebenen, desto besser. Zur Nutzerfreundlichkeit der Navigationsleiste gehört unbedingt Übersichtlichkeit. Mehr als sieben Navigationspunkte nehmen User in der Regel nicht wahr. Wenn Sie viele Unterkategorien unterbringen müssen, gilt: Es sollten nicht immer alle Unterpunkte zu sehen sein. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eine Unterebene oder Unternavigation einzubauen. Aber auch hier ist der Platz begrenzt und auch hier ist weniger mehr. Dropdown-Menüs kommen nach Nutzerfreundlichkeitsstudien nicht besonders gut an. Allerdings sind diese ausklappbaren Menüs dann sinnvoll, wenn die Seite besonders groß ist und im Onlineshop zum Beispiel viele verschiedene Produktarten untergebracht werden müssen. Dann können Sie etwa ein ausklappbares Mega-Menü bieten, das bei zahlreichen Unterkategorien die Nutzererfahrung deutlich übersichtlicher macht. Auch folgende Tipps können dabei helfen, die Navigation zu optimieren:

  • Das erste und das letzte Navigationsfeld in der Zeile werden besonders aufmerksam wahrgenommen. Hier sollten Sie die Verweise zu den wichtigsten Stellen unterbringen.
  • Hauptnavigation und Unternavigation sollten farblich abgesetzt sein oder sich in der Gestaltung leicht unterscheiden.
  • Nutzen Sie kurze Textbezeichnungen. Nicht jeder findet oder sieht Symbole. Diese sind schlechter in Sachen Suchmaschinenfreundlichkeit, weniger verständlich und barrierefrei.
  • Die Texte sollten beschreibend sein und dem Nutzer gleich sagen, was Sie anbieten, etwa die Art von Produkten oder den Service benennen, konkreter sein als abstrakte Worthülsen wie „Produkte” oder „Services”.

Die Navigation innerhalb der Seite

Das Ziel der Website-Navigation ist es, mit möglichst wenigen Unterpunkten möglichst viele Bereiche der Seite zu erschließen. Aber nicht alle Inhalte müssen auch in der Navigation abgebildet sein. Orientierung kann und sollte auch innerhalb der Seiten hergestellt werden. In manchen Fällen reicht es beispielsweise, einen Überbegriff zu wählen und Unterpunkte zum Beispiel durch Zwischenüberschriften hervorzuheben. Einzelne Texte auf einer Seite sollten nicht zu lang werden. Möglicherweise verteilt man sie dann besser auf mehrere Seiten. Dann sollten Sie jeweils auch Links zu den folgenden und vorangegangenen Textabschnitten anbieten. Das können auch Anker leisten, zu denen der Nutzer mit einem Klick springen kann. Auch sinnvolle interne Links zu anderen Artikeln auf Ihrer Seite verbessern die Navigationsstruktur und somit die Orientierung.

Weiterführende Links:

  • Die Navigation kann sich im Header Ihrer Seite befinden. Was dort sonst noch stehen kann, lesen Sie im mDM-Ratgeber.
  • Eine nutzerfreundliche Navigation ist nur der erste Schritt – auch insgesamt sollten Sie bei Ihrer Website auf Usability setzen.