Gute Weihnachtsfeiern verbessern das Betriebsklima

Eine Weihnachtsfeier stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Arbeitnehmer und ihre Identifikation mit dem Betrieb. Unternehmen können sich auf diese Weise für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr bedanken. Die Feier bietet für die Teilnehmer die Möglichkeit, Mitarbeiter anderer Abteilungen besser kennenzulernen und mit Vorgesetzten auf Augenhöhe zu kommunizieren. Eine gute Weihnachtsfeier verbessert zudem das Betriebsklima, was sich wiederum positiv auf die Arbeitsleistung jedes Einzelnen auswirken kann. Doch damit das Fest auch ein voller Erfolg wird, gilt es einige Dinge zu beachten.

Tipp 1: Alle Mitarbeiter einladen

Um einen geschlossenen Eindruck zu hinterlassen, sollte am besten die ganze Belegschaft eingeladen werden. Dazu gehören auch Kollegen in Elternzeit sowie Mitarbeiter im Außendienst. Eine Einladung an alle, einschließlich der Praktikanten, Aushilfen und Leiharbeiter, beweist Stil und Anstand. Und wie steht es um Geschäfts- und Ehepartner? Wenn die Feier im großen Rahmen stattfindet, dann können diese auch auf der Gästeliste stehen – doch in vielen Fällen sprengt die doppelte Gästezahl das Budget und steht in keinem Verhältnis zum daraus resultierenden Vorteil. Zumal einige Arbeitnehmer ganz froh sein werden, den Lebenspartner nicht dabei zu haben.

Tipp 2: Das Budget festlegen

Eine gelungene Weihnachtsfeier ist auch eine Kostenfrage. Die Ausgaben sollten genau durchgeplant werden. Für die Kalkulation ist es sinnvoll, die Anzahl der Gäste grob abschätzen zu können. Zur Erinnerung: Starke Kostentreiber bei einer Firmenparty sind die Miete für die Location, die Bewirtung sowie die Gage einer Band oder eines professionellen DJs. Schlechte Musik, fehlende Wohlfühlatmosphäre oder eine Beschränkung auf Bier, Wein und Softdrinks können die Weihnachtsfeier schnell zum Flop werden lassen.

Auch die Auswahl der Getränke für die Weihnachtsfeier sollte mit Bedacht vorgenommen werden. Auch die Auswahl der Getränke für die Weihnachtsfeier sollte mit Bedacht vorgenommen werden. (© 2018 Shutterstock / Yuriy Maksymiv)

Tipp 3: Das richtige Datum finden

Gar nicht so einfach. Steigt die Feier zu früh, dann kommt kein richtiges Weihnachtsfeeling auf. Steht der Termin zu spät an, sind viele Mitarbeiter schon im Weihnachtsurlaub. Vorschlag: Eine Doodle-Umfrage im Vorfeld ermöglicht es den Mitarbeitern, ihr Wunschdatum anzugeben. Es ist mittlerweile auch keine Seltenheit mehr,  entspannt im Januar, zu Karneval oder schon im Herbst zum Erntedankfest zu feiern. Wichtig ist, dass am Tag nach der Feier nicht oder erst später gearbeitet werden muss, um Fehlzeiten zu vermeiden. Auch sollte die Feier nicht auf einen Samstag oder Sonntag fallen, denn da verbringen Mitarbeiter lieber ihre Zeit außerhalb der Firma.

Tipp 4: Steuerliche Absetzbarkeit prüfen

Die Steuervorteile einer Weihnachtsfeier hängen vom Budget ab. Seit 2015 sind alle Ausgaben steuerpflichtig, die über dem Freibeitrag von 110 Euro pro Kopf liegen. Der Arbeitgeber kann auf die Ausgaben, die über den Freibetrag hinausgehen, eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent abführen. Bei einem Fest, das pro Person 150 Euro kosten würde, müsste der Arbeitgeber in diesem Fall also die pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent auf 40 Euro zahlen – das ergibt einen Betrag von 10 Euro pro Person. Mitfeiernde Lebenspartner zählen übrigens nicht als weiterer Gast, sondern werden den Angestellten zugerechnet, die sie mitbringen.

Auch interessant: Fristverlängerung für Steuererklärung – 6 Fakten

Tipp 5: Geschenke besorgen

Mit einem kleinen Präsent können Arbeitgeber den Mitarbeitern für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr danken. Was ist passend? Schwierig zu sagen, denn ein gutes Geschenk ist immer auf die individuellen Bedürfnisse einer Person zugeschnitten. Keine gute Idee: Nur privilegierte Kollegen beschenken und die restlichen Mitarbeiter leer ausgehen lassen. Dies schürt bloß Neid und Missgunst. Zu beachten ist, dass die Weihnachtsgeschenke in der Regel ebenfalls in den Freibetrag von 110 Euro eingerechnet werden müssen.

Auch interessant: Firmenjubiläum – Mitarbeiterbindung und PR-Maßnahme

Tipp 6: Hilfe mit ins Boot holen

Klar, eine Weihnachtsfeier für zehn Mitarbeiter zu planen, ist keine große Herausforderung. Stehen aber mehr als 100 Personen auf der Gästeliste, dann wachsen einem die Aufgaben schnell über den Kopf. Es hat sich bewährt, die Mitarbeiter mit einzubeziehen und ein Festkomitee zu gründen. So lassen sich Arbeit und Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen.