Seit Jahren schon zählt Google zum mächtigsten Werbemedium im Internet. Doch inzwischen holt Social Media auf, vor allem Facebook schiebt sich inzwischen auf die Rangliste langsam aber sicher nach vorne.

Das weltweit größte Netzwerk hat, laut Brancendienst eMarketer, im sogenannten Display-Marketing bereits Yahoo überholt und liegt knapp hinter Google auf Platz zwei. Das soziale Netzwerk dürfte in 2012 einen Marktanteil von etwa 18 Prozent verbuchen; 2013 soll das schon bei 19 Prozent liegen.

Der rasante Aufstieg von Facebook verwundert nicht, denn mit weltweit über einer Milliarde Mitgliedern kann das Soziale Netzwerk eine immense Reichweite bieten und ist damit  ein überaus mächtiges Marketing-Tool, über das Werbetreibende exakt die gewünschte Zielgruppe ansprechen können.

Der größte Vorteil: Es entstehen kaum Streuverluste. Facebook versichert, dass die Anzeigen genau bei den Personen erscheinen, die sich für das beworbene Produkt oder die dargestellte Dienstleistung tatsächlich interessieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Werbemedien ist der Erfolg greifbarer und schneller umzusetzen.

Facebook-Anzeigen: lokal, regional, global

Gern genannt wird das Beispiel eines Hochzeitsfotografen, der eine kleine Facebook-Kampagne mit nur wenigen hundert Euro startet. Er setzt die Anzeige so auf, dass sie nur bei weiblichen Facebook-Nutzern über 24, die als Beziehungsstatus „verlobt“ angegeben haben, angezeigt wird. Für den Hochzeitsfotografen dürfte das die ideale Zielgruppe sein. Zudem besteht die Möglichkeit, um seinen eigenen Standort herum einen bestimmten Radius festzulegen.

Aber das ist nicht alles: Interessen, Geschlecht, Bildungsgrad, Betriebszugehörigkeit oder Sprachen – Anzeigenkunden können bei Facebook genau angeben, wer die Anzeige zu sehen bekommt. So ist es sogar möglich, gezielt Geburtstagskinder anzusprechen.

Übrigens, erst wenn die Zielgruppe auf den Link der Anzeige klickt, muss der Werbetreibende zahlen. Durch die Festlegung von Tagesbudgets wird verhindert, dass die entsprechende Kampagne nicht „zu erfolgreich“ wird und gleich horrend ins Geld geht. So haben die Anzeigenauftraggeber neben ihrer Zielgruppe auch ihre Ausgaben stets im Blick.