Liedermacher Reinhard Mey dachte bei seiner Ode an die Fliegerei sicher nicht an die grenzenlose WLAN-Nutzung auf europäischen Kurzstreckenflügen. Schließlich komponierte der gebürtige Berliner das Lied bereits 1974. Doch dass der Service der Telekom die Freiheit über den Wolken steigert, ist nicht aus der Luft gegriffen. In bislang 114 Flugzeugen der Lufthansa und rund 80 Maschinen der Lufthansa-Töchter Eurowings sowie Austrian Airlines ist der neue Service Inflight Europa Flat verfügbar.

Auch interessant: WLAN für unterwegs: 5 Tipps, um erreichbar zu bleiben

Inflight Europa Flat: Nahtlose Konnektivität auf Reisen

Studien zufolge wächst das weltweite Passagieraufkommen bis 2020 um 4,5 Prozent auf 42,7 Millionen Fluggäste. Entsprechend nimmt der Bedarf an Konnektivität während des Fluges zu. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom würde jeder zweite Deutsche (52 Prozent) auch über den Wolken gerne über WLAN im Internet surfen. Die Inflight Europa Flat richtet sich vorwiegend an Geschäftskunden der Telekom. „Wir unterstützen Fluggesellschaften dabei, diesen Passagierwunsch zu erfüllen“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom. „Fluggäste profitieren während ihrer gesamten Reise von nahtloser Konnektivität, und das ohne zeit- oder volumenbasierte Beschränkungen.“

Buchbar ist die Inflight Europa Flat im Tarif Business Mobil M der Telekom für zehn Euro pro Monat bei einer Mindestlaufzeit von drei Monaten. In den Tarifen Business Mobil L und Business Mobil XL Plus lässt sich der Flugservice kostenlos nutzen. Nicht gebucht werden kann die luftige Konnektivität im Business Mobil S sowie in den Datentarifen. Wer über den Wolken WLAN nutzen will, kann die Inflight Europa Flat bis 24 Stunden vor dem Flug hinzubuchen. Der Service Inflight ist insgesamt schon auf mehr als 500 Flugzeugen verfügbar. Die Nutzung kostet aktuell 0,99 Euro pro 10 Minuten.

Auch interessant: Der fliegende Internet-Hotspot

WLAN im Flugzeug: per App oder manuell

Nutzer können sich mithilfe der Telekom Connect App oder auch manuell in die Inflight HotSpots einwählen. Wer sich über den Wolken für die Connect App entscheidet, muss sich mindestens einmal manuell eingeloggt haben. Die HotSpot-Benutzerkennung ist dann in der App hinterlegt. Erreicht der Flieger die Reiseflughöhe, zeigt die App an, dass ein HotSpot verfügbar ist und fragt, ob eine Verbindung aufgebaut werden soll. Bei der manuellen Variante zeigt der Browser zunächst die Webseite der Fluglinie an. Kunden der Telekom erreichen die Login-Seite über die Auswahl „Roamingpartner“ und „Telekom“. Dort kann der Nutzer dann die Hotspot-Benutzerkennung (Nutzername und Passwort) manuell eingeben.

Auch interessant: Karsten Pfrommer – WLAN im Flugzeug wird selbstverständlich

Mobilgeräte lassen sich seit 2014 im Flugzeug nutzen

Das generelle Verbot einer Nutzung von Mobilgeräten und Internet-Verbindungen auf Flugreisen in Europa hob die Europäische Aufsichtsbehörde für Flugsicherheit (EASA) 2014 auf. Einige Fluglinien verbieten zwar heute noch, mobile Geräte überhaupt in Betrieb zu nehmen. Immer öfter bieten Airlines während des Flugs jedoch Internetzugang per WLAN an. Immer mehr Flugzeuge werden zusätzlich mit einer Mobilfunkzelle ausgerüstet, die Anrufe, SMS und Internetzugang per Mobilfunk erlaubt und die Daten per Satellit weiterleitet. In den Flugmodus müssen Mobilgeräte nur noch während der Start- und Landephase geschaltet werden.