Egal, ob es um eine Flasche Château Pétrus Pomerol aus dem Weinbaugebiet Bordeaux oder um einen jungen Riesling aus dem Rheingau geht: Wein zählt zu den beliebtesten und teuersten Genussmitteln. Winzer und Weinhändler achten deshalb nicht nur bei der Produktion, sondern auch bei der Lagerung ihrer Reben-Schätze auf Qualität. Jetzt kommt ihnen das Internet der Dinge zu Hilfe: Das griechische Startup Istmos hat ein Überwachungssystem aus Sensoren entwickelt und misst damit die kritischsten Parameter, die die Qualität von Flaschenweinen in Weinkellern beeinflussen können: Vor allem Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit. Die Sensormodule senden die Daten kontinuierlich in die Cloud, wo sie gespeichert, analysiert und anschließend in Echtzeit auf einem Monitor angezeigt werden. Werden definierte Grenzwerte überschritten, löst das System Alarm aus.

Viele Ideen für das Internet der Dinge lassen sich erst mit NarrowBand-IoT effizient umsetzen.

Amin Larimian

WARP NB-IoT: Bastelstunde für Tüftler

Die Telekom hat von Anfang an auf NB-IoT gesetzt und an der Standardisierung mitgearbeitet. Jetzt treibt sie nicht nur den Ausbau europaweiter Schmalbandnetze zügig voran, sondern fördert auch neue Geschäftsideen auf Basis der neuen Technologie. Gründer mit Ideen kamen aus allen Ecken Europas in unser NB-IoT-Labor hub:raum in Krakau. IoT.water aus Tschechien etwa setzt auf NarrowBand-Funkmodule, um die Datenübermittlung von Wasserzählern kostengünstiger und zuverlässiger zu realisieren. Neben der Gebäudedurchdringung greift hier der niedrige Energieverbrauch, der einen Batteriebetrieb und damit die Unabhängigkeit von einer Steckdose ermöglicht. Davon profitiert auch das polnische Unternehmen Efento aus Krakau. Efento entwickelt Temperatursensoren, um Kühltransporter und Medikamentenkühlschränke zu überwachen. Digitanimal aus Spanien wiederum will über die Telekom einen größeren Kundenkreis für seine Tier-Trackinglösung erschließen.

Zugang zu Spitzentechnologie und technischem Support

Eine smarte Lösung für Genießer mit enormem wirtschaftlichem Potenzial. Und für die Telekom Grund genug, Istmos im Rahmen ihres Startup-Förderprogramms „WARP NB-IoT“ als eines von zwölf Projekten zu unterstützen. Das bedeutet: Zugang zu Spitzentechnologie und technischem Support sowie die Gelegenheit, Lösungen bei Kunden der Deutschen Telekom in ausgewählten Ländern einzuführen. Dazu Expertenwissen, Business-Know-how und finanzielle Unterstützung für das Pilotprojekt. So, wie wir schon 2016 Kunden, Kreative und Entwickler zusammengebracht haben, um neue Anwendungen und Sensoren auszutüfteln und mithilfe eines speziellen Software-Toolkits zu testen. Mehr als 100 Entwickler haben seinerzeit unser „Prototyping Hub“-Programm genutzt, um neue Lösungen für das Internet der Dinge zu gestalten – von intelligenten Mülltonnen über vernetzte Parkplätze bis zur digitalen Überwachung von Bienenvölkern.

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Amin Larimian
Amin Larimian Amin Larimian (© 2017 Telekom)

Amin Larimian verantwortet als Commercial Manager M2M und IoT bei der Telekom Deutschland die Produkteinführung entsprechender Lösungen in den deutschen Markt.

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Über 20 Milliarden vernetzte Geräte bis 2020

Warum wir uns für all diese Projekte so engagieren? Weil sie eines gemeinsam haben – die technische Basis für die Datenübertragung: NarrowBand-IoT, kurz NB-IoT. Der neue Funkstandard, davon bin ich überzeugt, wird das Internet der Dinge erst so richtig in Schwung bringen. Warum? Weil er in der Lage ist, Millionen von Geräten und Maschinen günstig und sicher zu vernetzen. Laut Gartner soll es davon schon 2020 mehr als 20 Milliarden weltweit geben. Aber auch, weil NB-IoT Gebäude zuverlässig durchdringt und – im Gegensatz zu anderen Funklösungen – eine zuverlässige Datenverbindung auch aus Kellern heraus garantiert. Dazu punkten NarrowBand-Module mit extrem niedrigem Stromverbrauch, hoher Reichweite und geringen Produktionskosten.

NarrowBand-IoT – ein Standard, viele Anwendungen:
  • Smart Metering – vernetzte Wasser-, Gas- und Stromzähler senden Daten automatisch an den Versorger
  • Smart Parking – Sensoren in Parkflächen zeigen in einer App an, wo ein freier Parkplatz ist
  • Smart Waste – Mülltonnen melden sich, wenn sie voll sind
  • Smart Lighting – Straßenlaternen lassen sich intelligent dimmen
  • Smart Logistics – Nachverfolgung von Lieferungen, Tracking von Fahrzeugen

Kein Internet der Dinge ohne NarrowBand-IoT

Unsere Erfahrungen mit den jungen Unternehmern haben uns gezeigt, welche vielversprechenden Geschäftsmodelle das Internet der Dinge (IoT) bieten kann. Sie haben uns aber auch deutlich gemacht: Viele Ideen für das IoT sind erst mit NarrowBand-IoT effizient umsetzbar. Ein Wasserzähler im Keller oder ein Parkplatzsensor in einer Tiefgarage lassen sich oft nicht mit herkömmlichen Funklösungen erreichen – mit NB-IoT schon. Wird ein Sensor im Boden vergraben oder auf die Spitze eines Windrads gesetzt, muss er über Jahre ohne Wartung funktionieren. Auch das kann NB-IoT leisten – dank Batteriebetrieb und energiesparendem Sendemodus. Der niedrige Preis für NarrowBand-Module macht zudem endlich eine massenhafte Verbreitung vernetzter IoT-Geräte möglich. Ich bin überzeugt: Die Ideen unserer Partner und die neue NB-IoT-Technologie werden das Internet of Things erst so richtig beflügeln.

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