E-Mails, Apps, Fotos, Videos – es gibt vieles, das den Speicher von Smartphones und Tablets belastet. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Wenn er voll ist, sind viele Funktionen erst einmal lahm gelegt. Die Kamera wird nutzlos, E-Mail-Anhänge bleiben unerreichbar auf dem Server und noch nicht einmal ein einfacher Screenshot ist mehr möglich. Von neuen Apps oder Updates ganz zu schweigen.

Der Zwischenspeicher: der versteckte Papierkorb des iPhones

Der einfachste Trick, um mehr Speicherplatz zu erhalten, ist natürlich das Löschen von Fotos vom iPhone. Wer nicht jedes Bild einzeln auswählen will, für den gibt es einen Trick: Nutzer tippen zunächst auf den Fotoordner und dann auf das Album, aus dem Sie bestimmte Bilder löschen möchten. Klicken Sie nun auf den Button „Auswählen“ oben rechts. Statt jetzt jedes Foto einzeln auszuwählen, können Nutzer mit dem Finger über mehrere Bilder streichen, um diese gleichzeitig auszuwählen. Tippen Sie dann unten rechts auf das Papierkorbsymbol.

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Aber Achtung: Noch ist gar kein Speicherplatz freigegeben. Denn die Fotos sind noch nicht direkt gelöscht, sondern in dem Zwischenordner „Zuletzt gelöscht“ für 30 Tage zwischengespeichert. Diese Funktion ist praktisch, wenn aus Versehen Fotos gelöscht wurden. Aber nervig, wenn Speicherplatz gebraucht wird. Erst, wenn alle Bilder auch aus diesem Ordner endgültig gelöscht wurden, ist tatsächlich Speicherplatz freigeschaufelt.

Der sinnvollere Weg, Fotos zu speichern, ist ohnehin die Cloud. Der Speicherplatz im Rechenzentrum dient gleichzeitig als Back-up, falls das iPhone einmal verloren geht. Doch nicht jeder Nutzer kommt mit dem Gratis-Cloud-Volumen von Apple hin, ein Abo möchte sicher auch nicht jeder abschließen. Eine Alternative dazu bieten die Cloud-Lösungen der Telekom, bei denen Nutzer nach dem Pay-per-use-Prinzip bezahlen können, ohne vorher hohe Investitionen tätigen zu müssen.

Viele Apps sind Datensammler

Karsten Pfrommer
Karsten Pfrommer Karsten Pfrommer (© 2017 Telekom)

Seit 2017 verantwortet Karsten Pfrommer die Entwicklung des Portfolios für Mobilfunk und WLAN-Produkte für Geschäftskunden der Telekom in Deutschland. Als Tarif-experte im Mobilfunk entwickelt er zudem die Mobilfunktarife für Geschäftskunden.

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Um trotzdem mehr Speicherplatz auf dem iPhone oder iPad zu erhalten, lohnt sich darüber hinaus ein Blick in die App-Sammlung. Messenger-Programme etwa sind wahre Speicherfresser. Archivierte Chats, heruntergeladene Videodateien und Sprachnachrichten verschlucken schnell viele Gigabyte. Messenger-Apps sollten Nutzer daher regelmäßig aufräumen, um ihren Speicher nicht zu überfrachten.

Übrigens: Ab iOS11 können Nutzer selbst bestimmen, wie viele Tage sie Nachrichten und iMessages behalten möchten. Einfach in den Einstellungen auf den Punkt „Nachrichten“ klicken und bei „Nachricht behalten“ 30 Tage einstellen – fertig.

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Aber nicht nur Chat-Programme, auch andere Apps brauchen viel Speicher. Wie viel welches Programm benötigt, zeigt das iPhone unter „Allgemein/iPhone-Speicher“ in den Einstellungen an. Von dort aus lassen sich unnütze App-Leichen auch direkt deinstallieren.

Daten sparen: Weniger Pixel, weniger Mailanhänge

Wer darüber hinaus oft Videos aufzeichnet, etwa von Veranstaltungen, Reden oder Workshops, profitiert schnell von einer geringeren Auflösung. Denn wem es in erster Linie um den Informationsgehalt geht, der muss nicht unbedingt in 4K-Auflösung filmen. Selbst HD ist meist für dienstliche Zwecke wie das sprichwörtliche Schießen mit Kanonen auf Spatzen. Eine Auflösung von 720p reicht völlig aus. Das so genannte kleine HD benötigt nur die Hälfte der Auflösung von Full-HD-Videos.

Ein weiteres Datengrab ist in der Regel der Browser. Mit der Zeit sammeln sich im so genannten Cache jede Menge Daten an; zum Beispiel Daten von Cookies. Der Löschbefehl für diese Browserdaten befindet sich in den Einstellungen unter dem Punkt Safari. Nutzen Sie Google Chrome, gelangen Sie über die Einstellungen zu dem Punkt „Datenschutz“ und dann zu „Browserdaten löschen“. Dabei ist allerdings darauf zu achten, die AutoFill-Daten und gespeicherte Passwörter nicht gleich mitzulöschen – sonst heißt es bei jedem Einloggen via Webbrowser: Wie war noch gleich das Passwort?

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