„Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheißdigitalen Prozess.“ Mit dieser Aussage von Thorsten Dirks, CEO von Telefónica Deutschland, schocke ich gerne meine Zuhörer bei Vorträgen über die Digitalisierung. Das Zitat bringt auch meine Meinung auf den Punkt: Einfach nur die eigene IT eins zu eins in die Cloud zu verlagern – das ist Quatsch. Vielmehr müssen die Vorteile der Cloud so genutzt werden, dass sie den individuellen Bedürfnissen des eigenen Unternehmens entsprechen. Hier sind meine drei wichtigsten Tipps für höheren Mehrwert durch die Cloud:

1. Ausgaben strategisch planen

Public Cloud made in Germany – die Open Telekom Cloud

 

Besonders kostengünstig sind Public Clouds. Wer dabei noch auf den richtigen Anbieter achtet, erhält gleichzeitig höchste Sicherheit. Das bietet die Open Telekom Cloud:

  • IT-Ressourcen sind jederzeit nach Bedarf buchbar, um unmittelbar auf schwankenden Bedarf reagieren zu können; weitere Services einfach zubuchbar.
  • Kosteneffizient und
    -flexibel dank transparentem Preismodell ohne Investitionskosten, bedarfsgerechter Vertragsgestaltung und passenden Preismodellen für jedes Unternehmen
  • Höchste Sicherheit und Compliance durch Verträge und Management auf Basis des deutschen Datenschutzrechts und einer auditierten Cloud-Infrastruktur ersetzen eigenes Datenschutzkonzept.

Zu den größten Vorteilen des Cloud-Computings zählen die flexibleren und – wenn man es richtig anstellt – geringeren Kosten. Unternehmen, die von eigenen IT-Ressourcen und Diensten auf solche aus der Cloud umsteigen, wollen Investition in ihr Anlagevermögen vermeiden (auf Englisch Capital Expenditure, kurz: CapEx) und stattdessen ihre flexiblen Betriebsausgaben erhöhen (Operational Expenditure, OpEx). Das bestätigt auch die Studie „IT Spending and Staffing Benchmarks 2017/2018“ von Computer Economics.

Nur das zahlen, was man wirklich verbraucht, und damit Geld sparen – so lautet die Devise. Doch die geht nur auf, wenn man es richtig anstellt. Wer die Cloud genau so nutzt wie bisherige On-Premises-Strukturen, zahlt am Ende deutlich mehr als früher. Wer jedoch geschickt skaliert und Server, Speicher sowie Netzinfrastruktur nur dann nutzt, wenn sie tatsächlich gebraucht werden, spart tatsächlich Geld. Und profitiert am Ende von mehr Flexibilität und geringeren Kosten.

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2. Schatten-IT vermeiden

Cloud-Dienste sind heute für praktisch jeden verfügbar. Das ist ein großes Plus – und gleichzeitig auch eine reale Gefahr. Hilfreiche Werkzeuge oder Anwendungen sind schnell aus dem Internet heruntergeladen oder werden mit Kollegen geteilt. Und schon ist eine Schatten-IT entstanden. In einer Umfrage des amerikanischen Softwareherstellers Harmon.ie gaben 48 Prozent der befragten Facharbeiter zu, dass sie Apps aus der Cloud ohne die Autorisierung ihrer IT-Abteilung nutzen. Etwa für Prozesse wie Projektmanagement, File Sharing oder zur Notizenerstellung.

Korbinian Lehner
Korbinian Lehner Korbinian Lehner (© 2017 Telekom)

Korbinian Lehner versteht sich als „Senior Digital Native“ und ist bei der Telekom Deutschland für alle IT-Themen verantwortlich. Zuvor war er in verschiedenen Positionen bei anderen IT-Dienstleistern tätig.

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Nun könnte man fragen: Was ist so schlimm daran? Die Antwort lautet: Vor allem der Kontrollverlust birgt Gefahren. Ein Beispiel: Wenn Mitarbeiter sich auf eigene Faust für einen Cloud-Service anmelden, legen sie in der Regel einen neuen persönlichen Account an. Verlassen sie irgendwann das Unternehmen, wird dieser nicht automatisch deaktiviert. Dort verwendete Daten sind dem Zugriff der Firma entzogen, der ehemalige Mitarbeiter kann aber immer noch darauf zugreifen. Dies birgt ein enormes Sicherheitsrisiko, das unweigerlich zu Datenschutzproblemen führt.

 

 

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Unsichere und nicht autorisierte Cloud-Services öffnen zudem oft Angreifern Tür und Tor. Ein kompromittierter Webservice etwa ist in der Lage, mithilfe eines Updates der Client-Software auf einem Firmenrechner Malware einzuschleusen. Zu den gängigsten Methoden, den Cloud-Wildwuchs einzudämmen, gehören Cloud Access Security Broker (CASB) und Single-Sign-on-Systeme. Davon profitieren auch die Nutzer, die sich nicht mehr unzählige Passwörter merken müssen. Oder überall das gleiche, leicht zu merkende Passwort verwenden – was noch schlimmer ist.

3. Expertise aufbauen

Wissen ist Macht – das gilt auch beim Cloud-Computing. Und Unwissenheit kostet. Das fand Rackspace in seinem „The Cost of Cloud Expertise Report” heraus. Drei von vier der befragten IT-Entscheider sind der Meinung, dass ihr Unternehmen aufgrund fehlender Cloud-Expertise Umsatz einbüßt – im Schnitt fünf Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes oder mehr als 258 Millionen US-Dollar pro Firma. Gleichzeitig schätzen 84 Prozent, dass mehr Fachwissen über Cloud-Technologie einen Anstieg ihrer Kapitalrendite (=„Return on Investment“, kurz RoI) bedeuten würde.

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Doch wie können Unternehmen auf die nötigen Fähigkeiten zugreifen? Hier gibt es zwei Optionen: entweder die eigene IT-Abteilung aufwerten – etwa durch Weiterbildung oder neue Mitarbeiter. Oder Partnerschaften mit Cloud-Anbietern eingehen, die sich um Implementierung, Management und Wartung kümmern. Ersteres kostet Zeit und stellt viele Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels vor ein Problem. Wer dagegen auf einen kompetenten Cloud-Partner setzt, kann sich mehr auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Dedizierte Cloud-Provider haben außerdem die Kapazitäten und die Flexibilität, sich ständig weiterzuentwickeln, ohne negative Auswirkungen für ihre Kunden. So bleiben alle am Puls der Zeit – beim Cloud-Computing ein entscheidender Aspekt.