Die gute Nachricht zuerst: Startups machen immer weniger Fehler. Das sehen wir an den Bewerbungen für unser TechBoost-Programm. Momentan profitieren mehr als 300 Startups vom Boost und den Kontakten der Telekom – bis Ende des Jahres wollen wir mehr als 400 Gründer fördern. Heißt: Natürlich schauen wir uns die Gründer und ihre Ideen genau an. Auch wenn wir längst nicht so harte Kriterien anlegen, wie Startups das von vielen Investoren gewohnt sind. Falls wir vom Innovationspotenzial überzeugt sind, überlegen wir, wie wir euer Geschäftsmodell gemeinsam mit euch weiter entwickeln können.

Auch interessant: Studie: Telekom wichtigster Partner für Startups

Fünf Tipps für erfolgreiche Startups

Open Telekom Cloud: Flexibel und hochskalierend

Die Open Telekom Cloud ist das Public-Cloud-Angebot der Telekom auf Basis des offenen Open-Source-Standards OpenStack. Nutzer erhalten eine sichere und skalierbare IaaS-Lösung aus den hochsicheren und mehrfach zertifizierten Rechenzentren in Sachsen-Anhalt. Rechenleistung und Speicher wachsen je nach Bedarf der Nutzer dank der flexiblen Skalierbarkeit einfach mit – ohne Vertragslaufzeit und nach dem Pay-per-use-Modell.

Seit 2017 fahnden wir nach jungen Unternehmen mit cloudbasiertem Geschäftsmodell und konkreten Innovationen für unsere Geschäftskunden. Wir sind der DAX-Konzern mit den meisten Startup-Kooperationen. Dank dieser Erfahrung wissen wir, dass ihr vor allem die folgenden fünf Tipps beherzigen solltet:

1. Verwechselt eure Geschäftsidee nicht mit einem Geschäftsmodell

Den Fehler machen viele. Die Folge: Sie entwickeln eine super technische Innovation – für die sich anschließend kein Kunde interessiert. Weil sie keinen Bedarf deckt, zu früh kommt, keine Zielgruppe hat. Oder das Startup sie nicht skalieren kann. Unternehmen brauchen nicht nur Ideen, sondern einen Auftrag. Wie ihr merkt, dass ihr ein klar definiertes Geschäftsmodell besitzt? Wenn euch die folgende Frage nicht ins Schleudern bringt: Welcher Kunde soll mir aus welchem Grund wie viel Geld für meine Innovation bezahlen?

2. Bleibt fokussiert

Ihr sprüht nur so vor Ideen? Das ist grundsätzlich gut. Aber aufgepasst: Bietet nicht gleich zu viel an, sonst verzettelt ihr euch. Konzentriert euch auf euren Kern, entwickelt dann ganz sauber euren Business Case. Ein Tipp: Eure Lösung muss leicht verständlich, intuitiv und attraktiv sein.

3. Löst mit euren Innovationen echte Probleme

Ist das nicht der Fall, werdet ihr scheitern: Geschäftskunden interessieren sich erst dann für eure Innovation, wenn sie sich für sie rechnet oder ihr eine Antwort für eine Herausforderung findet, vor der sie gerade stehen.

4. Lernt eure Zielgruppe kennen

Viele Gründer entwickeln an den Bedürfnissen des Marktes vorbei, weil sie keine klare Zielgruppe im Blick haben. Ihr kennt die Anforderungen und Herausforderungen eurer Kunden ganz genau und könnt euch in sie hineinversetzen? Verständnis setzt intensive Gespräche voraus, dafür reicht kein einmaliges Treffen. Nur wenn sich beide Seiten eingehend austauschen, finden sie gemeinsam heraus, was technisch möglich und nötig wäre. Nur so könnt ihr testen, ob eure Geschäftsidee taugt. Erfolg habt ihr mit Innovationen immer dann, wenn diese bei den Zielgruppen einen Bedarf decken. Bedeutet: Ihr müsst die Herausforderungen der Kunden verstehen, um passgenaue Lösungen anbieten zu können. Sucht euch für eure Kooperationen unbedingt Unternehmen, die wirklich zu euch passen.

5. Ihr braucht ein gut durchdachtes Pricing

Das ist für sehr viele Startups eine echte Hürde. Besonders dann, wenn es sich bei ihnen um sehr homogene Teams handelt – etwa nur Technik-Experten – denen dann schlicht der wirtschaftliche Sachverstand fehlt. Viele kalkulieren ihren Finanzbedarf zu gering, andere verlangen Mondpreise. Bleibt realistisch. Gute Unternehmer kennen ihre Zahlen. Das gilt auch für Startups.

Auch interessant: Standort Deutschland hat für Startups viel zu bieten

        Zum Schluss noch ein Wunsch

        Ich weiß, dass sich die Startups mehr Tempo von ihren Kooperationspartnern wünschen. Auch von der Telekom. Dennoch geben wir Vollgas in Richtung Kunden: Wir verproben schnell, bringen in Innovationsworkshops unsere Kunden mit ausgewählten Startups zusammen. Aber wir erwarten von euch Gründern auch, dass ihr alles dransetzt, die Risiken für eure Partner zu minimieren.

        TechBoost: Jetzt bewerben

        Matthias Schievelbusch
        Matthias Schievelbusch (© 2019 TechBoost)

        Matthias Schievelbusch ist zuständig für Startup-Koopera-tionen bei der Telekom. Sein Ziel: Startup-Ideen bei Geschäftskunden etablieren und so auf beiden Seiten für nachhaltiges Wachstum sorgen.

         

        >> Mehr zu Matthias Schievelbusch auf seiner Köpfe-Seite

        An junge Unternehmen mit cloudbasiertem Geschäftsmodell, die bereits erste Kunden haben, Umsätze erzielen und sich in der Wachstumsphase befinden, richtet sich TechBoost Grow. Die Startups erhalten 100.000 Euro für IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud. Telekom-Experten unterstützen bei Vertrieb und Marketing – das kann bis zur Entwicklung gemeinsamer Geschäftsmodelle reichen. Wir öffnen unseren TechBoost-Partnern unser großes Geschäftskundennetzwerk. Ebenfalls im Förderpaket stecken ein umfangreiches Webinar-Angebot und die persönliche Betreuung durch unsere Cloud-Architekten. Wir bieten den Startups vergünstigte Mobilfunkverträge und Breitbandanbindungen und einen Gratis-Zugang zum Telekom M2M Service Portal sowie kostenlose Testkarten für das neue NarrowBand-IoT. Startups, die eine innovative Geschäftstidee haben aber noch keine Kunden, können sich für TechBoost Seed bewerben.

        Bewirb dich jetzt auf www.telekom.de/techboost. Einfach Formular ausfüllen und fertig!