Fünf verschiedene Craft-Beer-Sorten, ein Dutzend tropische Säfte und eine drei Seiten lange Weinkarte: Eine derart umfangreiche Getränkeauswahl freut den Gast – und bedeutet für den Gastronom hohen logistischen Aufwand. Welche Getränke soll er wann in welcher Menge vorrätig haben, um die Wünsche der Gäste zu erfüllen? Und gleichzeitig die Lagerkosten im Griff zu behalten? Die Lösung bietet ein Hidden Champion: Glashersteller Rastal hat das digitale Glas und die smarte Bar erfunden. Ein im Glas integrierter Chip kommuniziert per Near-Field-Communication (NFC) mit der Bar, die über Mobilfunk mit einer Cloud-Lösung der Telekom verbunden ist. Dort werden alle relevanten Daten – Art und Menge des bestellten Getränks sowie Uhrzeit der Bestellung – ausgewertet. Anhand dieser Informationen kann der Gastronom nun seine Lieferungen genau planen – und so die Lagerkosten dank Digitalisierung so gering wie möglich halten.

Deutschland ist das Land des Mittelstands

Rastal ist nur einer von rund 1.600 mittelständischen Hidden Champions in Deutschland. Ein Begriff, den Unternehmensberater Hermann Simon in den 1990er Jahren prägte. Nirgendwo auf der Welt finden sich mehr dieser einer breiteren Öffentlichkeit oft weitgehend unbekannten Weltmarktführer als in Deutschland. Sie vernetzen weltweit Maschinen, entwickeln Systeme für smarte Lampen oder digitalisieren Fuhrparks für transparentes Echtzeit-Tracking. Was alle gemein haben: Sie sind global führend in ihrem hochspezialisierten Nischenbereich, investieren sehr viel Geld in Forschung und Innovationen und sind im Vergleich zu DAX-Konzernen in Sachen Patentanmeldung unschlagbar.

Auch interessant: Hermann Simon: „Wer fokussiert ist, wird Weltklasse“

Und prägen als mittelständische Unternehmen den Wirtschaftsstandort Deutschland maßgeblich. Mehr als 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland gehören laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum Mittelstand und erwirtschaften mehr als die Hälfte der Wertschöpfung, stellen 60 Prozent der Arbeitsplätze und 82 Prozent der betrieblichen Ausbildungsplätze bereit. Kurzum: Der Mittelstand ist für Deutschland der wichtigste Technologie- und Innovationsmotor.

Den digitalen Wandel mitgestalten

Theodor Micklinghoff
Theodor Micklinghoff Theodor Micklinghoff (© 2017 Telekom)

Als Vice President Mobile Business Corporate Accounts im Bereich Geschäftskunden versteht sich Theodor Micklinghoff als Sparringspartner bei der Digitalisierung mittelständischer und großer Unternehmen.

>> Mehr zu Theodor Micklinghoff auf seiner Köpfe-Seite

Damit das auch in Zukunft so bleibt und der Mittelstand den Herausforderungen einer global vernetzten Welt standhalten kann, müssen auch die Hidden Champions die Vorteile des digitalen Wandels begreifen. So, wie sie oft über Jahrzehnte ihre Wandlungsfähigkeit bewiesen haben – als wesentliche Basis ihres langen Erfolgs. Dass sie hier auf einem guten Weg sind, zeigt etwa ein Blick auf den „Digitalisierungsindex Mittelstand“: Demnach haben 42 Prozent der Mittelständler die Digitalisierung schon fest in ihrer Gesamtstrategie verankert. Eine wichtige Voraussetzung, um auch künftig am Weltmarkt eine führende Rolle einnehmen zu können.

 

Auch interessant: Hidden Champions: Deutscher Mittelstand ganz groß

Um den digitalen Wandel nachhaltig zu meistern, setzen viele Hidden Champions auf starke Partner – Unternehmen wie die Telekom. Als führender Telekommunikationsanbieter unterstützt der Konzern den Mittelstand und ist stets auf der Suche nach innovativen Lösungen, die die Hidden Champions bei der digitalen Transformation voranbringen. Der Einsatz neuer Technologien – von Cloud und IoT bis LTE und NarrowBand IoT – wird für diese Unternehmen immer wichtiger, um Betriebsabläufe nachhaltig zu verbessern, Kunden immer wieder neu von sich zu begeistern oder um Umsätze zu steigern.

Vermittler zwischen Start-ups und Mittelstand

Aber nicht nur als Technologiepartner stützt die Telekom den deutschen Mittelstand – auch als Vermittler zwischen mittelständischen Unternehmen und Startups, die oft eine digitale Vorreiterrolle einnehmen und die traditionellen Unternehmen mit ihrem digitalen Know-how unterstützen. Die Telekom setzt dabei ebenfalls auf Partner, etwa Systemhäuser oder IT-Dienstleister. Eine Symbiose, von der am Ende alle profitieren: die Telekom erreicht mit innovativen Lösungen den Mittelstand, die Partner erweitern ihr eigenes Angebotsspektrum und profitieren von den Kontakten der Telekom. Und die Hidden Champions von einem breiten Netzwerk und den digitalen Tools – um sich damit künftig vom Hidden zum Digitalen Champion zu entwickeln.

Auch interessant: Theodor Micklinghoff: Starke Digital-Champions

Vom Hidden zum Digitalen Champion

Wer sind Hidden Champions?

Hidden Champions sind weitgehend unbekannte Weltmarktführer, die sich in einer Nische spezialisiert haben und dort mit einem Umsatz von bis zu drei Milliarden Euro unter den drei weltweit größten Unternehmen sind. Die Unternehmen sind meist inhabergeführt, nicht an der Börse aktiv und oft im Maschinenbau oder der Elektronik zu Hause. Ihren Hauptsitz haben sie oft jenseits der großen Metropolen.

So wie das Speditionsunternehmen IDS Logistik etwa, das gemeinsam mit der Telekom die Logistikkette digitalisiert hat und damit den Service für seine Kunden verbessert. Nicht zuletzt in eigenem Interesse – denn deren Ansprüche steigen: Die Lieferung soll am gleichen Tag ankommen, und Bestellungen wollen sie in Echtzeit nachverfolgen können.

 

Wie IDS Logistik diesen Ansprüchen gerecht wird? Die IDS-Fahrer sind mit mobilen elektronischen Scannern unterwegs, erfassen die Ware per Barcode und senden die Daten via LTE-Netz der Telekom und einer verschlüsselten IP-VPN-Mobilfunkverbindung in die Cloud der hochsicheren Rechenzentren der Telekom. IDS sieht so genau, welcher Transporter welche Ware wohin transportiert und kann diese Information an die Kunden weiterleiten.

Auch interessant: Wer hat das Zeug zum digitalen Champion?