Die beiden Neuzugänge des Telekom-Inkubators hub:raum könnten unterschiedlich nicht sein – und doch sind die Start-ups in einem gleich: Sie entwickeln eine Technik, die dem Menschen dient und komplexe Vorgänge vereinfachen.

M2MGO bringt Unternehmen das Internet der Dinge näher. Bisher war es sehr komplex und schwierig, Programme für das Internet der Dinge zu entwickeln – das ist nun vorbei. Mit M2MGO können Firmen selbstständig Web-Applikationen entwickeln, ohne jegliche Programmier-Kenntnisse zu haben. M2MGO funktioniert ganz einfach wie ein simples Baukastensystem: Ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen, lassen sich damit individuelle interaktive Web-Portale erstellen. Automaten- oder Maschinenhersteller etwa können mit M2MGO eine Internetseite bauen, die Stromverbrauch einzelner Maschinenteile analysiert und anzeigt. Droht eine Maschine auszufallen, schlägt die Webseite Alarm und informiert einen Mechaniker M2M verselbstständigt sich.

M2MGO vernetzt das Internet der Dinge

"Die Lösung von M2MGO ist ein großer Schritt insbesondere für mittelständische Unternehmen. Was bisher nur durch aufwendige Individualentwicklungen erzielt werden konnte, ist nun auch für Kunden ohne tiefgreifende IT-Kenntnisse machbar. Das ist ein völlig neuer Ansatz und die Basis für viele neue Anwendungen für das Internet der Dinge", sagt Peter Borchers, Leiter des hub:raum in Berlin. M2MGO wurde im August 2013 von Elena Brull, Jens Uhlig, Benedikt Frings und Oriol Fuertes gegründet.

hubraum_Startups_ hub:raum fördert Startups mit Geld und Know-How. Wer will, kann zudem die Räumlichkeiten der Berliner nutzen. (© 2015 )

Der zweite Neuzugang bei hub:raum, UniGluko, richtet sich nicht nur an Unternehmer, die medizinische App spricht gleichermaßen Patienten an. UniGluko dokumentiert Blutzuckerwerte. Der Clou: Die Anwendung eines Start-ups kommuniziert mit allen gängigen Messgeräten, die der Markt hierzulande bietet. Das ist bisher das Problem – eine Vielzahl von unterschiedlichen Messgeräten auf dem Markt ergibt häufig ein unkorrektes Bild für Ärzte und Patienten. Denn jedes System funktioniert anders und basiert auf einer anderen Soft- und Hardware. Daher sind die Fehlerraten bei Patientendaten sehr hoch – hier setzt UniGluko an.

UniGluko kommuniziert mit allen gängigen Messgeräten

Die Anwendung ermöglicht Patienten die korrekte und regelmäßige Dokumentation ihres Blutzuckerspiegels. Und der behandelnde Arzt kann auf die so dokumentierten Werte über eine Cloud-Anwendung zugreifen und den Behandlungsplan des Patienten optimal einstellen. UniGluko bietet drei Komponenten: Geräte und Software für Ärzte, die mobile Anwendung für Patienten sowie eine Cloud-Lösung für die Patientendaten.

Das Team des Start-ups von UniGluko kommt aus Kroatien und wurde von Ratko Magjarevic, Luka Celic, Sinisa Drobnjak und Sasa Cvjetojevic gegründet und wird jetzt durch den hub:raum in Krakau unterstützt und für den kroatischen Markt vorbereitet. In einer Testphase in Zusammenarbeit mit dem kroatischen Gesundheitssystem wurde der Service bereits an mehreren Krankenhäusern und bei einigen hundert Patienten angewendet.

"Mit UniGluko haben wir ein tolles Team an Bord. Gesundheitsthemen werden immer wichtiger. UniGluko überzeugte uns auf Anhieb. Sie haben ein tolles Team mit einem sehr guten Produkt - sowohl auf Hardware- als auch auf Software-Seite. Und sie adressieren mit ihrem Gesundheitsservice ein Thema mit großem Marktpotenzial," sagt Jakub Probola, Leiter des hub:raum in Krakau.

 

http://m2mgo.com/

www.unigluko.com