Chargery fährt Strom zu Elektroautos

Elektroautos brauchen Strom, aber nicht überall stehen Ladesäulen bereit. Das Berliner Startup Chargery sieht darin eine Marktlücke, die es mit einer mobilen Energieversorgung füllen will. Autofahrer, die mit leerer Batterie gestrandet sind, versorgen sie per Fahrradkurier mit Akku-Power. Damit kann zum Beispiel ein BMW i3 innerhalb von vier Stunden voll aufgeladen werden. Das genügt diesem E-Auto-Typ zu einer Reichweite von 160 Kilometern.

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Noch sind die fünf Stromspender von Chargery vergleichsweise teure Prototypen, wie „Gründerszene“ berichtet. Sie sind als Fahrradanhänger konzipiert, in denen je zwölf Batterie-Einheiten von Greenpack stecken. Zusammen haben sie eine Kapazität von 24 Kilowattstunden. Damit unterstützt das im Herbst 2017 gegründete Unternehmen den Berliner Ableger des Carsharing-Unternehmens DriveNow von BMW und der Autovermietung Sixt.

Energie zum Wunschtermin

Fahrer von Elektroautos ordern den Stromlieferdienst  per Chargery-App oder über eine integrierte Lösung ihres Flotten-Systems. Anschließend soll es maximal eine halbe Stunde dauern, bis die mobile Ladestation beim Fahrzeug eintrifft. Auch Wunschtermine seien möglich, verspricht die Homepage von Chargery. Die Stromspeicher basieren demnach auf dem neuesten Stand der Lithium-Ionen Technologie und stecken in robusten Behältern der IP67-Schutzklasse. Der Service wird monatlich nach einem Minuten- und Lademengen-abhängigen Preismodell abgerechnet. Künftig will Chargery seinen Service in weiteren Städten und auch für Privatkunden anbieten.