295 Millionen Euro für „Fintechs“

Deutsche Finanz-Startups haben im ersten Quartal 2018 eine Rekordsumme von Investoren eingeworben. Insgesamt 295 Millionen Euro haben Gründer von „Fintechs“ für die Verwirklichung ihrer Ideen erhalten. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Zahlen der Beratungsfirma Barkow Consulting.

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Ein solch rapider Anstieg um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist keineswegs selbstverständlich, schließlich liegt der bisherige Bestwert von 264 Millionen aus dem ersten Quartal 2016 bereits zwei Jahre zurück.

Große Kapitalspritzen strategischer Investoren für Finanz-Startups

Das Wachstum basiert dabei nicht auf einer höheren Anzahl an Kapitalgebern – diese ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 30 Prozent zurückgegangen. Hauptgrund für die hohe Summe sind vor allem enorme Kapitalspritzen großer strategischer Investoren. Allein die Online-Bank N26 wurde mit rund 130 Millionen Euro unterstützt. Die Investoren wurden nach der Untersuchung Barkows jedoch selektiver – somit profitierten längst nicht alle Startups von dem Geldregen. Für kleinere „Fintechs“ wurde es sogar schwieriger, an Kapital zu kommen.

Finanz-Startups bieten Anlegern eine breite Palette an Dienstleistungen an und kooperieren oft mit größeren Banken und Konzernen. Unter den Ideen sind Zinsvergleiche für Tagesgeld, die automatisierte Vermögensverwaltung, neue Zahlmöglichkeiten im Internet oder die Vergaben von Krediten.