Anschubfinanzierung für bis zu drei Startups

Die Otto Group investiert 85 Millionen Euro in die Eigengründung von Startups. Mit der Finanzspritze will der deutsche Konzern jährlich zwei bis drei neue Projekte anschieben. Das passiert unter dem Dach der Otto Group Digital Solutions (OGDS) und soll dem Gesamtunternehmen Wettbewerbsvorteile bringen. „Anders als externe Startups können wir die Vorteile der Konzernstruktur nutzen, unsere Ideen trotzdem schnell testen und das Wachstum unserer Gründungen immens beschleunigen“, sagt Paul Jozefak, Geschäftsführer der Otto Group Digital Solutions und von Liquid Labs.

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Liquid Labs ist ein sogenannter Company Builder und arbeitet seit 2012 für die Otto Group, einst ein reiner Versandhandel. Mittlerweile sind aus der Verbindung mehr als zehn Unternehmen hervorgegangen und ausgegründet worden. Der Fokus liegt auf den Branchen Logistik, E-Commerce und Fintech.

Im Dienste der Transformation

Die Otto Group Digital Solutions will mit den Startups das Portfolio der Mutter erweitern. Stichwort sei hier vor allem die digitale Transformation, wie es in einer Meldung heißt. Helfen soll das nicht nur der eigenen Unternehmensgruppe, sondern auch anderen. Als erfolgreiche Beispiele für selbst gegründete Startups führt die Otto Group den Spezialisten für automatisiertes Forderungswesen collectAI, den Onlinetransaktions-Betrugsdetektor Risk Ident und BorderGuru, eine „Full-Service-Lösung für den grenzüberschreitenden E-Commerce“ an. Sie und alle weiteren Gründungen sollen vom Know-how der Otto Group über Kundengruppen, Online-Reichweiten und Fulfilment-Infrastrukturen profitieren.