Finanzierungsvolumen von 200 Millionen Euro

Crowdinvesting erfährt in Deutschland einen Boom. Der Markt vergrößerte sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 171 Prozent. Das entspricht einem Volumen von 200 Millionen Euro, wie eine Erhebung durch crowdfunding.de zeigt. Aufgeschlüsselt nach Investmentsegmenten ergibt sich daraus folgendes Bild:

  • Immobilien: 130 Millionen Euro (plus 221 Prozent)
  • Unternehmen: 63 Millionen Euro (plus 114 Prozent)
  • Energie: sechs Millionen Euro (plus 63 Prozent)

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Im Immobiliensektor traten 15 Plattformen als Geldgeber auf. 2016 waren hier nur fünf Wettbewerber am Crowdinvesting beteiligt. Die größten Marktanteile haben der Studie zufolge Exporo (64,3 Prozent), Zinsland (12,7 Prozent), Zinsbaustein (9,2 Prozent), Bergfürst (7,0 Prozent) und Realcapital (2,0 Prozent).

Crowdinvesting für Startups konstant

Bei den Unternehmen liegt das Finanzierungsniveau für Startups mit 15,3 Millionen Euro seit fünf Jahren auf einem praktisch gleichbleibenden Niveau. Ein deutlicher Anstieg ist hinsichtlich der Unterstützung von Wachstumsunternehmen (15,6 Millionen Euro) zu erkennen. 2016 belief sich die Finanzierungssumme in diesem Feld noch auf fünf Millionen Euro. Ähnlich hat sich der Markt bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) entwickelt. Sie erhielten 2017 Mittel in Höhe von drei Millionen Euro (2016: 1,6 Millionen Euro). Die größten Finanzierer sind Companisto (Marktanteil: 30,6 Prozent), Kapilendo (24,6 Prozent), Seedmatch (12,3 Prozent), Seedrs (11,4 Prozent) und Finnest (4,4 Prozent).

Energie: Vor allem Nachrangdarlehen

Für Energieprojekte wurden vor allem Nachrangdarlehen erteilt. Sie machen 5,7 Millionen Euro der insgesamt rund sechs Millionen Euro  an Finanzierungsmitteln aus. Bestimmende Plattformen sind hier Wiwin (Marktanteil: 37,8 Prozent), Econeers (13,4 Prozent), GLS Crowd (11,5 Prozent), Bettervest (11,2 Prozent) sowie Greenvesting (10,0 Prozent).