Elon Musk will Mensch mit Künstlicher Intelligenz vernetzen

Seine Ideenschmiede läuft wie geschmiert: Elon Musk, Gründer von Tesla, SpaceX und anderen Unternehmen, hat  eine neue Vision. Mit seinem Startup "Neuralink" will er Computerchips entwickeln, die unmittelbar in das menschliche Gehirn eingepflanzt werden.  Erste Mitarbeiter sind bereits angeheuert. Drei hochrangige Forscher aus dem Bereich Gehirnforschung und Ingenieurswesen sollen Elon Musks Vision Wirklichkeit werden lassen, heißt es unter anderem im "Wall Street Journal".

Das Vorhaben soll mit sogenannten "Neural Lace"-Techniken umgesetzt werden. Die halborganischen Vernetzungen mit dem Gehirn trügen zur Leistungssteigerung des Gehirns bei. Dadurch ließen sich beispielsweise Sicherungskopien der Gedanken erstellen oder eine Verbindung mit künstlichen Intelligenzen herstellen.

Elon Musk will sich mit seinem Startup jedoch zunächst auf medizinische Anwendungen konzentrieren. Denkbar sei der Einsatz der Technologie etwa bei Depressionen. Mit hirnstimulierenden Elektroden werden bereits heute Krankheiten wie Parkinson oder Epilepsie behandelt.

Vision stößt auf Kritik

Wann Neuralink seine futuristische Idee verwirklicht, steht in den Sternen. Das Startup befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium, verfügt über keine Website - und die Finanzierung des Projekts ist auch noch nicht klar.

Und: Die Vision des milliardenschweren Unternehmers stößt nicht bei jedem auf Anklang. Der Wissenschaftler Raul Rojas etwa hält seine Idee für absurd, wie er im Interview gegenüber "T3N" sagte:

"Von Computern, wie wir sie heute kennen, werden wir keine Schnittstelle zum Hirn bauen können."

Laut Rojas sei das aus technischer Sicht nicht möglich, "weil wir nicht wissen, wie das Gehirn kodiert ist." Selbst wenn die Kodierung aufgeschlüsselt  würde, bestünde immer noch die Frage, wie man Daten dort hinleiten könne. Eine Umsetzung des Projekts in diesem Jahrhundert hält Rojas deshalb für unwahrscheinlich.