Fachkräftemangel bei Startups vor allem im IT-Bereich

Der Fachkräftemangel trifft Startups in besonderem Maße. Das ergab eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Gründern. Rund jede vierte Stelle kann nicht besetzt werden, da sich keine geeigneten Mitarbeiter finden lassen. Im Durchschnitt arbeiten bei den befragten Startups 16 Mitarbeiter, fünf Stellen bleiben im Schnitt ungewollt unbesetzt. Fast drei Viertel aller jungen Firmen wollen noch im Jahr 2018 zusätzliche Arbeitskräfte einstellen – so sie denn welche finden. Vor allem IT-Spezialisten sind begehrt, allein in Deutschland fehlen laut der Umfrage rund 55.000.

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Doch auch die Startups selbst könnten laut Bitkom-Präsident Achim Berg ihr Engagement ausweiten:

„Startups müssen Bewerbern ein attraktives Gesamtpaket anbieten und sich möglichst auch international um geeignete Mitarbeiter bemühen.“

Gründer wollen Fachkräfte-Einwanderungsgesetz

Aufgrund dieser misslichen Lage findet sich unter Gründern eine breite Unterstützung für ein Fachkräfte-Einwanderungsgesetz. Dieses soll den Zuzug geeigneter Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern erleichtern. Frankreich könnte dabei als Vorbild dienen: Dort ermöglicht es das „French Tech Visa“ Startup-Gründern, -mitarbeitern, und -investoren aus dem außereuropäischen Ausland, ohne bürokratische Hürden eine Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis für vier Jahre zu beantragen.