Am meisten klagen Gründer über die Bürokratie

94 Prozent der deutschen Jungunternehmer sehen die Lebensqualität am Standort ihres Startups positiv. 83 Prozent wissen das Marktumfeld zu schätzen und 80 Prozent geben der Infrastruktur gute Noten. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Alles andere als glücklich sind die Gründer dagegen mit der deutschen Bürokratie. 63 Prozent der mehr als 300 befragten Startups ärgern sich etwa über den Kontakt zu Verwaltungen oder die Erreichbarkeit von öffentlichen Stellen. Bitkom-Präsident Achim Berg versteht den Unmut:

„Startups arbeiten an Lösungen für die digitale Welt und werden von einer analogen Verwaltung gebremst.“

Und er ergänzt, dass die Regierung mit der Förderung von Startups in Ämtern sowie Behörden beginnen sollte, wenn sie es mit der Unterstützung ernst meine. Zudem könne die Verwaltung von Gründern profitieren, die bereits Ideen für eine Digitalisierung der Verwaltung anbieten.

Erste Verbesserungen für Startups sind in Sicht

Etwa die Hälfte der Befragten vergibt zudem schlechte Noten für Kosten sowie Verfügbarkeit von Gewerberäumen und den Zugang zu Finanzierungsquellen. 40 Prozent kritisieren zudem lokale Förderprogramme und 37 Prozent die Personalsituation.

Jedoch sehen die Gründer auch, dass Schritte unternommen werden, um es Startups zu erleichtern. So loben viele die Pläne für Gründer im Koalitionsvertrag. 71 Prozent halten es zum Beispiel für hilfreich, Startups in den ersten zwei Jahren von der monatlichen Voranmeldung der Umsatzsteuer zu befreien. Genauso viele sehen Vorteile in einem Bürgerportal, das Verwaltungsleistungen miteinander vernetzt.