Startups an der Börse erhalten nötiges Kapital

Junge Unternehmen brauchen Kapital zum Wachsen und Expandieren. Um das zu bekommen, könnten 23 Prozent von ihnen sich vorstellen, mit ihren Startups an der Börse aufzutreten. Ein Prozent davon plant bereits einen Börsengang. Das zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom, der 302 IT- und Internet-Startups in Deutschland zu diesem Thema befragt hatte.

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Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr dachten gerade mal 14 Prozent der Startups über die Börse nach. Im Jahr zuvor waren es dagegen mit 38 Prozent sogar deutlich mehr als jetzt.

Für viele der Interessierten ist der Börsengang jedoch in weiter Ferne. 58 Prozent geben an, diesen Schritt derzeit nicht zu planen. Zu den Ergebnissen erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Ein Börsengang bedeutet für ein Startup großen organisatorischen Aufwand und hohe Vorbereitungskosten. Ein solcher Schritt will reiflich überlegt sein.“

Aber nur 14 Prozent der Startups sind generell nicht an der Börse interessiert. Dieser Wert stimmt mit denen der Vorjahre weitestgehend überein, die 2017 bei 14 Prozent und 2016 bei 13 Prozent lagen.

Startups setzen auch auf Initial Coin Offering

Das Initial Coin Offering (ICO) ist eine Methode zur Beschaffung von Kapital, die auf Blockchain-Technologie basiert. Vereinfacht gesagt, handelt es sich dabei um eine Art Crowdfunding.

Drei Prozent der befragten Startups planen die Kapitalbeschaffung auf diesem Weg. Zwölf Prozent ziehen die Möglichkeit zumindest in Erwägung.