„Luxushotel in Frankfurt-Westend geplant. Baubeginn Mai 2019“: Als Annika Schneider diese Nachricht auf ihrem Tablet empfängt, kontaktiert sie sofort den zuständigen Architekten. Mit Erfolg: Die Marketing Managerin eines großen Herstellers für Wohnmöbel ist die Erste, die ihm ein Konzept für die Inneneinrichtung präsentiert – der erste Schritt Richtung Großauftrag ist getan.

Partner für Startups mit digitaler Geschäftsidee

Kontakte zu relevanten Geschäftskunden, kostenfreie Nutzung der Open Telekom Cloud, Rabatte auf Festnetz-, Mobilfunk- und Breitband-Tarife sowie Vertriebs- und Marketing-Support: Diese Vorteile bietet TechBoost, das Startup-Programm der Telekom. Startups mit digitaler Geschäftsidee bewerben sich einfach über das Bewerbungsformular auf www.telekom.de/techboost

Erhalten hat Schneider die Expressbenachrichtigung von Building Radar. Das Startup aus München bietet Baufirmen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz einen Überblick über alle weltweit geplanten Bauprojekte – alle öffentlich verfügbaren Kontaktdaten von Unternehmen und der am Bauprojekt Beteiligten inklusive. „Ein klarer Wettbewerbsvorteil“, sagt Julian Scharf, Leiter operatives Geschäft bei Building Radar. „Denn auch in der Baubranche gilt: Wer zuerst kommt, hat die größten Chancen.“

Das Geschäftsmodell überzeugte auch die Jury des Startup-Wettbewerbs auf der BAU 2019, der weltgrößten Branchenmesse, die vom 14. bis 19. Januar 2019 rund 2.250 Aussteller und 250.000 Besucher nach München lockte. 18 Startups hatten dort ihre digitalen Lösungen für die Baubranche vorgestellt – darunter neben Sieger Building Radar mit openHandwerk und FoxBase zwei weitere Jungunternehmen, die die Telekom im Rahmen ihres Startup-Programms TechBoost fördert. „Die Digitalisierung ist für die Baubranche alternativlos“, sagt Building Radar-Manager Scharf. „Sie liefert wichtige Wachstumshebel für jedes Unternehmen.“

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Dank Digitalisierung schneller als die Konkurrenz

Und auf genau solche Wachstumshebel sind die Unternehmen der Baugewerbe angewiesen – gerade, weil die Branche so sehr boomt. Denn der Fachkräftemangel droht, die Wachstumschancen auszubremsen. Die Digitalisierung wiederum könnte helfen, Prozesse zu automatisieren und so auch ohne zusätzliches Personal mehr Aufträge zu bewältigen. Die Baubranche aber hat hier Nachholbedarf: Laut Digitalisierungsindex 2018, einer branchenübergreifenden Umfrage der Telekom zum Stand der digitalen Transformation im deutschen Mittelstand, setzen 44 Prozent der befragten Bauunternehmen bereits einzelne digitale Projekte um. Allerdings haben sich zwölf Prozent noch gar nicht mit ihrer digitalen Transformation befasst. Die gute Nachricht: Immer mehr Betriebe erkennen, dass sie von ihrer Konkurrenz abgehängt werden, wenn sie Arbeitsschritte nicht stärker und schneller digitalisieren.

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Einstieg in die Digitalisierung leicht gemacht

Zum Beispiel mit Hilfe von FoxBase: Das Düsseldorfer Startup unterstützt B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten. Ein digitaler Berater führt Kunden einfach, schnell und ohne Fachbegriffe in kurzer Zeit zum passenden Produkt.

Digitale Debütanten bringen ihre Prozesse mit der cloudbasierten Software von openHandwerk vom Schreibtisch in die Cloud. Egal ob Ein-Mann-Betrieb oder Großunternehmen: Per Smartphone, Tablet oder PC loggen sich die Mitarbeiter ein, laden Fotos hoch, bearbeiten Dokumente und erfassen ihre Arbeitszeit – im Büro und auf der Baustelle.