Bühne frei für die jungen Wilden: Dass es nicht nur in Berlin eine innovative Startup-Szene gibt, bewies das Informations- und Netzwerkevent DIGITALMIDWEST am 12. Juni. Vier junge Unternehmen aus Frankfurt am Main, Mainz, Kassel und Hofheim am Taunus präsentierten sich und ihre digitalen Lösungen sowie Dienstleistungen bei der Netzwerkveranstaltung in Offenbach. „Ich glaube daran, dass horizontale Netzwerke, Vielfalt und Austausch wertvolle Denkanstöße geben“, sagte Björn Weidenmüller, Leiter Vertrieb Großkunden Telekom Deutschland in seiner Eröffnungsrede. Und dafür sei nicht nur der Austausch unter mittelständischen Unternehmen wichtig, sondern vor allem auch der zwischen Mittelständlern und Startups.

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Lieferte den ersten, digitalen Input des Tages: Björn Weidenmüller (Telekom Deutschland). Lieferte den ersten, digitalen Input des Tages: Björn Weidenmüller (Telekom Deutschland). (© 2018 Telekom)

Vier Startups im Fokus

Mit diesem Ziel kamen vier Startups aus dem Förderprogramm TechBoost der Telekom nach Offenbach in die Fredenhagen-Halle. „Jedes Unternehmen ist anders“, sagte Martin Kreitschmann, Produkt- und Marketingmanager beim Startup cogia. „Deswegen nutzen wir auf dieser Veranstaltung die Gelegenheit, neue Anwendungsfälle für unsere Technologie zu brainstormen.“ Das Frankfurter Unternehmen bietet Lösungen für Web- und Social-Media-Monitoring, Marktforschung und Marketing. „Unsere Kunden bekommen von uns alles aus einer Hand“, so Kreitschmann. Egal ob Website-Texte, Social-Media-Beiträge oder Artikel in Online-Magazinen: cogia verschaffe seinen Kunden die Möglichkeit, im großen Stil Texte zu sammeln und zu analysieren. „Unsere selbst entwickelten Algorithmen zeigen dann in einer automatischen Auswertung beispielsweise an, ob über ein Thema eher positiv oder negativ berichtet wird“, beschrieb Kreitschmann. Anwender können mit Hilfe der Lösung auch Muster erkennen oder Verbindungen nachverfolgen sowie Trends früh bemerken und Reichweiten ermitteln.

Platz für Digitalisierung auf der DIGITAL MIDWEST. Platz für Digitalisierung auf der DIGITAL MIDWEST. (© 2018 Telekom)

Dream-Team: Big Data und KI

Daten sammeln und intelligent analysieren: Darauf setzt auch das Startup DATAlovers. Die 2015 von Andreas Kulpa und Tilman Au gegründete Firma hat die Business-Suchmaschine bearch entwickelt, die über intelligente und stetig hinzu lernende Algorithmen riesige Online-Datenmengen automatisch erfasst und analysiert. „Unser Versprechen ist: Wir haben Ihre nächsten 1.000 Kunden“, sagte CEO Andreas Kulpa. Das Prinzip ist etwa von Facebook-Anzeigen bekannt: Künstliche Intelligenz ermittelt Ähnlichkeiten und trifft so relevante Voraussagen. „Wir haben dieses Geschäftsmodell aus der B2C-Welt in die B2B-Welt übersetzt“, so Kulpa.

Intelligente Algorithmen zur Analyse von Bankkonten: Das bietet das Kasseler Startup fino. Anwender können über eine digitale Antragsstrecke innerhalb weniger Schritte und Minuten ihr komplettes Bankkonto umziehen, inklusive aller Zahlungspartner, Bonitätscheck, Online-Legitimation und IBAN-Vergabe. „Unser Ziel ist es, bis 2020 mit einem unserer Produkte oder Services in jeder zweiten Hosentasche in Europa und den USA zu sein“, sagte Manuel Jäger, Head of New Products bei fino. Und das Startup ist auf einem guten Weg: Auf der DIGITALMIDWEST erhielt es den regionalen Digital Champions Award in der Kategorie „Digitale Produkte und Dienstleistungen“. „fino zeichnet sich nicht nur durch seine Lösung aus, sondern auch durch Innovationskultur und Wachstumspotenzial“, so Paul Walterscheid, Leiter der Region Mitte/West für kleine und mittlere Unternehmen. „Es ist schön zu sehen, wie sie auf einer Veranstaltung wie dieser Kontakte knüpfen und ihr Netzwerk ausbauen – mit Mittelständlern und großen Unternehmen.“

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Den Blickwinkel wechseln? Ein Wichtiger Faktor für erfolgreiche, digitale Transformation. Den Blickwinkel wechseln? Ein Wichtiger Faktor für erfolgreiche, digitale Transformation. (© 2018 Telekom)

Business-Netzwerke digitalisieren

TechBoost – das Startup-Programm der Telekom

Digital durchstarten: Das Förderprogramm der Telekom bietet Startups mit digitalem Fokus skalierbare IT-Ressourcen im Wert von bis zu 100.00 Euro aus der Open Telekom Cloud und Unterstützung in Sachen Vertrieb und Marketing. Das Ziel: Die jungen Gründer sollen sich voll und ganz auf ihre Idee konzentrieren können. Mehr Informationen zu dem Programm und zum Bewerbungsverfahren gibt es hier.

Das vierte Startup kantwert setzte nicht nur am 12. Juni auf Netzwerke. Das Geschäftsmodell der Firma zielt darauf ab, die Kaltakquise obsolet zu machen. In einer innovativen Datenbank analysiert kantwert die Verbindungen deutscher Unternehmen und macht sie transparent. So erhalten Sales-Mitarbeiter ein auf ihre Bedürfnisse angepasstes Entscheider-Register und sehen, welche Kontakte zu den gewünschten Ansprechpartnern schon bestehen. „Wir wollen nichts weniger als den Vertrieb revolutionieren“, sagte Christian Otto, Senior Sales Manager bei kantwert. „Statt wie früher irgendwelche Listen abzutelefonieren gehen Mitarbeiter jetzt über vorhandene Kontakte auf potenzielle Kunden zu.“ Das sei wesentlich erfolgsversprechender und effizienter.

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