Die einen kommen aus Berlin an, andere wollen nach Frankfurt, wieder andere steigen mit ihren Koffern aus dem Regionalzug aus Rosenheim, um in die S-Bahn Richtung Flughafen zu steigen: Etwa 350.000 Reisende sind hier unterwegs, Tag für Tag – keine Frage, der Münchner Hauptbahnhof gehört zu den größten und am stärksten frequentierten Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs in Deutschland. Allein rund 750 Züge halten hier täglich. Fällt in dem Gewusel mal eine Rolltreppe oder ein Aufzug aus, wird es schon mal hektisch. Bis jetzt. Denn Dynamic Components hat eine Lösung gegen das Tohuwabohu entwickelt: Das Startup vernetzt Aufzüge mit Sensoren, die Daten in die Open Telekom Cloud senden. Und Alarm schlagen, sobald einer der Aufzüge auszufallen droht. Mit der vorausschauenden Wartung von Liften und Rolltreppen vermeidet das Münchner Startup aus dem TechBoost-Programm der Telekom (siehe Infokasten), dass Anlagen unvermittelt stehen bleiben und Reisende ihre Züge nicht mehr erreichen. Eine Lösung, die gut ankam auf der DIGITALSOUTH in München am 16. Mai 2018.

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TechBoost – das Startup-Programm der Telekom

Digital durchstarten: Das Förderprogramm der Telekom bietet Startups mit digitalem Fokus skalierbare IT-Ressourcen im Wert von 100.000 Euro aus der Open Telekom Cloud und Unterstützung in Sachen Vertrieb und Marketing. Das Ziel: Die jungen Gründer sollen sich voll und ganz auf ihre Idee konzentrieren können. Mehr Informationen zu dem Programm und zum Bewerbungsverfahren gibt es hier.

Vom Startup zum Mittelstand: Gemeinsam über Digitalisierung reden

Die Veranstaltung in der Allianz Arena ist Teil der Informations- und Netzwerkserie der Telekom, die nicht nur Mittelständlern und Startups eine Plattform zum Austausch über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in den verschiedenen Regionen in Deutschland bieten möchte. Nach Köln und Stuttgart machte die Telekom jetzt Halt in München. Mit dabei war auch das Startup Terraloupe, das die Welt mit künstlicher Intelligenz und Luftbildern digitalisieren möchte. Die Idee: aus Luftaufnahmen und Satellitenbildern dreidimensionale detaillierte Geländemodelle erstellen, um damit etwa den Zustand von Straßen zu prüfen oder aber nach Naturkatastrophen einen schnellen Überblick zu erhalten, wo Hilfe am schnellsten gebraucht wird. „Unsere künstliche Intelligenz erkennt zuverlässig alle Objekte und bestimmt Formen und Abmessungen“, sagt Terraloupe-Gründerin Manuela Rasthofer. „Auch Versicherungen können davon profitieren, etwa um mit unseren Bildern schnell zu berechnen, wie hoch ein Großschaden ausfallen kann. Wir sind froh, dass wir bei der Veranstaltung heute so viele Unternehmen treffen konnten, für die unsere Lösung interessant sein könnte.“

Der Weg in die digitale Zukunft. Der Weg in die digitale Zukunft. (© 2018 Telekom)

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Doch nicht nur junge Gründer, auch starke Mittelständler präsentierten auf der Veranstaltung ihre Lösungen. Etwa der Reinigungsspezialist Dr. Schnell aus München, der die analogen Kommunikationsprozesse im Unternehmen über Bord geworfen hat. „Wir waren schon immer Innovationstreiber in der hart umkämpften Branche“, sagt Dr. Thomas Schnell, der das Familienunternehmen bereits in der siebten Generation führt. „Auch beim Thema Digitalisierung bieten wir mit neuen Produkten und Services einen echten Mehrwert.“ Für die Weiterentwicklung griff Dr. Schnell unter anderem auf den Telekommunikationsdienstleister Swyx zurück: Unified Communications heißt die ausfallsichere Lösung, mit der Dr. Schnell jetzt ganz einfach neue Gebäude anbinden kann. Für die digitalen Prozesse hat der Mittelständler den regionalen Digital Champions Award in der Kategorie „Digitale Produkte und Dienstleistungen“ gewonnen. Mehr zum Digital Champions Award, den die Telekom gemeinsam mit der WirtschaftsWoche an Unternehmen vergibt, die bereits erfolgreich digitale Projekte umgesetzt haben, lesen Sie hier.

Sieger der Kategorie Digitale Produkte & Dienstleistungen: Dr. Thomas Schnell (links), Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Schnell GmbH. Sieger der Kategorie Digitale Produkte & Dienstleistungen: Dr. Thomas Schnell (links), Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Schnell GmbH. (© 2018 Telekom)

 

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Den Mittelstand bei der digitalen Transformation unterstützen

Wie mobile Lösungen und digitale Trends im Mittelstand effektiv eingesetzt werden können, zeigte auch Jens Köster vom Elektronikhersteller Samsung, der darauf verweist, dass es feste Arbeitszeiten und -plätze zukünftig nicht mehr geben wird. Hier können Mittelständler von den Startups lernen, die fortschrittlicher agieren – und das ist notwendig: Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich 70 Prozent der Mitarbeiter kleiner Unternehmen ortsunabhängig arbeiten. Samsung möchte den Mittelstand bei diesem Wandel unterstützen, etwa mit anwenderfreundlichen und flexiblen Lösungen wie der Sprachsteuerung Bixby – ein digitaler Assistent erinnert Mitarbeiter an Termine und unterstützt in der täglichen Arbeit. Oder aber mit DeX: Damit können Mitarbeiter das Smartphone wie einen Computer inklusive der im Büro vorhandenen Netzinfrastruktur nutzen – ein Wechsel zwischen den Geräten wird damit überflüssig.

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Viele spannende Lösungen, die Startups und Mittelständler auf der DIGITALSOUTH präsentierten und im Austausch die Chancen des Standorts Bayern diskutierten – ein Bundesland, in dem die meisten Patente angemeldet werden. „München ist für uns ein idealer Standort, weil hier viele Unternehmen aus dem B2B-Bereich sitzen, für die unsere IoT-Lösung von Interesse ist“, sagt Michael Geisinger, Gründer von Dynamic Components. „Deswegen ist die Veranstaltung für uns auch ein echter Gewinn gewesen. Wir haben nicht nur viele potenzielle Kunden kennen gelernt, sondern auch, wie andere Startups und Mittelständler die Digitalisierung im Süden vorantreiben. Der Austausch war sehr wertvoll.“